unerschrocken hoffnungsvoll

Frauenfrühstück | Gemeindehaus

Mutig leben in unsicheren Zeiten

Am Samstag, den 25.04.2026, fand im Gemeinde­haus das erste Frauen­früh­stück der Andreas­gemeinde statt.

Als Referen­tin hielt Christina Ott einen inspi­rie­renden Vortrag zum Thema: »Mutig in un­sicheren Zeiten«. Viele ihrer Gedanken, an denen sie uns an diesem Vor­mittag teilhaben ließ, hat sie auch in ihrem Buch »uner­schrocken hoffnungs­voll« fest­gehalten.

Für mich war es daher klar, dass ich ihr Buch im An­schluss am aufge­bauten Bücher­tisch erwerbe. Nach­dem ich es gelesen habe, möchte ich auch Dir Lust auf dieses schmale Büch­lein machen.

Jacqueline Römer


Buchvorstellung

Das mit dem Mut ist ja so eine Sache. Ich halte mich selbst nicht für beson­ders mutig. Meist brauche ich einen deut­lichen Anstoß, bevor ich etwas wage. Menschen, die in meinen Augen mutig ihren Weg gehen, finde ich meist sehr inspi­rierend. Gleich­zeitig fällt es mir schwer, mich selbst mit dieser Art von Mut in Ver­bin­dung zu bringen.

Doch manchmal wird mir klar, dass ich damit einem Miss­ver­ständ­nis aufsitze. Bei Mut denke ich zuerst an große, sicht­bare Taten von charis­matischen Menschen. Doch es gibt noch einen anderen Mut, der Mut, von dem Gerhard Schöne in seinem Lied »Spar deinen Wein nicht auf für Morgen« spricht:

Spar deinen Mut nicht auf für später
wenn du mal was ganz Großes bist.
Dein kleiner Mut hilft allen weiter,
weil täglich Mut vonnöten ist.

In dem Buch von Christina Ott geht es vor allem um diesen »kleinen Mut«.

Relativ am Anfang des Buches stellt sie sich Mut wie folgt vor: »Er be­wegt sich unauf­fällig vor­wärts, doch zäh und hoffnung­svoll.« Was für ein schönes Bild. Nicht groß, nicht spekta­kulär, aber stetig und aus­dauernd ist der Mut, der in unserer schnell­lebigen und zunehmend beängsti­gender werden­den Welt von­nöten ist. In ihrem Vor­trag ermutigte uns Ott, dass dieser Mut in jeder von uns steckt.

Ein Satz aus dem Buch und auch dem Vor­trag ist mir beson­ders in Erinnerung geblie­ben: »Nur ein Prozent mehr Mut als Angst gibt bereits den Aus­schlag.«

Schon ein kleines bisschen mehr Mut kann den Unter­schied machen und dazu bei­tragen, im eigenen Leben und im Leben anderer Menschen kleine Spuren der Hoff­nung zu hinterlassen. Und die Autorin erklärt auch, warum Mutig­sein Übungs­sache ist und man es trai­nieren kann.

Mich jedenfalls haben ihre Aus­sagen sehr ermutigt, weil sie deut­lich machen, dass manch­mal schon ein kleiner Schritt genügt, um etwas zum Guten zu ver­ändern.

Christina Ott ist Psycho­logische Beraterin und ihr Buch lebt von ihren Erfah­rungen in diesem Beruf. Kleine »Helden­geschichten“ und persön­liche Erfahrungen machen ihr Buch sehr zugäng­lich und nahbar. Dabei ist der Text von Anfang an durch­woben von ihrem persön­lichen Glauben. Das Buch läuft klar aber unauf­dringlich auf die Aussage zu, dass uns in Jesus Christus eine Hoffnung gegeben ist, die trägt, und wir unser Ver­trauen auf Gott setzen können.

So schließt sie ihr Buch auch mit dem Bibel­wort:

Hoffe auf den HERRN.
Sei stark und fasse neuen Mut.
Setze deine Hoffnung auf den HERRN!
(Psalm 27, 11. 13–14)

Das Buch ist mit 121 Seiten und seinen kurzen Ab­schnitten auch gut für Menschen geeig­net, die wenig lesen. Es ist 2026 im Verlag Francke-Buch erschienen.

Lesen lohnt sich!