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Ev.-Luth. Andreaskirchgemeinde Leipzig

 

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Kernteamtreffen mit dem T4J

Wer von euch über 30 ist und noch keine Kinder über 14 hat, der weiß wahrscheinlich recht wenig über die Jugendarbeit in unserer Gemeinde. Zu denen gehöre ich auch. Also bin ich im Auftrag des Teams mal losgezogen, um uns zu informieren.

Was man landläufig als Junge Gemeinde kennt, ist bei uns der T4J – Teens for Jesus. So alle drei Wochen etwa trifft sich das sogenannte Kernteam um Markus Holtz, dem Diakon und Jugendleiter der Andreasgemeinde. Zum Team gehören Chiara Sommerfeld, Jannik Benndorf, Miriam Schneider und Jakob Lenk. Markus versteht sich als erster unter Gleichen und alle begegnen sich auf Augenhöhe. Sie verfolgen ja auch ein gemeinsames Ziel: Der Jugend dieser Gemeinde und allen gleichaltrig Interessierten, eine entspannte, geschützte und zurüstende Umgebung zu bieten, in der sie Jesus (besser) kennenlernen können. Falls Du dich fragst: jugendlich bist du von 14 bzw. von der Konfirmation an bis eigentlich ca. 25 Jahren. Und besagter Raum ist der ehemalige Sportraum der AHF (der freien christlichen August-Herrmann-Franke-Grundschule im Pavillon der Hoffnung).

Das Kerntam in seiner jetzigen Form mit Jugendlichen unter 18 Jahren gibt es seit Herbst 2017. Im Sommer zuvor schmiss Markus Holtz auf der Gemeindefreizeit in Siloah das Jugendprogramm nahezu alleine. Dort haben verschiedene Jugendliche schon erste Aufgaben übernommen und gründeten dann einige Monate später das Kernteam. Seitdem sind schon wieder zwei gegangen, wegen Studium und Wegzug und zwei Neue wurden nachberufen. Im Grunde wie im KV, nur dass da wohl keiner mehr zum Studieren wegzieht.

Die Kernteam-Treffen muss man sich vorstellen wie eine Lebenszelle mit erweitertem Orga-Teil. Es wird sich ausgetauscht, gesungen, gebetet und eben die letzten Abende, neue Termine und Organisatorisches besprochen. Und wie hätte es auch anders sein sollen: Die Jungen stehen vor den gleichen Herausforderungen wie die Älteren in verantwortungsvollen Positionen: Es muss (sich) organisiert werden; es braucht weitere Menschen, die mit anpacken; es braucht Verbindlichkeit; es braucht gelegentlich auch vollen Einsatz. Aber das Team hat seine Formel für die Orga gefunden. KATTMI. K wie Küche (Essen), A wie Atmosphäre (Raumgestaltung), doppel-T für Tagesleitung und für Technik und Beamer, M wie Musik (Lobpreis) und I wie Input/Impuls. Jeder „Job“ steht für einen zentralen Bereich bei einem T4J-Treffen und wird jede Woche neu vergeben, so dass aus dem gesamten Kreis jeder mal Verantwortung trägt und bzw. sich darin üben kann. Jeden zweiten Freitag gibt es außerdem vor den Treffen noch ein Bandcoaching für die aktuelle Lobpreisband von einem der Lehrer aus dem Kulturwerk. Das Team organisiert gerade noch ein Technik Coaching. Es darf auch hier professionell zugehen.

T4J Kernteam 2019

Von links nach rechts: Markus, Jakob, Chiara, Jannik und Miriam.

Das Kernteam hat sich als ganz pragmatisches Ziel gesetzt, eine Struktur zu schaffen, die nicht personengebunden ist, damit jemand weggehen und andere nachrücken können, ohne dass die Jugendarbeit daran zerbricht. Gleichzeitig wächst eine Leiterschaft aus der eignen Altersgruppe heraus, betont Markus. Daher fahren auf die jährliche Visionsrüstzeit nicht nur die Verantwortlichen aus dem Kernteam, sondern auch alle potentiellen Leiter mit. Das ist eine Zeit, in der die Gruppe ihr geistliches Leben stärkt und zusammenwächst. Und dennoch wünscht er sich auch jemand etwas Älteren, der Lust hat für längere Zeit mit dabei zu bleiben und Leiterschaft mitzutragen. Das muss auch niemand aus dem T4J heraus sein. Wer da Interesse hat, darf sich gerne bei ihm melden.

Das übergeordnete Ziel ist und bleibt aber der Bezug zu Jesus. Daher sind die Freitagstreffen auch keine bunten Abende, sondern Jesus und der Glauben an ihn stehen ganz klar im Vordergrund. Frei nach dem Motto: Den eigenen Glauben weitergeben kann auch Spaß machen. Die Gemeinschaft macht oft Neulingen oder Nicht-Christen den Zugang zu Jesus einfacher.

Markus selbst versteht sich als Raumgeber und JugendMITarbeiter, der den Jugendlichen hilft, sich selbst zu helfen. Leichte Kommunikationsschwierigkeiten gibt es, resultieren aber nur daher, dass er der Jugendsprache nicht ganz mächtig ist. Das macht er aber, wie ich empfinde, mit Entspanntheit und einem großen Vertrauen in die Fähigkeiten der Jugendlichen wieder wett. Und das Team respektiert ihn dafür, nicht so sein zu wollen wie sie. Immerhin bietet die geschaffene Struktur eine gute Gelegenheit für sie, in ihre Aufgaben hineinzuwachsen. Das gute Miteinander empfindet er auch als besonderen Segen in seiner Arbeit. Er ist nicht da, um irgendetwas vorzugeben. Gerne übernimmt er den Input. Er korrigiert nur, wenn irgendwas aus den Rudern läuft. Aber wann passiert das schon mal?!

Ich bin reichlich begeistert: Hier passiert gezielte Nachwuchsförderung in den verschiedensten Bereichen. Als Gemeinde hatten wir bereits mehrfach das Vergnügen, von der Band im Gottesdienst im Lobpreis angeleitete zu werden und den jungen Talenten zuzuhören. Die Band nimmt auch immer mal wieder Gelegenheiten war auswärts zu spielen, wie zuletzt am 30. März auf dem Schulbewegertag der SMD (Studentenmission in Deutschland) in Chemnitz. Die Jugendlichen des Kernteams und der größeren Kreis an Engagierten wachsen fast nebenbei in Verantwortung hinein, haben großartige Entwicklungsmöglichkeiten in einem geschützten Raum, können sich ausprobieren und gemeinsam Dinge auf die Beine stellen. An den Freitagabenden begegnen sich Christen in jedem „Entwicklungsstadium“, jeder wird gesehen. Wenn das kein fruchtbarer Boden für junge Christen ist …

Die Jugendlichen und Markus freuen sich, dass die Jugendleiterstelle bis über den Jahreswechsel 2019/2020 hinaus finanziert ist und danken herzlich allen Spendern: "Ihr seid ein Segen!".

Vielen Dank an das Kernteam, mich hinter die Kulissen blicken zu lassen.

T4J Luft schnuppern: immer freitags während der Schulzeit ab 19 Uhr im Pavillon, Jugendraum 2.OG. Come as you are.


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