Interview mit Mathias Alberti

Mathias Alberti hat vor Kurzem die Leitung des Gemeindegebets übernommen und legt zusammen mit seinen Team das Ohr ganz nah an Gottes Herz. Es geht um die Themen, die die Gemeinde bewegt, aber genauso wichtig auch um die Themen und Wegweisungen, die der Herr für uns hat. Beate Kortung führte das Interview mit Mathias im August.
Beate: Mathias, Du hast seit dem Ende der Sommerferien die Leitung für das Gemeindegebet übernommen. Der eine oder andere hat vielleicht noch nie was vom Gemeindegebet gehört. Was ist das und warum ist das wichtig?
Mathias: Ja genau, ich habe die Leitung von Silke Faber übernommen, die das Gemeindegebet vor mir einige Jahre geleitet hat. Wir treffen uns jeden Montag und beten für Anliegen, die die Gemeinde betreffen und nehmen damit Gott bei seinem Wort: »Bittet und es wird euch gegeben« (Matth. 7,7). Das gilt für jeden persönlich, aber auch für uns als Andreasgemeinde. Davon sind wir überzeugt!
Und wie war der Start?
Tatsächlich hat sich die Gruppe der Beter noch vor den Ferien getroffen. Wir haben im Gemeindesaal in der »Scharni« Gott für die zurückliegende, in vielerlei Hinsicht segensreiche Zeit gedankt und in einer Art kleinen »Zukunftswerkstatt« überlegt, wie wir das Gemeindegebet zukünftig gestalten wollen. Ein leckeres Festessen gab es auch…
Wer sind denn »wir«?
Ja… neu ist z.B., dass wir das Gemeindegebet in einem Team leiten – wir sind zu siebt!* Wir haben zum Teil recht unterschiedliche Gebetsstile und auch inhaltlich bringen wir alle unterschiedliche Impulse mit. Genau dieses Potpourri ist der Schatz und birgt aus meiner Sicht ein riesiges Potential kraftvoll zu sein. Es braucht dabei aber auch Rücksichtnahme und Toleranz. (Mathias grinst)
Wie kann ich mir denn so einen Abend vorstellen?
Wir kommen alle aus unserem Alltag und schauen, dass wir erstmal zusammen vor Gott ankommen - Lobpreis ist dafür immer ein guter Einstieg. Die Person, die das Gebet vorbereitet, teilt mit uns zu Beginn einen geistlichen Impuls – das kann ein Text aus der Bibel sein, ein Thema, das sie besonders bewegt oder ein geistlicher Eindruck. Das greifen wir dann im Gebet auf. Ansonsten beten wir für aktuelle Anliegen der Gemeinde - alle Anwesenden können sich da einbringen.
Wie erlebt Ihr Gott beim Beten für die Gemeinde?
Ganz wichtig: Wir bitten immer vorab Gott, dass er uns im Gebet durch seinen Heiligen Geist leitet, und fragen Ihn, was Ihm für den jeweiligen Abend wichtig ist. Es geht ja nicht darum, dass wir uns als Gemeinde »Kraft unserer Wassersuppe« sowas wie selbstverwirklichen wollen. Entscheidend ist zu beten, was Gott uns aufs Herz legt.
Und was hat Er Euch aufs Herz gelegt?
Das, was wir alle auch im »Vaterunser« beten: DEIN Reich komme und DEIN Wille geschehe …. Okay, das klingt sehr abstrakt. Konkret beten wir für alle möglichen Gemeindeveranstaltungen, Ehen und Familien, Kranke, die Gemeindeleitung und dafür, dass Menschen im Stadtteil Jesus kennen lernen – die »Liste« ist aber offen…
Ist das nur Arbeit oder macht Euch das Beten auch Spaß?
Auf jeden Fall… ich empfinde beim Beten große Freude und halte es für ein Vorrecht, dass wir das machen dürfen! Am Ende sind wir oft selbst reich beschenkt, so dass es fast »unangenehm« ist, weil wir ja eigentlich der Gemeinde dienen wollten.
Was wird sich beim Gemeindegebet noch ändern?
Da ist noch nichts in Stein gemeißelt… gelegentlich wollen wir montags auf jeden Fall raus gehen und für die Menschen im Gemeindegebiet beten und sie segnen.* Wir sind auch am Überlegen, wie wir die Durchlässigkeit zur Gemeinde verbessern können. An dieser Stelle sei gesagt: bei uns ist jeder herzlich willkommen – kommt gerne montags mal vorbei, auch wenn ihr nur mal reinschnuppern wollt!
Was ist Dir bei alldem besonders wichtig?
Lasst uns in allem nicht vergessen, dass im Gebet aller Anfang liegt - lasst uns alles von Gott erwarten und uns den Teil beisteuern, der uns möglich ist!
Wäre das auch Dein Tipp an alle, die sich (gerade) mit dem Reden mit Gott schwertun?
Mir hilft es, mich daran zu erinnern, welches Vorrecht es ist, dem Schöpfer dieser Welt begegnen zu können und mit Ihm reden zu dürfen – das finde ich einfach… wow! Gleichzeitig ist Er wie ein guter Freund oder »Besti«, wie es heute heißt. Mit Ihm alles, also wirklich alles teilen zu können – auch, wenn ich Ihn nicht immer verstehe – ist doch eine Hammer-Einladung!
Was bedeutet für Dich Glaube im Alltag und wie beeinflusst er Deinen Alltag?
Ich lebe auf ein Ziel hin: das ewige Paradies, das nach dem Tod auf diejenigen wartet, die Jesus als ihren Erlöser und Herrn angenommen haben. Ich lebe in Vorfreude auf das Kommende – das macht das Leben deutlich erträglicher und relativiert Vieles, was mich ansonsten locker zu Grunde richten würde, wenn ich diese Hoffnung nicht hätte!
Amen dazu. Mathias, vielen Dank für das Interview und Danke für Deinen Dienst für die Gemeinde.
*Anmerkung der Redaktion:
Das Gemeindegebet findet jeden Montag im Gemeindehaus, Scharnhorststraße 29, von 20 – 21 Uhr statt.
Die Gebetsspaziergänge durch den Stadtteil werden vorab angekündigt, aktuell noch ausschließlich im Gottesdienst, alsbald auch über den Newsletter und den Veranstaltungskalender auf dieser Homepage.
Folgende Geschwister gehören zum Leitungsteam: Mathias Alberti, Klaus Bergmann, Matthias Bornmann, Silje Eick, Kristiane Flemmig, Markus Holtz, Albrecht Schödl.