Interview mit Jakob Schneider
Interview mit Jakob Schneider
31.05.2026 | Kirchvorsteher im Gespräch | Rückblick 2020-2026
Im September wird ein neuer Kirchenvorstand (KV) gewählt. Nach 6 Jahren Amtszeit ist das für die aktuellen Kirchvorsteher eine Gelegenheit innezuhalten, zurückzublicken und sich neu auszurichten. Bereits jetzt ist klar, dass einige aus dem höchsten Entscheidungsgremium der Gemeinde ausscheiden werden. In unserer Interviewreihe stellen wir Euch einige ausscheidende Kirchvorsteher und ihre Erlebnisse im Amt vor. Das Interview mit Jakob wurde Ende Mai per E-Mail von Silke Faber geführt.
Lieber Jakob, welche wichtigen Anliegen hattest du auf dem Herzen, als du vor 6 Jahren beschlossen hast, dich im Kirchenvorstand zu engagieren? Welche Dinge sind deiner Meinung nach gut gelungen und was ist noch offengeblieben?
Mir war es wichtig, eine Stimme für die Jugend im KV zu sein und die Wünsche und Belange meiner und der Folgegeneration einbringen zu können. Uns ist es gelungen, Formate für Junge Erwachsene zu schaffen, wo es lange eine Lücke in der Gemeinde gab. Der zweite große Bereich ist bei mir die Lobpreis und Technik Arbeit. Da war und ist mein großes Anliegen, die Abläufe zu professionalisieren, ohne aber die Prozesse zu verkomplizieren. Das dauert aber und ist noch nicht abgeschlossen.
Der KV ist auch Teamarbeit: Wie schätzt du die Zusammenarbeit im Kirchenvorstand ein?
Ich bin begeistert zu sehen, wie sich jeder mit seinen Gaben und Fähigkeiten einbringt und schätze sehr, dass so auch die verschiedensten Themenschwerpunkte (die einem selbst vielleicht gar nicht bewusst waren) beleuchtet und unterschiedliche Meinungen angehört und ausgehalten werden können.
Die vergangene Wahlperiode war auch von großen Umbrüchen geprägt. Wie ging es dir damit? Wo bist du an persönliche Grenzen gekommen? Was hast du gelernt? Was hat dir dabei geholfen?
Manche Entscheidungen sind mir sehr leicht gefallen, andere haben mich an meine Grenzen gebracht. Was mir auf jeden Fall geholfen hat, ist das Gebet und die Gewissheit, dass Gott alles zum Guten wendet!
Würdest du sagen, dass du in deiner Amtszeit Gott näher oder anders kennengelernt hast?
Ja, auf jeden Fall!
Welchen Rat möchtest du möglichen Kandidaten und neuen Kirchenvorstehern auf den Weg geben?
... auch wenn 22:00 »Schluss« ist, bist du trotzdem nicht vor halb 11 aus der Scharni raus, also schnapp dir die nächste freie Wohnung im Pfarrhaus, um nen kurzen Weg ins Bett zu haben.
Du bist jetzt 27 Jahre alt. Als junger Mann liegt die Zukunft noch vor dir. Was hast du jetzt nach dem geplanten Ausscheiden aus dem KV vor?
Da mein Leben arbeitsbedingt so ziemlich unplanbar ist, kann ich da recht wenig dazu sagen. Ich werde der Gemeinde im Lobpreis- und Technik- Bereich erhalten bleiben und ansonsten die neue freie Zeit für Familie, Freunde und Hobbys und vor allem zum Skaten nutzen.