Frauenwochenende im Kloster Volkenroda

11. bis 13. September 2026 | Kloster Volkenroda

Frauenwochenende

Rückblick auf das 1. Frauenwochenende »Geliebt – mit allen Ecken und Kanten« von Winnie Haag

Am 11. September folgten 6 Frauen aus Leipzig und Markkleeberg der Einladung von Annett Schödl zum Frauenwochenende ins Kloster Volkenroda. Es war ein abwechslungsreiches Wochenende mit Zeit für Gemeinschaft und Begegnungen sowie Kreativität, Ruhe und Gebet.

Unser Wochenende begann mit dem Abendgebet, gefolgt vom Abendessen im Refektorium. Die Tische waren geschmückt und es gab ein reichhaltiges, gesundes Buffet. Danach ging es in die Remise für eine seelische und thematische Einstimmung. Annett führte uns in das Wochenende ein und wir hatten Gelegenheit, uns näher kennenzulernen. Anschließend folgten wir Annett in den Raum der Stille. Dieser besondere Ort strahlte eine tiefe Ruhe aus. Im Kreis um das Kreuz setzten wir uns nieder, lasen wechselseitig einen Psalm, dessen Worte in der Gemeinschaft noch kraftvoller wurden. In dieser geborgenen Atmosphäre fühlten wir uns getragen von Gott und vernetzt miteinander durch den gemeinsamen Glauben. 

Der Samstag begann mit Morgengebet und Lobpreis in der Klosterkirche. Nach dem Frühstück startete die »Ankerzeit für Frauen« mit dem obigen Tagesthema. 

Ruth Pinke hielt einen Vortrag über eigene Grenzen, Probleme, Kämpfe, Wege und Lösungen. Sie zeigte Möglichkeiten des Umgangs mit täglichen Herausforderungen auf und machte Mut, zu sich, eigenen Bedürfnissen und Grenzen zu stehen. Die Zeugnisse von zwei Frauen waren unglaublich nah und ehrlich. Wie finden wir die Balance? Wie kommen wir durch Selbstfürsorge und Glauben zur Versöhnung und letztlich zur Veränderung? Diesen Fragen gingen wir nach. 

Um 13:00 Uhr ging es nach Vortrag und Austausch zum gemeinsamen Mittagessen. Einige kamen zum ersten Mal mit der legendären Klostersuppe in Kontakt. Am Tisch herrschte Begeisterung. Erholt durch die Pause begann die Erlebnis – und Kreativzeit inklusive Kleidertauschbörse. Die meisten Frauen kamen von hier glücklich und mit neuen Schätzen zurück. Ausprobieren konnten wir uns beim Trockenfilzen von Igeln und Kürbissen oder Kartengestaltung mit Aquarell. Bodypeeling konnte hergestellt werden für das Wellnessprogramm zu Hause. Stille in der Natur bot der meditative Spaziergang im Schweigen mit Schwester Johanna. Auch ein Gespräch und vertiefender Austausch mit Ruth Pinke, über den evangelischen Rosenkranz mit Schwester Hege sowie Lobpreis in der Klosterkirche waren möglich. Einen persönlichen Segen empfingen wir beim Abschluss der »Ankerzeit« in der Klosterkirche. 

Für uns Sieben ging es nun weiter zur Sonntagsbegrüßung. Nach biblischem Verständnis beginnt der Tag mit dem Abend. Es heißt »Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag« aus 1. Mose 1,5. Deshalb feiern die Juden den Beginn des Sabbats am Freitagabend. Anknüpfend daran ist für die Jesus-Bruderschaft der Samstagabend der Auftakt zum Sonntag. Über Licht, Wein und Brot wurde der Segen gesprochen. Wir sangen gemeinsam und sprachen Texte im Wechsel. Wein oder Traubensaft wurde weitergegeben und das Brot geteilt. Danach genossen wir ein leckeres Essen aus der Klosterküche.

Am Abend lud uns Annett zur Klosterführung ein. Wir erfuhren viel Interessantes über das 1131 von Zisterziensern gegründete Kloster Volkenroda. Wir hörten über die Vergangenheit, den Wiederaufbau, mutige und glaubensfeste Frauen sowie die Architektur gemäß der Philosophie »Auf den Fundamenten von gestern, mit den Materialien von heute, für morgen bauen«. 

Nach Gottesdienst und Mittagessen fuhren wir zurück nach Hause mit dem Gefühl, wunderbare Frauen und Freundinnen getroffen zu haben. Den Flyer für das nächste Jahr hatten wir natürlich in der Tasche.

Ein besonderer Dank gilt den geistlichen Begleiterinnen Sr. Miriam, Sr. Johanna und Sr. Hege sowie allen Organisatorinnen, die uns mit vielen Impulsen durch die gemeinsame Zeit geführt haben.