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Ev.-Luth. Andreaskirchgemeinde Leipzig

 

ANDREASGEMEINDE

Interview mit Monik Schellenberg

Weltgebetstag 2021

Liebe Mitbeter zum Weltgebetstag!

Dieses Jahr findet der Weltgebetstag am Freitag, dem 5. März, statt. In allen Ländern der Erde beten an diesem Tag Menschen für die Inselgruppe Vanuatu.

Diese Inselgruppe liegt zwischen Australien, Neuseeland und den Fidschiinseln und ist von Naturkatastrophen sehr bedroht. Vanuatu braucht Gebetsunterstützung. Immer wieder fragen sich die dort lebenden Menschen: „Worauf bauen wir? Was trägt unser Leben, wenn alles ins Wanken gerät?“

Die Bewohner der Inselgruppe stellen sich mit diesen Fragen uns vor und bitten uns, mit ihnen ins Gebet zu gehen. Eine Gebetsordnung führt uns in das weltumspannende Gebet.

Da dieses Jahr der Präsenzgottesdienst mit allen Gemeinden der Südvorstadt Leipzig nicht stattfinden kann, laden wir herzlich zum TV Gottesdienst ein.

Auf Bibel TV wird am 5. März um 19:00 Uhr ein Gebetsgottesdienst zum Weltgebetstag  übertragen.

 

Wer möchte, kann auf diese Weise mit teilhaben, die Inselgruppe in ihrer Schönheit und mit ihren Problemen kennenlernen und sie im Gebet begleiten.

So wünsche ich uns allen einen gesegneten Gottesdienst.

Bleibt behütet und unter Gottes Schutz und Segen,

Eure Christiane Lohöfener

 

Im Anschluss, so gegen 20:00 Uhr, werden wir noch eine Zoomgruppe bilden, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Wer Interesse hat, an diesem Zoom-Meeting teilzunehmen, kann den Zugangscode von mir bekommen. Bitte über Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Tel. 0341/3586222

Wer Weltgebetstags-Projekte finanziell unterstützen möchte, kann dies gern tun.

Infos über www.weltgebetstag.de

Spendenkonto:

Kontoinhaber: Ev.-Luth. Kirchenbezirk Leipzig
IBAN: DE68 3506 0190 1620 4790 35
BIC: GENODE D1 DKD
Bank: Bank für Kirche und Diakonie – LKG Sachsen
(Bei der automatischen BLZ-Erkennung wird oft angezeigt: "Bank für Kirche und Diakonie - KD-Bank Dortmund". Das ist ebenfalls richtig.)

Verwendungszweck "1907 Weltgebetstag 2021" (bitte immer "1907" angeben. Dies ist unsere Rechtsträgernummer.)

Neues aus dem Kirchenvorstand - Newsletter 03/2021

Bericht von der Sitzung des Kirchenvorstandes am 18. Februar 2021

Der im letzten Jahr neu gewählte KV (Kirchenvorstand) trat am 18. Februar 2021 zu seiner 7. Sitzung zusammen. Was, die 7. Sitzung in nur drei Monaten? Ja, wir erleben dynamische Entwicklungen in unserer Gemeinde, da wird dem KV mit dem Vorsitzenden Christian Keller viel abverlangt!

Zum „Warmwerden“ haben wir den Haushaltsabschluss unserer Gemeinde für das Jahr 2020 einstimmig bestätigen können. Herzlichen Dank an das Finanzteam mit Björn Karachouli und Harald Flemmig, dass wir das letzte Jahr wieder mit einem ausgeglichenen Haushalt beenden konnten.

Mit großer Freude haben wir das Hygienekonzept der AKG (Ev.-Luth. Andreaskirchgemeinde) erweitert: Die Musiker dürfen wieder an zwei Stellen im Gottesdienst singen! Noch muss die Gemeinde dabei schweigen, doch draußen, vor der Halle, darf gesungen werden, zwar mit Maske, aber dennoch … Wer bringt sich hier mit ein und singt vor dem Gottesdienst draußen? (https://www.andreasgemeinde.org/323-%C3%A4nderungen-hygieneschutzkonzept-beschluss-des-kirchenvorstandes-vom-03-11-2020.html)

Die diesjährige Konfirmation planen wir etwas später als gewöhnlich, etwa Anfang Sommer. Diakon Markus Holtz wird den genauen Termin mit den Konfirmanden und ihren Familien klären.

Den Hauptteil der KV-Sitzung nahm die Auswertung der Gemeindeversammlung am 13. Februar 2021 ein. In dieser Veranstaltung hatte der KV seine Entscheidung erläutert, die Landeskirche um Entbindung von Pfr. Thomas Piehler von seinen Aufgaben in der AKG zu bitten. Pfr. Thomas Piehler wurde anschließend Raum für seine Darstellung gegeben. In acht Kleingruppen konnten sich die Teilnehmer dann austauschen und erzählen, wie es ihnen persönlich mit der Situation geht. Einige Kernsätze aus den Gruppen wurden im abschließenden Plenum genannt.

In den telefonischen und schriftlichen Rückmeldungen erlebt der KV eine sehr große Bandbreite von Standpunkten. Da gibt es Kritik an einer zu schnellen Entscheidung, jedoch auch Bestätigung, dass der KV ganz richtig entschieden hat. Auch vor diesem Hintergrund haben wir uns neu gefragt, ob die Entscheidung zur Trennung von Thomas Piehler wirklich richtig war? Wir konnten einstimmig entscheiden und haben den Beschluss zur Trennung von Thomas Piehler der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens übergeben.

Der KV weiß, dass es noch sehr vieler aufklärender Gespräche mit Verantwortlichen und Gemeindegliedern bedarf. Da gibt es keinen raschen Schlusspunkt. Gesprächspartner wurden im Sondernewsletter vom 7. Februar schon genannt. Dazu gibt es eine Liste von seelsorgerlichen Ansprechpartnern im Gemeindebüro. Bitte wendet Euch-am besten telefonisch-dorthin (Tel. 0341-309060), und ein Kontakt wird hergestellt. Zudem darf jeder auch jeden Kirchenvorstehenden direkt ansprechen, dazu einfach per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! um eine Telefon-Nr. bitten.

Es gab in der Gemeindeversammlung auch die Frage bzw. Mahnung wegen professioneller externer Begleitung des KV und der Gemeinde in dieser schwierigen Situation. Der KV hat bereits angestoßen, eine geeignete Person zu finden.

Ein Extra-Thema ist die Zusammenarbeit des KV insbesondere mit dem Pavillon-Vorstand. Auch da wird die weitere Verfahrensweise in der nächsten Zeit abgestimmt. Der KV bekennt sich ausdrücklich zum Gemeindeprofil und zur Zusammenarbeit mit den befreundeten Vereinen.

Im Februar haben die KV-Vertreter Christian, Harald und Manfred mit dem Superintendenten Pfr. Sebastian Feydt ein langes Gespräch in einer offenen Atmosphäre geführt. Die Sorge des Sup. gilt zuerst der Aufrechterhaltung der geistlichen Arbeit der Gemeinde. Wer wird nun predigen? Wer übernimmt Kasualien (Taufen, Trauungen, Beerdigungen und andere Amtshandlungen)? Auch der offene Status der Gemeinde in der Strukturreform kam zur Sprache. Wir sind gespannt, welchem Nachbarpfarrer eine Vakanzvertretung übertragen wird. Mit einer längerfristig freien Stelle müssen wir wohl rechnen. Christian wird in engem Kontakt mit dem Sup. bleiben.

Gerade haben wir das neue Gemeindeblatt März bis Mai 2021 bekommen. Kaum ist es da, ist es schon nicht mehr aktuell! In den gegenwärtigen Zeiten und in unserer speziellen Situation gibt es fortlaufend Anpassungen von Veranstaltungen. Aktuelle Informationen kann hier nur unsere Internetseite https:/www.andreasgemeinde.org/ liefern.

Schließlich waren noch weitere KV-interne Dinge durchzusprechen, und das erforderte eine „Nachspielzeit“ der Sitzung.

Der KV dankt allen, die für diese Sitzung mit ihren wichtigen Aussprachen und Entscheidungen gebetet haben und ermutigt alle, auch in Zukunft sowohl für die Gemeindeleitung als auch für die Gemeinde im Gebet einzustehen.

Die nächste Sitzung des KV findet am 24. März statt. Anträge bzw. Anfragen usw. bitte bis 10. März an den Vorsitzenden Christian Keller senden.

Ermutigungsbrief von Landesbischof Tobias Bilz

Liebe Schwestern und Brüder,

bereits wenige Wochen nach meinem Weihnachtsbrief möchte ich Ihnen erneut schreiben. Meine Zeilen richten sich an alle Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen unserer Landeskirche sowie den ihr verbundenen Werken und Diensten. Mit Matthäus 11, 28 ff. (BasisBibel) möchte ich Sie für die kommenden Wochen und Monate ermutigen:

Jesus Christus spricht: „Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch abmüht und belastet seid! Ich will euch Ruhe schenken. Nehmt das Joch auf euch, das ich euch gebe. Lernt von mir: Ich meine es gut mit euch und sehe auf niemanden herab. Dann werden eure Seelen Ruhe finden. Denn mein Joch ist leicht. Und was ich euch zu tragen gebe, ist keine Last.“

In ersten Begegnungen im neuen Jahr fällt mir auf, dass trotz einiger Tage der Erholung viele aus den Weihnachtsfeiertagen müde herausgekommen sind. Bis zuletzt waren wir darauf fokussiert, das Christfest unter den gegebenen Umständen zu einem wirklichen Fest werden zu lassen. Wir haben uns die notwendigen Entscheidungen nicht leicht gemacht und mit großer Hingabe Weihnachten vorbereitet und gestaltet. Vielfältige Berichte aus unseren Gemeinden, aber auch aus Häusern und Familien erreichen mich. Sie zeugen davon, dass Gott uns in dieser Zeit besonders nahegekommen ist. Auch 2020 hat sich erfüllt, was Kaspar Friedrich Nachtenhöfer 1684 in „Dies ist die Nacht, da mir erschienen“ so formuliert hat: „Drum Jesu, schöne Weihnachtssonne, bestrahle mich mit deiner Gunst; dein Licht sei meine Weihnachtswonne und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachtsglanzes voll.“ Ja, auf diesem Weihnachtsfest hat trotz aller Schwierigkeiten und Anstrengungen ein besonderer Glanz gelegen.

Wie kommt es dann, dass bei vielen von uns der Weihnachtsglanz so schnell wieder verblasst ist? Gewiss hat es etwas damit zu tun, dass unsere Probleme nach Weihnachten nicht verschwunden sind, im Gegenteil. Es fällt schwer, die Lasten unter den gegebenen und neuen Einschränkungen erneut zu schultern und für unbestimmte Zeit zu tragen. Dabei haben wir als kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zusätzlich damit zu kämpfen, dass wir aus tiefer innerer Überzeugung heraus handeln. Unser Einsatz folgt nicht in erster Linie der Pflicht, sondern einem Herzensanliegen. Deshalb muss es uns erschüttern, wenn wir jetzt nicht wie gewohnt aktiv sein können. Dazu kommt, dass sowohl das geistliche Leben als auch der Dienst am Menschen seinem Wesen nach ein Beziehungsgeschehen ist. Dessen Vollzüge aber werden gerade schwer gestört.

Schließlich plagen uns Sorgen um die Zukunft: Wird unser Dienst dauerhaft geschädigt bleiben? Müssen wir damit rechnen, dass sich der Relevanzverlust des Glaubens für das Leben der Menschen noch beschleunigt? Wie fangen wir finanzielle Verluste auf? Werden wir uns als Kirche in der Not als hilfreich erwiesen haben?

Das alles und vieles mehr führt dazu, dass wir uns abmühen und belastet sind. Wir wissen zwar, dass sich in der aktuellen Situation auch Chancen für Neues oder Alternatives ergeben. Oftmals aber fehlen Kraft und Kreativität dafür. Wir sind wie Trauernde, denen noch der neue Lebensmut fehlt.

Wenn das so ist, gilt uns die besondere Aufforderung, damit zu Jesus Christus zu kommen, um bei ihm Ruhe zu finden. Dafür gibt es vielfältige Möglichkeiten. „Leidet jemand unter euch, der bete!“ (Jakobus 5, 13). Ich bin der Meinung, dass die Corona-Pandemie uns dazu auffordert, uns auf die Quellen unseres geistlichen Lebens zu besinnen und sie zu nutzen. Dazu gehört natürlich das Gebet aber auch die Bibellese und verschiedene Formen der persönlichen Andacht. Inspirierende Literatur, Zeiten des Schweigens und der bewussten Passivität sowie Einzelgespräche können genauso zu Kraftquellen werden, wie das Musizieren „nur für mich selbst“ oder die Zwiesprache mit Gott auf dem täglichen Weg. Wichtig scheint mir zu sein, dass es sich dabei nicht um eine zusätzliche Anstrengung handelt, sondern um einen Vollzug, der zum Frieden mit Gott und mit der Situation führt. Gewiss, die unterstützende Gemeinschaft ist jetzt auf wenige Personen reduziert. Persönliche Freundschaften aber können sich intensivieren, wenn wir in ihnen Freude und Leid teilen sowie miteinander beten. Ich ermutige ausdrücklich zu kleinen gottesdienstlichen Formaten. Sie sind wichtige geistliche Anker, wenn alles infrage gestellt ist. Dafür und für vielfältige andere Wege zu den Quellen brauchen wir Zeit. Manche Wege müssen neu angelegt werden, andere gilt es wieder freizulegen. Das Ziel ist, dass wir vom Wasser des Lebens trinken und neue Kraft gewinnen.

Wenn das geschieht, können wir uns auch neu den aktuellen Herausforderungen stellen. Es gilt ein Joch zu tragen. Es ist das, welches uns Jesus Christus gibt und uns bittet es anzunehmen. Ein Joch ist in der Argumentation des Jesus-Wortes keine Last, sondern ein Hilfsmittel, um etwas zum Guten zu bewegen. Ich stelle mir diese spezielle Holzstange vor, die auf dem Nacken ruhend eine Tragehilfe ist. Links und rechts können Lasten oder Gefäße angehängt werden. Vielleicht Wasserbehälter? Wenn wir diesen Gedanken verfolgen, wird uns bewusst, dass wir mit dem, was uns selbst erfrischt hat, anderen dienen können. Das Joch wird uns als Hilfe gereicht, wir selbst bestimmen mit, was wir für andere tragen wollen. Es gilt den Trost weiterzugeben, den man selbst empfangen hat (2. Korinther 1, 4).

Im Moment ist weniger die Zeit von Veranstaltungen und Projekten, sondern die der gegenseitigen Bestärkung. Ich unterstütze es besonders, wenn viele von Ihnen jetzt Ausschau nach denen halten, die konkrete Zuwendung brauchen und ihnen mit dem helfen, was sie zur Verfügung haben. Manchmal wird das im Rahmen unseres gewohnten Dienstes oder Engagements möglich sein, andermal werden wir neue Wege zu beschreiten haben. Das wird davon abhängen, welche Not uns begegnet und welche Möglichkeiten sich auftun. Sinn und Ziel unseres Einsatzes ist es, anderen in diesen Durchhaltewochen zur Seite zu stehen. Das Wasser des Lebens soll auf vielfältige Weise gereicht werden. 

Liebe Schwestern und Brüder, während ich diese Zeilen schreibe, habe ich unterschiedlichste Menschen vor Augen. Manche, die ich kenne und andere von denen ich gehört habe. Ich sehe sie in vielfältigen Herausforderungen: bei der Organisation alternativen Gemeindelebens genauso wie auf den Friedhöfen, bei der Arbeit in unseren diakonischen Einrichtungen wie bei der Produktion von Online-Angeboten, in der Seelsorge und beim Schreiben von Briefen. Mein Herz ist bei den engagierten Jugendlichen, die jetzt ausgebremst werden und bei den Sängerinnen und Sängern, deren Stimmen jetzt schweigen. Ich spüre die Ungeduld derer, die (neu) in unseren Gremien aktiv werden wollen und doch nur sehr eingeschränkt beginnen können. Mir begegnet auch der Ärger mancher, die sich ein völlig anderes Krisenmanagement wünschen. Sie alle wollen etwas bewirken und stoßen doch an Grenzen.

Nach meinem Eindruck gibt es bei aller Unterschiedlichkeit der Belastung eine Anfechtung, mit der viele von uns zu kämpfen haben, die der Niedergeschlagenheit. In der frühen Christenheit wurde sie Acedia genannt, die zur Untätigkeit gekommene Energie. Den der Acedia verfallenen Menschen fehlt die Kraft, die Vergeblichkeit ihrer Situation zu verarbeiten und der Schwung, sich daraus zu erheben. Es ist eine beschwerende Traurigkeit, die den Geist des Menschen so niederdrückt, dass er die Lust verliert, irgendetwas zu unternehmen. Der sich daraus ergebende Kleinmut unterschätzt die eigenen Möglichkeiten.

Dem gilt es zu widerstehen, mit Mut und Geduld, Beharrlichkeit und Achtsamkeit. Lasst uns gut und groß von unserem Tun denken! Ein Straffen unter dem Joch ist notwendig, damit wir wieder zuversichtlich und aufrecht tragen, was die Not anderer lindern wird. Dabei helfen besonders das aufrichtende Wort und die tatkräftige Hilfe derer, die mit uns auf dem Weg sind. Unser Zusammenhalt ist jetzt besonders wichtig!

Schließlich gibt uns auch die Gewissheit Kraft, dass jeder Anfechtung eine Grenze gesetzt ist, durch den, der sie zugelassen hat. Mit Gottes Hilfe werden wir neue Perspektiven gewinnen.

So bete ich dafür, dass Sie der Einladung von Jesus Christus folgen und ablegen können, was Sie beschwert. Ich wünsche Ihnen Zeiten der Ruhe und Erfahrungen der Erfrischung. Zugleich bestärke ich Sie darin, die Ihnen zur Verfügung stehenden Mittel mutig einzusetzen, um für andere da zu sein. Gott segne Ihr Tun und Lassen!

Von Herzen verbunden

Ihr Tobias Bilz

Landesbischof

Rückblick auf ein kreatives Hauskreisjahr

ein Bericht von Christiane Lohöfener

Mit Dankbarkeit schauen wir auf ein Jahr mit vielen Veränderungen zurück. Es gab fast keinen Monat, wo der „normale“ Hauskreis stattfinden konnte und dennoch hatten wir fast jede Woche einen guten Hauskreisabend. Viele verschiedene Möglichkeiten nutzen wir, um in Kontakt zu bleiben.

Im ersten Lockdown trafen wir uns per Skype, mit allen Schwierigkeiten, wir konnten uns austauschen, füreinander beten und versuchten gemeinsam zu singen. Das ergab einen echten Lacherfolg, nun wissen wir es besser, wie Singen mit dem Computer geht. Dann trafen wir uns für einige Male im Gemeindehaus, mit Abstand und Hygieneregeln. Es war wie ein Geschenk, uns wiederzusehen. Dann gab es Abende, wo wir Gebetsspaziergänge gemacht haben in den Stadtbezirken, wo wir alle wohnen. Wir beteten für die Menschen, die uns begegneten, waren auf besonders kritischen Parkanlagen und Spielplätzen, beteten für die Kirchgemeinden in den Stadtbezirken und baten um Gottes Segen über unsere Stadt. Das waren besonders beeindruckende Abende. Nach der Sommerpause nahmen wir am Grundkurs des Glaubens teil. Jeder von uns konnte wieder einen weiteren Glaubensschritt gehen oder den Heiligen Geist neu empfangen. Es waren glaubensstarke Abende. Auch ein gemeinsames Wochenende im offenen Oktober, mit Wanderungen, Kirchenbesichtigungen und Austausch hat uns in diesem Coronajahr zusammengehalten. Das Hauskreisjahr beschlossen wir im Dezember mit Adventsandachten im Gemeindehaus. Auch wenn nicht immer alle teilnehmen konnten, wissen wir, wir gehören zusammen. So wollen wir nun in ein neues Jahr starten und Gott um seinen Segen und seine Kreativität zur Gestaltung der Hauskreis/Lebenszellarbeit in unserer Gemeinde bitten.

Welche Hauskreis-Erfahrungen wurden im letzten Jahr noch gemacht? Was können wir voneinander lernen? Gern könnt Ihr erzählen. Eure Erlebnisse sind Mutmacher für kommende Monate.

Wer noch einen Hauskreis/ Lebenszelle sucht, meldet sich bitte bei Maya Enghardt:

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Es grüßt Euch ein Hauskreis aus der Andreasgemeinde

Moldawien für Anfänger

Vom 28.12.2020 bis 5.1.2021 hatte ich die Gelegenheit, Andreas Haller bei seiner Reise nach Moldawien zu begleiten. Gern wollte ich mir ein eigenes Bild davon machen, wohin genau die Weihnachtspakete gehen, die wir im Hort der August-Hermann-Francke-Schule in Leipzig und auch in meiner Familie seit ca. 8 Jahren packen. Geplant war eine Reisegruppe von 6 bis 8 Leuten. Durch Corona war zwischenzeitlich nicht klar, ob die Reise überhaupt stattfinden kann. Schließlich kam die Genehmigung vom Moldawischen Gesundheitsministerium, dass 2 Leute im Rahmen eines humanitären Hilfstransportes fahren dürfen. So machten sich Andreas und ich auf den Weg. Begleitet wurden wir von Marko und Domenic aus Greiz, die ebenfalls als humanitäre Helfer mit ihrem Transporter unterwegs waren.

Wir reisten am ersten Tag nach Talmaciu in die Nähe von Sibiu, Rumänien, wo wir sehr freundlich von Familie Bunduc, einer rumänisch-deutschen Missionarsfamilie, aufgenommen wurden. Am nächsten Morgen fuhren wir zu einer Zigani nach Codlea, Rumänien, und lieferten in der dortigen Pfingstgemeinde ca. 140 Weihnachtspakete ab. So einen Wohnort hatte ich bisher noch nicht gesehen. Die Siedlung liegt malerisch am Fuß eines Berges. In den bunt durcheinander gebauten, mehr oder weniger stabil wirkenden Häuschen wohnen geschätzte 400-500 Menschen. Es war ziemlich vermüllt und liederlich, Hunde streunten umher, ein Pferdefuhrwerk bog aus dem Hof, hinter dem Zaun hörte man ein Schwein grunzen, Teppiche hingen über der Mauer zum Lüften ... und mittendrin baut Gott sein Reich!

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Nach einem Abstecher in eine Kirchenburg in Siebenbürgen ging die Reise weiter über die Karpaten nach Moldawien. Nach 2 Stunden an der Grenze durften wir moldawischen Boden betreten. Das Erste, was mir auffiel, waren die Straßen, die mich an LPG-Wege erinnerten, die vielen Wallnuss- bäume und die Brunnen vor den Häusern - wie bei Frau Holle. Wir fuhren schnell noch bei Marius, einem rumänischen Missionar in Hijdieni vorbei, um einige Dinge abzuliefern, und kamen am späteren Abend bei der christlichen Gemeinde „Elim“ in Singerei an. Vasile Cosovan, der Gemeindeleiter, erwartete uns und wir bezogen unser Quartier - die Gästeräume der Gemeinde.

Am nächsten Morgen fuhren wir in die Stadt zum Geld tauschen und ich konnte mich auf dem Markt mit Obst und Gemüse versorgen. Anschließend zeigte mir Andreas das Gemeindegelände, das sich von deutschen erheblich unterscheidet. Da gibt es das Gemeindegebäude mit 2 Gästezimmern, Bad, WC, Gemeinschaftsküche und Versammlungsraum für 700 Leute. Im Außenbereich findet man eine Toilettenanlage, einen großen Pavillon, viele Wallnuss- und Obstbäume, ein Gebäude mit Tischler- werkstatt, Lager, Gruppenräumen, ein anderes Gebäude mit Kfz-Werkstatt TÜV und Autowaschanlage sowie ein Bistro, was verpachtet ist. Des Weiteren sind etliche Busse auf dem Hof geparkt, die zur sonntäglichen Abholung der Kinder von den Dörfern zum Gottesdienst dienen. Dann gibt es mindestens 2 Kettenhunde, Kühe, Schweine, Enten, Katzen und Hühner, um die sich ein Hausmeisterehepaar kümmert, die eine klitzekleine Wohnung am Bistro hat.

Da in diesem Jahr kein Gottesdienst mit allen Kindern stattfinden durfte, mussten die Pakete in die Dörfer zu den Kindern gebracht werden. So beluden wir den Transporter und fuhren gemeinsam mit moldawischen Geschwistern zum ersten Dorf „Pepeni“ (heißt Gurke). Die Kinder und Familien waren vorher telefonisch informiert worden, wann und wohin sie kommen sollten, um ihre Weihnachtspakete zu erhalten. So wurden wir an verschiedenen Treffpunkten erwartet. Die Paketempfänger wurden in Listen verzeichnet und dann oblag es Andreas, aus der Ladung das passende Paket (Alter, Geschlecht) für das jeweilige Kind herauszusuchen, was keine leichte Aufgabe war. Eine alleinerziehende Mutter bat uns, ihr Haus anzuschauen. So fuhren wir hin. Die vordere Mauer des Gebäudes war stark beschädigt. Andreas verschaffte sich ein Bild vom Zustand des Hauses und betrat zu diesem Zweck auch die Innenräume. Ich folgte ihm. Das vordere Zimmer mit beschädigter Wand wurde nicht mehr zum Wohnen genutzt, dort lagen nur Sachen herum. Es gab noch ein oder zwei andere bewohnbare Räume, in denen sich etliche Personen aufhielten. Es war sehr armselig und verkommen. Die Mutter weinte, als sie uns ihre Lage schilderte. Aus eigenen Kräften ist es ihr unmöglich, an dieser Situation etwas zu verändern.

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Die traurigste Begebenheit auf dieser Reise war ein Besuch bei Nicolai (ca. 20 Jahre) und seiner Oma. Das Haus der beiden sah von außen unbewohnt aus, weil es so heruntergekommen war. Im Eingangsbereich lag ein kleiner schmuddeliger Hund im Dreck. Im Inneren gab es tatsächlich einen Raum, in dem Menschen waren. Wir betraten ein dunkles, schmutziges Loch. Auf einer Matratze saß oder lag eine alte kleine Frau mit strähnigen Haaren, die uns aus ihren großen Augen anblickte, zugedeckt mit schäbigen Decken. Nicolai und ein Freund waren im gleichen Raum, in dem noch ein Bett mit Matratze zu sehen war. Ein Ofen stand in der Mitte der Behausung und spendete spärliche Wärme. Vielleicht gab es noch eine Art Küchenschrank. Ein Behälter mit schmutzigem Wasser, Essensreste und anderer Unrat waren zu sehen - was für ein Elend. Nicolai, der von Geburt an zusammengewachsene Finger und Zehen hatte und dem schon eine Operation zur Korrektur ermöglicht worden war, zeigte sich gegenüber Unterstützungsangeboten hinsichtlich einer Ausbildung und einer weiteren OP, damit er seine Hände noch besser nutzen kann, scheinbar uninteressiert. Mehr als ein Weihnachtspaket zu geben, ermutigende Worte und ein Gebet zu sprechen, konnten wir in diesem Moment nicht für ihn tun.

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An den nächsten 3 Tage waren wir immer wieder zum Pakete verteilen in den Dörfern unterwegs. Der Transporter musste sich häufig durch schlammige Wege wühlen. Dementsprechend sahen auch unsere Schuhe aus. Mit einzelnen Personen konnten wir etwas intensiver reden, sie zeigten uns ihr Grundstück oder Haus oder wir konnten für sie beten. Da ich kein Rumänisch spreche und auch meine Russischkenntnisse zu gering sind, konnte ich leider keine Gespräche mit den moldawischen Leuten führen. Das war bedauerlich - ich musste mich auf „Guten Tag“, „Bitte“ beim Austeilen von Kalendern und Kinderzeitschriften sowie „Fröhliche Weihnachten“ beschränken. Zum Fotografieren taugte ich auch. Da durch den Besuch auf den Dörfern mehr Personen ein Paket abholten als in den anderen Jahren, als diese in der Gemeinde ausgeteilt wurden, konnten wir im letzten Dorf leider nicht mehr jedem Kind ein Paket geben. Das letzte Paket musste sich eine Familie teilen - das gab Tränen bei einem Mädchen und tat mir sehr leid.

Am 2.1. fuhren wir zur Feuerwehr nach Straseni in die Nähe der Hauptstadt Chisinau und übergaben eine Spende der Schkeuditzer Feuerwehr. Vasile Zaharia, der Chef dieser Feuerwache, erzählte uns u. a. welche Pläne er hat, um in dieser Region ausreichend Feuerwehrstationen aufzubauen, damit sie bei Bränden schnell vor Ort sein können. Ein engagierter Mensch mit einer Vision für seine lebensrettende Aufgabe (unter den schwierigen moldawischen Bedingungen) - das hat mich sehr beeindruckt. Am frühen Nachmittag waren wir ins Landratsamt eingeladen. Der Landrat, sein Stellvertreter und Ehefrau empfingen uns herzlich mit selbstgebackenen Plazenten und äußerten ihren Wunsch, eine Kooperation mit einer deutschen Stadt oder einem Landkreis einzugehen. Es wäre sicherlich ein großer Gewinn, nicht nur für die moldawische Seite, wenn eine solche Partnerschaft zustande kommen würde.

Am Sonntagmorgen, den 3.1. kamen die Kinder und einige meist ältere Menschen aus Singerei und Umgebung, um ihre Weihnachtsgeschenke abzuholen. Andreas hielt eine kurze Ansprache vor dem Tor, es wurde ein gemeinsames Lied gesungen und gebetet. Dann öffneten sich die Tore zum Gemeindegelände, die Kinder wurden eingelassen und konnten, nachdem sie auf der Liste unterschrieben hatten, ihr Paket in Empfang nehmen und nach Hause tragen. Marko aus Greiz, der das Alter der Kinder erfragte, war häufig überrascht, wie alt manche Kinder schon waren, obwohl sie noch so jung aussahen - wahrscheinlich die Folge einer mangelhaften Ernährung. Gott sei Dank reichten die Pakete dieses Mal! Am Nachmittag besuchten wir noch einmal Marius und seine Familie. Bei Tee, Gebäck und selbst gepresstem Traubensaft redeten und beteten wir miteinander. Auch dort übergaben wir noch einmal 32 Pakte für die Kinderarbeit.

Seit Montagmorgen befinden wir uns nun auf der Heimfahrt. Wir entfernen uns mehr und mehr von einem kleinen armen Land mit kostbaren Menschen. Bei manchen von ihnen ist es unerklärlich, wie sie überleben können. Ein Land, das schon bessere Zeiten gesehen hat. Ein Land, in dem ich zwar nicht gerne ein Hund an der Kette wäre, aber ein Huhn oder eine Ente, die meist frei herumlaufen können. Oder ein Schaf in einer der vielen Herden, die sich mit ihrem Hirten bimmelnd durch die Landschaft bewegen. Ein fruchtbares Land, wenn genug Regen kommt, von dessen Bewirtschaftung und Ertrag die Menschen direkt abhängig sind. Es war toll, einmal dort gewesen zu sein und die Eindrücke in die eigene Sicht auf die Welt einfließen zu lassen. Verglichen mit dem dortigen Leben, leben die meisten Deutschen wie Fürsten. Und sicherlich möchte ich mich dafür engagieren, dass im nächsten Jahr jedes Kind, das kommt, ein Weihnachtspaket erhalten kann.

Elke Holtz, 5. Januar 2021

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Neues aus dem Kirchenvorstand - Sondernewsletter 12/2020

Am 19. Dezember trat der Kirchenvorstand zu einer Online-Sitzung zusammen. Folgendes kann der Gemeinde bekannt gegeben werden:

  • Schriftliche Anliegen an den KV sind bitte direkt an den Vorsitzenden Christian Keller Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zu richten. Zudem stehen alle Kirchvorsteherinnen und Kirchvorsteher zur persönlichen Ansprache zur Verfügung.
  • Aufgrund der Bestimmungen der EVLKS wird bis zum 10.01.2021 auf Gesang und Blasinstrumente in den Gottesdiensten verzichtet.
  • Die Platzkapazität der Messehalle wurde auf 196 Plätze reduziert, sodass nun zwischen den Sitzgruppen mindestens 2 Meter Abstand eingehalten wird.
  • Ein Kindergottesdienst kann bis zum 17.01. leider nicht stattfinden.
  • Der große Leitertag am 16.01. wird in einer abgespeckten Form online stattfinden. Die Eingeladenen erhalten noch entsprechende Informationen.

Am 03. Dezember trat der neue Kirchenvorstand zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Folgendes kann der Gemeinde bekannt gegeben werden:

  • Zum Vorsitzenden des Kirchenvorstandes wurde Christian Keller gewählt. Als Stellvertreter fungiert qua Amt unser Pfarrer Thomas Piehler.
  • Der Gottesdienst mit Krippenspiel soll wie geplant durchgeführt werden. Auch für Weihnachten fürs Volk liegt ein grundsätzliches Ok für die Durchführung seitens des Gesundheitsamts vor.
  • Das Hygienekonzept der Gemeinde wurde den neuen Corona-Schutz-Verordnungen des Freistaats Sachsen und der Landeskirche angepasst. Für den Fall einer 7-Tages-Inzidenz von 200 Infektionen je 100.000 Einwohner in Leipzig würden nochmal deutliche Einschränkungen nötig werden.
  • Die Anmeldung für die Gottesdienste auf https://andreaskirche.church-events.de/ wird künftig immer erst 8 Tage vor Veranstaltungsdatum freigeschaltet. Dies gibt der Gemeinde die Möglichkeit ggf. nachzusteuern, sollten sich Bedingungen kurzfristig ändern. Für den Heiligabend wird die Gottesdienst-Anmeldung ab dem 17.12. möglich sein.

Die nächste Sitzung des Kirchenvorstands findet am 07.01.2020 statt.

Neues aus dem Kirchenvorstand - Newsletter 12/2020

Am 17. November tagte zum letzten Mal der Kirchenvorstand in der alten Besetzung. Mit Beginn des neuen Kirchenjahres am 1. Advent wird dann der neu besetzte Kirchenvorstand eingeführt. Folgende Themen wurden in der letzten KV-Sitzung bewegt und beschlossen:

- Der Gemeindehaushalt 2021 wurde beschlossen. Zwar mussten einige Einsparungen aufgrund verringerter Allgemeinkostenzuweisung der Landeskirche vorgenommen werden. Insgesamt dürfen wir aber dankbar sein, eine finanziell gesunde Gemeinde zu sein. Möge das auch in Zukunft und trotz aller Krisen und Erschütterungen so bleiben.

- Das geltende Hygienekonzept wurde nochmal angeschaut. Es wurde vereinbart, dass die darin vorgesehenen Veranstaltungsverantwortlichen schriftlich mit Unterschrift bestätigen müssen, dass sie das Hygieneschutzkonzept erhalten haben und darüber belehrt wurden. Das gilt für haupt- wie auch für ehrenamtlich Mitarbeitende, die laut Hygieneschutzkonzept als "Leiter" von Veranstaltungen definiert wurden. Bei den Gottesdiensten ist das z.B. der diensthabende Lektor.

- Für den Einlass zu den Gottesdiensten wurde ein neues Begrüßungsteam gegründet, das noch weitere Verstärkung aus der Gemeinde nötig hat! Bislang hat vor allem Ina Mauersberger aus dem Gemeindebüro diesen Job in großer Regelmäßigkeit und Treue übernommen. Nötig sind aber bis zu vier Mitarbeiter je Veranstaltung . Außerdem soll auch Ina die Möglichkeit gegeben werden, einfach nur mal am Gottesdienst teilnehmen zu können. Interessenten melden sich bitte im Gemeindebüro.

- Die Einlasssituation wurde ebenfalls nochmal neu bewertet. Geplant ist, Stauungen durch eine Trennung von Angemeldeten mit QR-Code und jenen ohne Nachweis zu vermeiden. Die Gemeinde wird gebeten auf entsprechende Beschilderung zu achten und im Einlassbereich Mindestabstände und Maskenpflicht zu beachten.

- Die Kollekten werden ab sofort wieder auf normalem Wege eingesammelt. Aufgrund der geltenden Mundschutzpflicht und den gegebenen Abständen in der Halle ist das Infektionsrisiko minimiert. Der Opferstock am Ausgang dient wieder zur Sammlung von Spenden für die Miete der Messehalle.

- Für die Planung der Weihnachtsgottesdienste wurde nach intensiver Diskussion und Abwägung verschiedenster Alternativen festgehalten, dass die Begrenzung der Teilnehmerzahl nicht zu vermeiden sein wird. Um die Enttäuschung bei Einzelnen nicht zu groß werden zu lassen, wurden erste Gedanken ausgetauscht, wie man möglichst vielen Menschen die Möglichkeit geben könnte, einen Gottesdienst mit Krippenspiel zu erleben. Eine erste Idee ist, Menschen, die zum Heiligabend keinen Einlass mehr bekommen konnten, zur Wiederholung des Krippenspiels Anfang 2021 eine bevorzugte Anmeldung zu ermöglichen.

- Für Weihnachten fürs Volk wurde ein Hygieneschutzkonzept beim Gesundheitsamt eingereicht, wonach auf dem Freigelände mit Gulaschkanonen ein Essen angeboten werden könnte und in aufeinanderfolgenden Gruppen kurze Weihnachtsandachten in der Halle. Wir hoffen und beten, dass es Wege geben wird, den Armen und Einsamen unserer Gesellschaft ein Signal des Angenommenseins zu zeigen.

- Es wurde berichtet, dass der Grundkurs des Glaubens sein Ende gefunden hat und 6 Menschen nun in Hauskreisen aufgenommen werden. Eine Lebenszelle hat sich dafür sogar geteilt.

- Im neuen Jahr ist für den 16.01.2021 von 9-16 Uhr ein Erweiterter Leitertag geplant. Eine Einladung an die Teilnehmenden erfolgt noch.

- In 2021 ist seitens des Pavillon der Hoffnung eine deutschlandweite Konferenz "Reset - Umkehr zu Gott" geplant. Der Kirchenvorstand hat nach ausführlichen Beratungen beschlossen, das Anliegen der Konferenz zu unterstützen. Neben Hinweisen zur Veranstaltung selbst (voraussichtlich 25.-27.06.2021 auf der Neuen Messe in Leipzig) wird dem Thema Buße in der Leiterschaft als auch in einer Predigtreihe ein größerer Raum gegeben werden.

Neues aus dem Kirchenvorstand - Newsletter 11/2020

In der Sitzung am 07. Oktober berieten unsere Kirchvorsteher u.a. den Gemeindehaushalt 2021, die Planung von Seminaren und Konferenzen, sowie einer geplanten Neuorganisation der Anmeldung zu unseren Gottesdiensten. In einer zusätzlichen, virtuellen Sitzung am 03. November stand die Überarbeitung des Hygieneschutzkonzepts auf der Agenda. Weiterlesen

In der Sitzung am 07. Oktober berieten unsere Kirchvorsteher über folgende Themen:
- Der Finanzausschuss stellte den Haushaltsentwurf für 2021 in der 1. Lesung vor und beantwortete zahlreiche Fragen. Insgesamt sind die Gemeindefinanzen recht stabil, wenngleich durch die 50%-ige Kürzung der Allgemeinkostenzuweisungen der Landeskirche auch in der Gemeindeverwaltung einige Einsparungen nötig sind. Wir sind dankbar, dass ein erheblicher Teil der Gemeindearbeit durch Spenden von Gemeindegliedern refinanziert ist und wir darum nicht ganz so abhängig sind von der allgemeinen Finanzsituation unserer Landeskirche.
- Grundsätzlich zeigt sich im laufenden Jahr 2020 jedoch auch ein 5-stelliges Defizit in unserem Gemeindebudget für die Refinanzierung der Messehallen-Miete. Dies ist bedingt durch einen deutlichen Rückgang von Spendeneinnahmen und Kollekten infolge des Ausfalls von Gottesdiensten bzw. geringerer Teilnehmerzahl nach Wiederöffnung. Im Gottesdienst am 11. Oktober wurde die Gemeinde informiert und aufgerufen auch dafür zu spenden.
- Die Anmeldung zu den Gottesdiensten sowie Registrierung am Eingang der Messehalle bedarf deutlich größerer Aufwände. Bei den letzten Gottesdiensten bildeten sich lange Schlangen und zum Teil konnten manche Teilnehmer erst 20 Minuten nach Gottesdienstbeginn in die Halle eintreten. Darum beschäftigt sich der Kirchenvorstand mit der Einführung eines Online-Anmeldesystems mit individueller Saalplanbuchung. Im November wird hierzu der Testlauf starten, weitere Informationen gibt es in den Newslettern der Andreasgemeinde sowie zu den kommenden Gottesdiensten.
- Aufgrund der Corona-Bedingungen kann aktuell leider weiter kein Kirchenkaffee stattfinden. Als Alternative sollte es am 15.11. ein privat organisiertes „Kirchenkaffee zu Hause“ geben, zu dem Gemeindeglieder sich gegenseitig zum Mittagessen einladen. Aufgrund der Kontaktbeschränkungen im November haben wir in Abstimmung mit dem Initiator Dirk Benndorf die Aktion verschieben müssen. Ein neuer Termin wird zu gegebener Zeit bekannt gegeben.
- Die Gemeinde hat seit einigen Monaten einen neuen Gemeindebus. Die ersten Einsätze sind gefahren, der Komfort ist deutlich besser und auch die für die Gemeindearbeit nötige Zuverlässigkeit nun wieder gegeben (es gab in den vergangenen Jahren den ein oder anderen liegen-geblieben-und-Reparatur-Moment). Der Kirchenvorstand hat Nutzungsbedingungen erarbeitet, die bei der Nutzung des Gemeindebus durch haupt- und ehrenamtliche Gemeindemitarbeiter zwingend zu berücksichtigen sind.

Aufgrund der neuen Verordnungen traf sich der Kirchenvorstand außerplanmäßig am 03.November ein weiteres Mal. In der Video-Konferenz wurde insbesondere das geltende Hygieneschutzkonzept der Gemeinde überarbeitet.
Wir als Gemeinde sind froh, dass weiter "Zusammenkünfte in Kirchenräumen zum Zwecke der Religionsausübung" möglich sind. Mit diesem Recht wollen wir als Kirchenvorstand sorgsam und verantwortlich umgehen, besonders vor dem Hintergrund, dass viele andere Einrichtungen des öffentlichen und kulturellen Lebens momentan nicht möglich sind. Das bedeutet konkret, dass wir alle verordneten Schutzvorkehrungen gleichsam auf Kirchgemeindeveranstaltungen anwenden und auf deren Einhaltung achten werden. Noch konkreter gilt für Veranstaltungen der Gemeinde:
- Es gilt künftig eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für die gesamte Veranstaltungszeit
- Es ist jederzeit auf die Mindestabstände von 1,5m zu Mitgliedern anderer Hausstände zu achten.
(- Ausnahmen gelten nur insoweit sie explizit gestattet sind, etwa für die Christenlehre als sozialpädagogisch begleitetes Angebot der Kinder- und Jugendhilfe)
- Es wird weiter eine Kontaktdatenerhebung beim Eintritt in die Veranstaltungen veranlasst. Die erhobenen Daten werden für einen Monat geschützt vor EInsichtnahme Dritter aufbewahrt und nur bei Anforderung der Behörden an diese übermittelt. Eine Verarbeitung zu anderen Zwecken erfolgt nicht. Die Daten werden nach einem Monat gelöscht.
- Für jede Veranstaltung ist eine verantwortliche Person zu benennen, die für die Einhaltung des Hygieneschutzkonzepts Sorge zu tragen hat. Für die Gottesdienste ist das beispielsweise der Lektor, in anderen Fällen wird es der Veranstaltungsleiter sein.

Weitere Beschlüsse:
- Die Angebote der Kinder- und Jugendarbeit finden unter EInhaltung des Hygieneschutzkonzepts weiter statt.
- Der Freundesgeburtstag Ende November muss leider ausfallen.
- Für Weihnachten fürs Volk soll eine Komplettabsage vermieden werden. Dazu sind jedoch weitere konzeptionelle Überlegungen bis zur nächsten KV-Sitzung am 17.11. nötig.
- Die Sprechzeit unseres Pfarrers Thomas Piehler findet weiter jeden Donnerstag, 16-17:30 Uhr im Gemeindebüro in der Scharnhorststraße statt
- Das Gemeindebüro bleibt darüberhinaus für Besucher im November geschlossen. Persönliche Termine sind mit Voranmeldung, telefonisch bzw. per E-Mail weiter möglich.

Messehalle mit neuem Bodenbelag und Induktiver Höranlage

Sicherlich hat der ein oder andere diesen Hinweis beim Betreten bzw. in der Halle schon entdeckt. Und auch damit verbunden den neuen Teppichboden.
Die Induktive Höranlage wurde gefördert durch die Stadt Leipzig aus der Zuwendung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wurde mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtages beschlossenen Haushaltes.

Dirk Thiele  von "Thiele Musik Management" (www.thiele-musik.de) hat diese Induktive Höranlage eingebaut. Als Mitglied im "Nächstenliebe e.V." und damit auch im Verbundnetz der Wärme mit dem Pavillon der Hoffnung verbunden, sind wir in der Netzwerkarbeit auf diese Möglichkeit aufmerksam geworden.


Der damit verbundene Belagwechsel trägt zum neuen Wohlbehagen bei allen Veranstaltungen bei. Dank hier gebührt auch dem Malermeister Bert Zander, der uns wirklich sehr bei diesem Vorhaben unterstützt hat. Wir sind auch sehr dankbar, dass auch in der schweren coronageprägten Zeit doch noch die Finanzen für den Austausch des Fußbodens der nicht geförderten Fläche vorhanden waren.

Auch wenn jetzt schon wieder die Anstrengungen, das Zittern zum Einhalten des Terminplanes usw. so gut wie vergessen sind, es war eine aufregende Zeit. Zudem kam noch die Baustelle Grundstückseinfahrt, Einbau weiterer Rauchschutztüren im Haus und eine doch größere Havarie in einer Wasserleitung. Die letzten Wochen waren baulich eine große Herausforderung. Wir sind Gott dankbar für seine Güte und seine Bewahrung aller Beteiligten.

 

*Dirk Thiele ist nicht Vorsitzender 

Lebenszelle mal anders

Bericht von einer Fahrt im Rettungsboot (von Familie Rau):

Zu einem großen Leiterkreis vor knapp 2 Jahren, als wir uns Zeit nahmen auf Gott zu hören, wie es mit der Gemeinde weitergeht, hatte Miriam ein Bild: „Es war schwarze Nacht und Sturm, ein
großes Schiff wurde hin und her gerissen. Dann wurde Tag, die See war ruhig, das Schiff aber so sehr in Mitleidenschaft gezogen, dass eine Weiterfahrt nicht mehr möglich war. Es gab jedoch
ausreichend Rettungsboote, so dass alle Passagiere des Schiffes auf die Boote umsteigen konnten.“

In uns wuchs der Wunsch, das Leben im Rettungsboot auszuprobieren, bevor der Sturm kommt. Wir wollten wissen, wie sich Gemeinschaft im Boot anfühlt, es erleben. Das bedeutet für uns:
Treffen in den Häusern, wo sich jeder einbringen kann, wo auch Kinder dabei sind, wo man viel Zeit verbringt, gemeinsame Mahlzeiten und ein spontaner Austausch stattfindet – ohne vorher
festgelegtes Programm. Wir hatten uns das für den Frühling 2020 vorgenommen, nachdem Miriams Mentorin uns dazu ermutigte, es doch einfach zu beginnen – und wir hätten nicht gedacht, dass es
so schnell eine Relevanz für uns haben würde, denn unser ersten Treffen fand aus gegebenem Anlass dann eher statt: Am Shabat, bevor der Lockdown kam und die Gottesdienste, also das Dasein auf
dem großen Schiff, für eine geraume Zeit erst mal vorbei war.

Wir sind ein paar Familien, z.T. Alleinerziehende, die sich Shabat Nachmittag ab 15 Uhr bei uns treffen. Gemeinsames Kaffeetrinken ist der Start. Später kommen kein Problem. Die Nachmittage
laufen unterschiedlich ab. Das hängt davon ab, was jeder so mitbringt an Fragen, Berichten, Anregungen, Vorschlägen. Am Anfang waren wir häufig einfach eine große Runde im Wald
spazieren. Wenn es warm genug ist, gehen wir zum See und baden, singen und reden dort. Oder wir sitzen im Garten auf unserer Terrasse. Auch Anbetungszeiten mit Gebet in unserem Wohnzimmer
waren schon öfters Teil unserer gemeinsamen Zeit. Das Abendessen mit Shabatausklang und Abendmahl bildet den Abschluss unseres Zusammenseins. Für die Mahlzeiten bringen alle etwas mit, so wie wir es uns immer fürs Kirchenkaffee gewünscht haben. Die Kinder sind mittendrin und nebenan. Sie spielen, manche hören zu, manche singen mit. Wenn Simeon etwas erklärt, versucht er oft, die Kinder mit einzubeziehen.

Wir erzählen uns, was wir erlebt haben, wo Gott uns berührt hat, wo wir eine Gebetserhörung erfahren haben, legen neue Gebetsanliegen vor Gottes Thron, bereichern uns gegenseitig durch tiefe
Gespräche, z.B. bei den Spaziergängen oder beim Essen. Es ist ein Austausch, der gut tut, der aktuelle Fragen mit einbezieht, der Impulse für die kommende Zeit gibt. Wir können einfach nur
staunen, denn wir hätten uns nie vorstellen können, dass es so schön werden würde.

Wenn Ihr Fragen dazu habt oder uns kontaktieren wollt, dürft Ihr das sehr gerne tun:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 03425/8567134.

Neues aus dem Kirchenvorstand - Newsletter 10/2020

In der letzten Sitzung am 07. September haben unsere Kirchvorsteher zu den aktuellen Gottesdiensten unter Pandemiebedingungen beraten. Rasch kamen auch die aktuellen Diskussionen in der Gemeinde zur Sprache. Infolge dessen entstand der Offene Brief des Kirchenvorstands zur aktuellen Corona-Situation (Link: http://www.andreasgemeinde.org/312-offener-brief-des-kirchenvorstands-zur-aktuellen-corona-situation-und-den-geltenden-einschraenkungen).

- Neben den Fragen des Gemeinde-Friedens wurden schließlich auch organisatorische Dinge bewegt. So ergab eine Analyse der Zahlen der Gottesdienstbesucher in den letzten Monaten, dass diese sich wieder positiv entwickeln und wir gegebenenfalls in den kommenden Wochen an Besucher-Kapazitätsgrenzen stoßen. Aktuell haben wir eine Bestuhlung von ca. 170 Plätzen, die bis zu 80% besetzt waren. Erste Überlegungen, die Zahl der Sitzplätze durch Verringerung der Sitzgruppen-Abstände zu erweitern wurden jedoch zurückgestellt, da damit eine erheblich aufwändigere Sitzplatznachverfolgung einhergehen müsste. Als erste Maßnahme wurde zunächst beschlossen, dass bei entsprechendem Andrang die Empore geöffnet wird und damit ca. 30 Plätze zusätzlich möglich sind.
Der Kirchenvorstand wird die weitere Entwicklung aufmerksam beobachten und zu gegebener Zeit weitergehende Entscheidungen treffen. Insbesondere Richtung Weihnachten möchten wir vermeiden, Gottesdienstbesucher aus Kapazitätsgründen abweisen zu müssen.

- Auch die Masken-Pflicht beim Singen im Gottesdienst beschäftigt nicht nur Gemeindeglieder. Da eine Aufweichung innerhalb geschlossener Räumlichkeiten aufgrund der geltenden Vorgaben nicht umsetzbar ist, beriet der Kirchenvorstand über alternative Möglichkeiten eines gemeinsamen Gesangs. Kurzfristig konnte so ein vorgottesdienstlicher Lobpreis auf dem Gelände neben den Containern der AHF-Schule organisiert werden, der erstmalig am letzten Sonntag unter Leitung von Torsten Kluge stattfand. Interessierte Gemeindeglieder sind herzlich eingeladen, zu künftig angedachten Nachfolgeterminen auf diese Art ohne Mund-Nasen-Schutz, aber unter Einhaltung der geltenden Abstandsgebote gemeinschaftlich Gott unter dem freien Himmel anzubeten. Selbstverständlich wird der gemeinschaftliche Lobpreis auch im Gottesdienst weiter seinen Platz finden.

- Auch das Heilige Abendmahl findet seit dem Sommer wieder statt. Dafür wurden die nächsten Termine festgelegt: am 18.10. und am 29.11. Auch hier sind wir auf der Suche nach weiteren, zusätzlichen Formen und Angeboten. In jedem Fall besteht für die Lebenszellen und Hauskreise die Möglichkeit, das Abendmahl zu feiern und sich von unserem Pfarrer Thomas Piehler Brot und Wein dafür einsegnen zu lassen.

- Im November soll auch wieder ein Freundesgeburtstag stattfinden. Geplant ist der 29.11. nachmittags. Hierfür wird nun ein Hygienekonzept erarbeitet. Dies dient auch als Blaupause und Testlauf für Weihnachten fürs Volk, das wir gern stattfinden lassen möchten.

- Die Freitagsgottesdienste im Gemeindehaus finden ab Oktober bereits um 16:30 Uhr statt.

- Aufgrund der ausgefallenen Gottesdienste und der geringeren Gottesdienstbesucherzahlen sind die Kollekten- und Spendeneingänge in den letzten Monaten deutlich zurückgegangen. Eine genaue Analyse wird zur nächsten KV-Sitzung erfolgen. Der Kirchenvorstand bittet die Gemeinde jedoch schon jetzt weiter um Spenden, da damit insbesondere auch die Miete der Messehalle refinanziert wird. Gern kann für Kollekten der Opferstock am Ausgang der Messehalle genutzt werden. Alternativ bzw. zusätzlich sind natürlich auch Spenden mit diesem Zweck auf das Konto der Andreasgemeinde gern gesehen.

Impuls des Monats 09/2020

von Pfarrer Thomas Piehler

„Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furchtsamkeit, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ (2. Timotheus 1,7)

Liebe Gemeinde,

wenn ich über die Corona-Zeit nachdenke, gab es positive Details, die ich nicht missen will. Wir waren plötzlich herausgefordert, als Gemeinde in die digitale Welt einzutauchen mit Livestream-Gottesdiensten, Kerstin erzählte tolle Kindergeschichten bei Youtube, KV-Sitzungen über Internet etc. Bald haben wir aber gemerkt, dass Livestream auf Dauer nicht die gemeinschaftliche Erfahrung vor Ort ersetzen kann. Wie dankbar waren viele, als wieder Gottesdienste unter besonderen hygienischen Bedingungen im Pavillon der Hoffnung stattfinden konnten. Eine große Schwierigkeit, die Corona aber hervorgebracht hat, ist ein Geist der Furchtsamkeit, der in der Gesellschaft und auch in der Gemeinde nicht zu übersehen ist. Ich würde es in einem Bild beschreiben als eine unsichtbare dunkle Decke, die sich über uns gelegt hat. Man fühlt sich wie gelähmt und die Sonne ist verdeckt. Paulus sagt aber, dass ein Geist der Furchtsamkeit nie von Gott gegeben wird, er gibt seinen Kindern etwas Grundsätzlich Anderes:

Statt Furchtsamkeit einen Geist der Kraft

Wie schnell gewöhnt sich ein Mensch an dunkle Zeiten, besonders wenn auf allen Kanälen nur noch ein Thema verhandelt und die scheinbare Ausweglosigkeit einer Pandemie beschworen wird. Genau dann ist der Zeitpunkt für Christen gekommen, mit dem von Gott verliehenen Geist der Kraft (griechisch: Dynamit) zu handeln. Das beginnt in der persönlichen Gebetszeit: in der Autorität Jesu verweise ich den Geist der Furchtsamkeit (vor Ansteckung etc.) aus meinen Gedanken und Gefühlen und lade den Heiligen Geist der Kraft ein, die dunkle Decke über mir aufzulösen. Wir sind keineswegs ausgeliefert einem Geist, der nicht von Gott kommt.

Statt Furchtsamkeit einen Geist der Liebe

Der Heilige Geist überflutet unser Herz mit Agape-Liebe, wenn wir unser Leben IHM anvertraut habe. Es ist Gottes vollkommene Liebe, die uns hundert Prozent annimmt mit allen Schwächen und Stärken. Es gibt in dieser Liebe kein „Ich liebe dich, aber…“. Diese Liebe von Gott ist wirklich bedingungslos. Wer diese Liebe empfangen hat (und sie immer wieder vom Heiligen Geist erbittet), für den gilt, was Johannes schreibt: „Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus… Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe“ (1. Joh. 4,17-18). Wer mit einer Decke von Furchtsamkeit zu kämpfen hat, empfange neu die Liebe Gottes durch den Heiligen Geist. Für mich persönlich ist die Gegenwart Gottes im Lobpreis der Premium-Weg, die Liebe Gottes neu zu empfangen. Welchen Weg hat Gott Dir geschenkt, seine Liebe neu zu empfangen? Die Wege können verschieden sein, doch das Ergebnis ist entscheidend: Dort, wo Gottes Liebe regiert, hat die Furcht zu weichen.

Statt Furchtsamkeit einen Geist der Besonnenheit

Besonnenheit ist das Gegenteil von überhitzter Reaktion auf widrige Umstände und notvollen Gegebenheiten, die uns ereilen können. Der Heilige Geist will uns in diesen Zeiten Besonnenheit schenken, geleitet von Frieden und Geduld. Ich hätte mir für die Regierung vor dem für mich überhitzten Lockdown den Geist der Besonnenheit gewünscht. Jetzt müssen sehr viele Menschen mit den Folgen des Lockdowns umgehen, haben sogar ihre wirtschaftliche Existenz verloren. Wäre mit dem Geist der Besonnenheit auch ein anderer Weg möglich gewesen? Der Heilige Geist sendet den Geist der Besonnenheit, nicht der Furcht.

Besonnenheit lässt Menschen klug handeln. Zum Beispiel Stanislaw Petrow: Der sitzt 1983 vor dem Computer – und dieser meldet den Angriff von US-Raketen. Plötzlich schlagen die Geräte Alarm. Sie enthüllen den Abschuss einer Rakete von einer US-Basis, danach vier weitere. Ist das der nukleare Erstschlag, der den Dritten Weltkrieg auslösen wird? Nicht gänzlich ausgeschlossen, denn die Sowjetunion und die USA befinden sich noch immer im Kalten Krieg. Nur wenige Monate zuvor bezeichnet US-Präsident Ronald Reagan die UdSSR als "teuflisches Reich". "Ungefähr 15 Sekunden lang standen wir unter Schock", erinnert sich Petrow später. Er weiß, er muss handeln. Klar war, dass er im Falle eines US-Angriffs zunächst die Leitung der Kommandozentrale zu informieren hatte, die dann den Generalstab des sowjetischen Militärs einweihen musste. Die letzte Entscheidung hätte der damalige Staatspräsident Juri Andropow gehabt. Klar war auch: Je länger Petrow überlegt, desto weniger Zeit bleibt den höheren Instanzen, zu reagieren. Nach fünf Minuten meldet er schließlich Fehlalarm. Eine Bauchentscheidung sei es gewesen. Weitere 13 Minuten später gibt die Technik dann Entwarnung. Stanislaw Petrow hatte die richtige Entscheidung getroffen. Nicht weniger als den Friedensnobelpreis hätte Stanislaw Petrow verdient gehabt, als er 1983 eine Apokalypse verhinderte.

Angst ist nie ein guter Ratgeber, egal ob in der Politik oder in unserem persönlichen Leben. Entscheidungen, getroffen aus Furcht, fallen uns meist auf die Füße. Heinrich Giesen schreibt: „Angst ist das wesentliche Instrument des Teufels. Mit Angst vereinnahmt er ganze Völker. Wir Menschen sind verloren, wenn wir in die Angst starren. Angst macht immer zum Diener des Bösen. Liebe treibt aber Angst aus… Wo ist nun die Luft der Freiheit von der Angst? Die Luft der Freiheit von Angst ist der Raum direkt hinter Jesus Christus. Darum sagt der Herr: Folgt mir nach! Sobald wir vorlaufen, ist Angst da. Sobald wir Christus nachfolgen, muss die Angst weichen“ (Heinrich Giesen, Sehr persönlich, S.239).

Liebe Gemeindeglieder, wir leben in einer sehr herausfordernden Zeit. Mit Angst im Herzen wird sie noch schwerer. Gott hat uns nicht den Geist der Furcht gegeben. Johannes schreibt in seinem Brief: „Gott ist Liebe: und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm… Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vollkommen Liebe treibt die Furcht aus; denn die Furcht rechnet mit Strafe. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht vollkommen in der Liebe. Lasst uns lieben, denn er hat uns zuerst geliebt“ (1. Joh. 4,16-19).

Christen haben eine echte Alternative. Wir haben Zugang zum Heiligen Geist, der uns Kraft, Liebe und Besonnenheit verleiht. Lasst uns in diesem Erbe leben!

Herzliche Grüße

Pfarrer Thomas Piehler

Würdigung des KVs und einer langjährigen Vorsteherin

Der Kirchenvorstand wird in diesem Monat nach sechs Jahren Amtszeit neu gewählt. Einige legen ihr Amt nieder, andere werden wiedergewählt und wieder andere  gestalten, neu dabei, nun auch unser Gemeindeleben mit. Es gibt so einige Gemeindeglieder unter uns, die auch mal im KV aktiv waren und ihre Zeit und Kraft für die Gemeinde und deren Entwicklung eingebracht haben. Ihnen sind wir sehr dankbar für ihr Engagement und für alles, was sie in dieser Zeit mit entwickelt haben.

Dagmar Weißflog ist eine langjährige und sehr aktive Mitgestalterin der Andreasgemeinde.
1982 kam sie mit ihrem Mann Heinz als Wohnstättenleiterehepaar in das Martinstift und somit auch in die Andreasgemeinde. Die Kontakte mit dem Martinstift und der Andreasgemeinde hat sie aktiv unterstützt und auch bald das Gemeindeleben mitgestaltet. Dagmar war Kirchvorsteherin von 1984 (damals noch mit Frau Pastorin Pösche und Herrn Dr. Töpfer) bis 2002. Sie hat sich somit 18 Jahre mit großer Freude und vielen Ideen eingebracht. Ihre Schwerpunkte waren die Arbeit mit Kindern, die Inklusion von Menschen mit Behinderungen, die Seelsorge und der Familiengottesdienst bis März 2014.

Wir danken ihr von ganzem Herzen für ihre langjährige Mitarbeit in unserer Andreasgemeinde. Viele Samen, die auch sie damals mit gesät hat, sind inzwischen aufgegangen und tragen Früchte. Wir alle dürfen uns nun daran freuen, achtsam mit den Früchten umgehen und auch selber wieder neue Samen säen.
Liebe Dagmar, herzlichen Dank für dein Säen in der Andreasgemeinde, herzlichen Dank für alles, was du mit bewegt hast und herzlichen Dank für deine Liebe, die du an andere weitergegeben hast. Wir wünschen dir viel Kraft, Gottes Nähe und den täglichen Segen von unserem Herrn und Heiland Jesus Christus. Er stärke dich an jedem neuen Tag. Bleib behütet!

Warum gibt es in der Andreasgemeinde Lebenszellen?

Ein Beitrag von Claudia Muth, Heidi Bornmann und Manfred Hoffmann

1. Warum brauche ich eine Gemeindefamilie?

Jesus sagt: „An eurer Liebe zueinander werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid“ (Joh.13:35). Unsere Ortsgemeinde ist die Schule, in der wir lernen können, in der Familie Gottes zurechtzukommen. Sie ist der Ort, an dem wir selbstlose Liebe und gegenseitige Annahme praktizieren können. Als aktives Mitglied lerne ich, mich um andere zu sorgen und Anteil an ihrem Leben zu nehmen: „Leidet ein Teil des Körpers, so leiden alle anderen mit und wird ein Teil gelobt, freuen sich auch alle anderen“ (1.Kor.12:26)

Biblische Gemeinschaft lebt davon, dass wir einander so verbunden sind wie wir mit Jesus Christus verbunden sind. Gott erwartet, dass wir füreinander unser Leben geben: die gleiche Art von Liebe, mit der Jesus Christus uns geliebt hat. Wir lernen schneller und werden stärker, wenn wir miteinander und voneinander lernen und einander verantwortlich sind.

2. Der Leib Christi braucht dich

Die Gemeinde ist der Platz, an dem du deine Gaben entdecken, weiterentwickeln und einsetzen kannst. Jeder von uns hat einen Beitrag in dieser Welt zu leisten: „Wir sind das Meisterwerk Christi, dass wir Gutes tun können. Er hat sogar unsere guten Taten im Voraus geschaffen, damit sie nun in unserem Leben Wirklichkeit werden“ (Eph.2:10)

Wenn ich jemanden kenne, der gerade Probleme mit seinem Glauben hat, ist es meine Verantwortung, ihm nachzugehen und ihn in die Gemeinschaft zurückzubringen: „Meine lieben Brüder und Schwestern: Wer einen unter euch, der von der Wahrheit abgeirrt ist, zur Umkehr bewegt, darf wissen: Wer einen Sünder auf seinem Irrweg zur Umkehr bewegt, wird dessen Seele vom Tod erretten und eine Menge Sünden zudecken." (Jak.5:19.20).

Gott übergibt den Hirten die Verantwortung zu schützen, zu bewahren, zu verteidigen und für das geistliche Wohlergehen der Herde zu sorgen: „Hört auf die Leiter eurer Gemeinden und ordnet euch ihnen unter. Sie müssen einmal Rechenschaft über euch ablegen, denn sie sind für euch verantwortlich.“ (Hebr.13:17)

Gott schuf die Gemeinde, um die 5 größten Bedürfnisses deines Lebens zu stillen:

  • ein Ziel, für das du leben kannst
  • Menschen, mit denen du leben kannst
  • Prinzipien, nach denen du leben kannst
  • eine Berufung, die du ausleben kannst
  • Kraft, durch die du leben kannst

Es gibt alles in der Gemeinde:

  • Anbetung hilft dir, dich auf Gott zu konzentrieren
  • Gemeinschaft hilft dir, die Probleme des Lebens zu bewältigen
  • Nachfolge hilft dir, deinen Glauben zu festigen
  • dein Dienst hilft dir, deine Begabungen zu erkennen
  • Evangelisation hilft dir, deinen Auftrag zu erfüllen

3. Gemeinsam leben

Der Leib Christi ist – genau wie unser Körper – eine Ansammlung von vielen kleinen Zellen. Das Leben des Leibes Christi ist – genau wie in unserem Körper – in diesen Zellen enthalten. Aus diesem Grund sollte jeder Christ innerhalb der Gemeinde in eine Kleingruppe eingebunden sein – wir nennen das Lebenzelle. Dabei ist es gleichgültig, ob es um einen Hauskreis, Bibelstudiengruppe oder Dienstgruppe handelt. Wichtig ist, dass hier echte Gemeinschaft stattfinden kann. Wenn wir unsere Gemeinde als Schiff sehen, dann sind die Kleingruppen die Rettungsboote, die an unserem Schiff befestigt sind.

Wie nahmen die ersten Christen in Jerusalem Verantwortung füreinander wahr? Apg.2:42

  • die ersten Christen ließen sich regelmäßig von den Aposteln unterrichten
  • lebten in brüderlicher Gemeinschaft, waren täglich beieinander
  • feierten das Abendmahl und aßen miteinander, hin und her in den Häusern
  • beteten miteinander

4. Authentizität – im Licht leben

„Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft      untereinander, und das Blut Jesu, seines Sohnes, macht uns rein von aller Sünde.“ (1.Joh.1:7)

Aufrichtiges Mitteilen von Herz zu Herz, das manchmal auch etwas Mut erfordert, ereignet sich, wenn wir ehrlich darüber sprechen, wer wir sind und was in unserem Leben passiert. Das ereignet sich, wenn wir über unsere Verletzungen reden, unsere Gefühle nicht verstecken, unser Versagen bekennen, unsere Zweifel und Ängste zugeben und unsere Schwäche nicht mehr verheimlichen, sondern um Hilfe und Gebet bitten. Es ist das Gegenteil von dem, was wir leider auch erleben – Heuchelei, Schauspielerei, Gemeindepolitik und oberflächliche Freundlichkeit. Es ist das Gegenteil von Masken tragen, sich zu schützen versuchen, so tun, als ob im Leben alles in Ordnung sei. Das ist der Tod jeder echten Gemeinschaft. Authentizität bedeutet Mut, unsere Angst vor Ablehnung und erneuter Verletzung, offen zu begegnen. Das ist der einzige Weg, um geistlich und emotional gesund zu werden und zu wachsen: „Bekennt einander eure Schuld und betet füreinander, damit ihr geheilt werdet. Das Gebet eines gerechten Menschen hat große Macht und kann viel bewirken.“ (Jak.5:16) Wir wachsen nur, wenn wir Risiken eingehen – das größte ist, zu sich und anderen ehrlich zu sein: „Ermutigt ihr euch gegenseitig, Christus nachzufolgen? Tröstet ihr euch gegenseitig in Liebe? Seid ihr im Heiligen Geist verbunden? Gibt es unter euch Barmherzigkeit und Mitgefühl? Dann macht doch meine Freude vollkommen, indem ihr in guter Gemeinschaft zusammenarbeitet, einander liebt und von ganzem Herzen zusammenhaltet. Seid nicht selbstsüchtig; strebt nicht danach, einen guten Eindruck auf andere zu machen, sondern seid bescheiden und achtet die anderen höher als euch selbst. Denkt nicht nur an eure eigenen Angelegenheiten, sondern interessiert euch auch für die anderen und für das, was sie tun. Geht so miteinander um, wie Christus es euch vorgelebt hat.“ (Phil.2:1-5) 

5. Mitgefühl und Barmherzigkeit

Mitgefühl bzw. Empathie begegnet zwei grundlegenden menschlichen Bedürfnissen:

Dass ich verstanden werde und eine Bestätigung der eigenen Gefühle zu bekommen. Das baut Gemeinschaft. Das Problem ist, dass wir es oft zu eilig haben, etwas wieder in Ordnung zu bringen, dass wir nicht die Zeit haben, Mitgefühl für andere zu haben und zu zeigen. Gott ist mehr am Weg – wir sind mehr am Ergebnis interessiert! Es sind die Zeiten der Krisen, der Trauer und der Zweifel, in denen wir einander am meisten brauchen und in der Gefahr sind, uns voneinander zurück zu ziehen!

Gemeinschaft ist ein Ort der Gnade, wo Fehler nicht noch betont, sondern vergeben werden. Gemeinschaft geschieht, wenn Barmherzigkeit über die Gerechtigkeit siegt.

Die Barmherzigkeit, die Gott uns erwiesen hat, motiviert uns, auch anderen gegenüber barmherzig zu sein. Niemand verlangt von uns, mehr zu vergeben, als Gott uns vergeben hat!! Wann immer wir von jemanden verletzt werden, haben wir die Wahl: Wir können unsere Energie einsetzen, um zu vergelten oder um zu vergeben – beides zusammen geht nicht.

Impuls des Monats-07/2020

Impuls des Monats: Pfarrer Thomas Piehler

Sehnsucht nach Urlaub und Freiheit 

Liebe Gemeindeglieder,

vielleicht geht es Euch auch so, dass nach den Corona-Unwägbarkeiten die kommende Urlaubszeit besonders sehnsüchtig erwartet wird. Endlich die Seele baumeln lassen, größere Freiheit genießen dürfen. Für mich ist das Meer ein Ort, bei dem das möglich ist. Für jemand anderes sind es die Berge, die zu einem Sehnsuchtsort geworden sind. Mich hat die Beschreibung von Renate Harig angesprochen, die von einem Tag am Meer erzählt (siehe unten). Ich wünsche Euch eine fröhliche und eine von Gott behütete Urlaubszeit, egal an welchen Orten Ihr Ruhe und Entspannung sucht.

Mit herzlichen Grüßen

Pfr. Thomas Piehler

Renate Harig schreibt: „Möwen umkreisen ein Fischerboot, das am Strand angelegt hat. Das Meer ist ruhig und ab und zu gleitet ein einsamer Surfer an mir vorbei. Ich sitze in einer Bucht und genieße die Stille.
 
Ebbe hat eingesetzt und langsam geht das Meer, irgendwohin. Ebbe und Flut ist für mich immer wieder ein Schauspiel und ich genieße die Gezeiten, weil sie das Meer so abwechslungsreich machen. Es ist einfach nicht immer da und hinterlässt einen Meeresboden, den zu erkunden, für mich immer wieder mit einem kleinen Abenteuer verbunden ist. Immer wieder kehrt das große Wasser zurück mit der Genauigkeit einer Uhr und der Herr der Gezeiten, unser guter, alter Mond, hat dafür die ganze Verantwortung. Immer wieder das gleiche Spiel und niemals wird sich daran etwas ändern, wie unfassbar schön!
 
Ein Muschelmännchen liegt vor mir auf der Strandmatte, es ist hübsch geworden. Die grünen Haare aus Meerestang machen sich gut und eigentlich sieht das Männchen eher wie eine Meerjungfrau aus, eben dem Meer entstiegen.
 
Ich freue mich über mein Kunstwerk und das Kind in mir hat wieder einmal etwas zu tun gehabt und ist nun für eine kleine Weile froh und zu zufrieden. Schön ist es, wenn man sich so richtig fallen lassen kann und einfach das tut, wozu man gerade Lust verspürt.
 
Nach Stunden sitze ich immer noch am Strand und versuche, das Meer, das gerade wieder kommt, langsam, und dennoch voll Schwung die Wellen an meine Füße peitscht, aufzuhalten, indem ich meinen Wall aus Sand immer höher und höher baue. Anfangs läuft das Wasser noch um meinen aufgeschichteten Sandhaufen herum, aber schon bald habe ich verloren. Das Meer breitet sich aus, mehr und mehr, es wird tiefer und tiefer und die Muschelbänke verschwinden vor meinen Augen. Ich bin immer wieder fassungslos vor so viel Macht und komme mir klein und unscheinbar vor.
 
Ich lege mich entspannt neben mein Muschelmännchen und lausche dem Gesang, den der Wind, die Wellen und die Möwen für mich anstimmen. Ich wünschte mir, hier eine kleine Ewigkeit verweilen zu können. 
 
Ein Liebespärchen watet eng umschlungen im seichten Wasser und die Silhouette der beiden Menschen, die einen Umriss ergibt, zeichnet sich dunkel, schemenhaft vor der untergehenden Sonne märchenhaft schön ab, wie ein beweglicher Scherenschnitt, umrahmt von einem rotgoldenen Licht.
 
Ein Drache schraubt sich hoch in die Luft, um gleich darauf im Sturzflug herabzusausen und knapp über dem Boden dahin zu gleiten. Wieder geht es hoch in die Luft und dasselbe Spiel wiederholt sich unzählige Male, auf alle Fälle so lange, wie der Besitzer des Drachens, ein kleiner Junge, Lust verspürt, ihn fliegen zu lassen. Im Licht der Abendsonne leuchtet das Gebilde aus buntem, dünnem Plastik und ich sehe dem frohen Spiel des riesengroßen Schmetterlings gerne zu.
 
Es wird nach und nach dunkler und die Sonne steht wie ein roter Feuerball am Horizont und tut bald das, was in unzähligen Lieder und Gedichten tausendmal beschrieben wurde, sie sinkt ins Meer, das Meer löscht die Sonne aus. So empfindet man dieses Geschehen, denn ganz langsam, für das Auge aber nachvollziehbar, verschwindet sie im großen Wasser und der funkelnde, golden glänzende breite Streifen überzieht noch einmal Strand und Meer, wird weniger und weniger und wie eine Schleppe zieht die Sonne diesen hinter sich her und nimmt ihn schließlich mit. Die glitzernden Wellen verlieren den Glanz und die Nacht umgibt Land und Meer.
 
Fern am Horizont blinkt in kleinen Abständen ein Licht auf, wie ein Stern. Es ist das Licht vom Leuchtturm, der auf der nahe gelegenen Insel steht.
 
Es ist ruhig und still und ich genieße es, allein zu sein. Allein mit mir selbst und mit der Einsamkeit am leeren Strand.
 
Ruhe, Stille und Einsamkeit habe ich heute erlebt wie einen tiefen Brunnen, aus dem man für die Seele viel Wohltuendes schöpfen kann. Man muss lernen einsam, still und ruhig zu sein. Es ist nicht leicht, aber wenn man diesen Zustand zu ertragen gelernt hat, mit ihm umgehen kann, dann ist man unendlich reich, reich an der Erfahrung, dass man für ganz wenig ganz viel erhalten kann, nämlich Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und Kraft für vieles, das dann irgendwann kommen mag.
Ich spüre Dankbarkeit für diesen ganz besonderen Tag.“
 

https://www.e-stories.de/view-kurzgeschichten.phtml?34151

Neues aus dem Kirchenvorstand - Newsletter 07/2020

Auch wenn bereits am heutigen Erscheinungstag die nächste Sitzung des Kirchenvorstands stattfindet (lasst uns für unsere Leiterinnen und Leiter beten?), sind die Themen der Sitzung vom 11. Juni noch aktuell und berichtenswert.

Die Themen:

**Zukünftige Gemeindearbeit – wie digital?**
In der Lockdownzeit haben wir per Livestream-Gottesdienst Kontakt gehalten. Viele Menschen konnten dadurch am Gottesdienst teilhaben, die auch ohne Corona nicht zu uns in den Pavillon gefunden hätten. Diesem Feedback nachgehend sucht der Kirchenvorstand aktuell Lösungen, wie man einen Live-Gottesdienst mit einer Videoaufzeichnung kombinieren kann. Mittlerweile fand am letzten Sonntag im Juni ein erster gelungener Test statt, siehe extra Newsletterbeitrag. Natürlich gibt es viele technische, rechtliche und organisatorische Fragen zu klären. Damit wir auch in Zukunft häufiger Live-Aufzeichnungen unserer Gottesdienste auf Youtube stellen können, bedarf es aber vor allem neuer Mitarbeiter, die sich motiviert dieser Aufgabe stellen. Interessierte melden sich bitte direkt bei Thomas Piehler oder im Gemeindebüro.

**Begleitung des Lobpreis- & Technik-Teams**
Bereits seit Längerem gibt es Gedankenspiele, unsere Lobpreis- und Techniker-Teams noch mehr zu unterstützen und für ihren Dienst zuzurüsten. Der KV erhofft sich dadurch auch, dass weitere Gemeindeglieder sich ermutigen lassen, diese wichtigen Dienste zu übernehmen. Mithilfe der Expertise des Kulturwerks ist daraus ein Konzept entstanden, das ab September starten soll. Weitere Infos werden in den kommenden Monaten folgen.

**Konzeption Heilungszelt**
Seit Jahren gibt es den Wunsch, das Heilungszelt aus dem Zelt-Provisorium herauszuholen. Hier hat sich nun ein Team um Manfred Hoffmann, Thomas Sitte und Oliver Weber konstituiert, das sich über Gestaltung erste Gedanken macht. Aufgrund der nötigen Einpassung in ein Gesamtkonzept für die Halle ist mit ersten Umsetzungsschritten aber erst in 2021 zu rechnen.

**Wahl zum Kirchenvorstand**
Wie auch im Gemeindebrief berichtet, findet im Herbst die KV-Wahl statt. In der aktuellen Phase findet die Überprüfung der Wahllisten statt. Alle (insbesondere vermeintlichen) Gemeindeglieder sind aufgerufen im Gemeindebüro zu erfragen, ob sie in der Wählerliste eingetragen sind. Gegebenenfalls wäre sonst jetzt noch die rechtzeitige Möglichkeit, einen Umgemeindungsantrag zu stellen und damit in die Wählerliste aufgenommen zu werden.
Darüber hinaus steht es den Gemeindegliedern offen, für den Kirchenvorstand zu kandidieren. Nötig ist das Einreichen eines Wahlvorschlags mit 5 Unterstützer-Unterschriften von Gemeindegliedern bis spätestens 02.08.2020 im Gemeindebüro. Weitere Infos sind bitte dem Gemeindebrief zu entnehmen bzw. unter http://www.andreasgemeinde.org/images/agmcontent/inhalt/dokumente/gemeindeblatt_andreasgemeinde.pdf nachzulesen.

**Siloah 2021**
Leider kann uns Siloah 2021 kein geeignetes Zeitfenster mehr anbieten für eine Neuauflage der Gemeindefreizeit. Erste Überlegungen gehen darum dahin, dass wir in 2021 als Gemeinde ein Siloah-Zeltstadt-Dorf planen. Für 2022 ist bereits jetzt ein Zeitfenster für eine Gemeindefreizeit in Siloah angefragt, aber noch nicht bestätigt.

**Hygieneschutzkonzept**
Nachwievor gelten für Gemeindeveranstaltungen die üblichen Beschränkungen zu Abstandsgebot und Mundschutzpflicht beim Singen. Wir freuen uns aber, dass seit letztem Sonntag wieder Kindergottesdienste in 2 Gruppen á 20 Kinder (3-6 und Schulkinder) stattfinden können.

**Techniknews**
Das neue Technikpult ist nun im Pavillon der Hoffnung im Einsatz (wir berichteten bereits über die nötige Ersatzanschaffung). Das alte Mischpult konnte an unsere Jugend übergeben werden, und ist nun ebenfalls gut ausgestattet.

 

von Christian Keller

 

Die biblische Wohngemeinschaft

Sicherlich wisst Ihr schon, dass ich Martha, Maria und Lazarus meine.

Die drei Geschwister haben einen ganz starken Glauben. Sie suchen immer wieder die Nähe Jesu. Maria sitzt gern zu Jesu Füßen und hört ihm lange zu. Martha ist leidenschaftliche Gastgeberin und bereitet für Jesus viel vor. Ihr Bruder Lazarus ist schwer krank und wird bald sterben. Alle drei Geschwister wissen, nur Jesus kann ihnen in dieser Situation helfen und ihnen Trost und Frieden schenken.

Da vergessen sie, wie oft sie sich gezankt oder gestritten haben, wie oft sie aufeinander neidisch waren, wie oft sie es schwer miteinander hatten und wie oft sie vielleicht keine gemeinsamen Lösungen gefunden haben. Aber der gemeinsame Glaube an Jesus stärkt und eint sie und schenkt ihnen Hoffnung. Mit dieser Hoffnung gehen sie Jesus entgegen und bitten ihn um Hilfe. Und Jesus enttäuscht sie nicht, er ist zur rechten Zeit da. Er sieht ihre Situation und ruft Lazarus heraus und Lazarus kommt zu ihm. Er sieht Marthas viele Sorgen und Mühe. Er schenkt Martha Beachtung, Wertschätzung und Trost und zeigt ihr den Weg zu tiefer Zufriedenheit auf. Maria wird von Jesus bestärkt, das Wort Gottes weiter zu hören, und in seiner Nähe zu bleiben. So bekommen alle Drei eine neue Ausrichtung für ihr Leben von Jesus geschenkt. Sie erkennen, dass Jesus Gottes Sohn ist, dass er ihr Meister und Heiland ist, dass er in ihrer Nähe ist!

Das ist unser Wunsch für jeden, dass wir Jesus als unseren Herrn und Heiland erkennen und ihm begegnen, dass wir in seiner Hoffnung leben und dass wir hören, wenn er uns ruft.

Wir wünschen allen frohe und gesegnete Sommer-Urlaubswochen!

Christiane Lohöfener

Pfingsten verändert alles!

Impuls der Woche: Pfarrer Thomas Piehler

Pfingsten verändert alles!

Liebe Gemeindeglieder,

Pfingsten war für die Jünger der Wendepunkt in ihrem Leben. Aus eingeschüchterten, ängstlichen Menschen wurden mutige Bekenner des Glaubens. „Sie sahen aber den Freimut des Petrus und Johannes und wunderten sich; denn sie merkten, dass sie ungelehrte und einfache Leute waren… Sie sahen aber den Menschen, der gesund geworden war, bei ihnen stehen und wussten nichts dagegen zu sagen“ (Apg.4,13-14). Eigentlich hatten die religiösen Leiter Jesus umgebracht, um ein lästiges Problem aus der Welt zu schaffen. Doch das Problem kehrte zurück, nun heilen die Jünger von Jesus einen Gelähmten in aller Öffentlichkeit. Ein nicht zu leugnendes Wunder! Die Vollmacht, die Jesus hatte, war auf die Jünger übergegangen. Ein riesiges Problem für den Hohen Rat. Sie wundern sich über den Freimut von Petrus und Johannes, außerdem merkten sie, dass es einfache Leute waren. Das sollte uns aufmerken lassen. Keiner von uns sollte sagen: „Ich kann leider kein Zeuge für Jesus sein, denn ich hatte keine Gelegenheit, Theologie zu studieren“. Ob ich mit Freude und Freimut anderen von Jesus erzähle, hängt nicht an einem Studium, sondern an der Bevollmächtigung, die ich vom Heiligen Geist empfangen habe. Auch in uns verändert Pfingsten alles! Wer wie die ersten Jünger vom Heiligen Geist erfüllt wurde, empfängt eine Leidenschaft, anderen von der Liebe Gottes zu erzählen. Eine weitere Ausrede für fehlenden Bekennermut sind missliche Umstände, die scheinbar verhindern, dass ich für Jesus ein Zeuge sein kann. Hier hilft ein Blick über den Tellerrand. „In China erlitten und erleiden viele Christen harte Strafen um ihres Glaubens willen: So wurden fünf Priester ins Wassergefängnis geworfen. 40 Tage und Nächte waren sie in hüfthohem, fauligem Wasser eingekerkert. Jeder von den fünf wurde zusammen mit einem Schwerverbrecher der endlosen Dunkelheit ausgeliefert. Als die Wärter die Zellen wieder aufschlossen, konnten sie das Wunder nicht mit ihren Augen sehen: Aus allen Schwerverbrechern waren Christen geworden. Alle fünf hatte das Zeugnis ihres jeweiligen Mitgefangenen überzeugt. Sie hatten sich taufen lassen. Die Botschaft und das Zeugnis von der verzeihenden Liebe Gottes hatten Dunkelheit, Grenzen und Mauern überwunden“ (aus Willi Hoffsümmer, Kurzgeschichten 5, Seite 55). Es liegt nie an fehlender Intelligenz oder an schwierigen Umständen, wenn unser Zeugnis für Jesus unterentwickelt ist. Es liegt oft an zwei Dingen: Zum einen fehlt uns der Heilige Geist, der uns zu brennenden Zeugen macht, wenn wir ihn empfangen. Darum dürfen wir Jesus bitten: „Schenke mir den Heiligen Geist, ich will Dein Zeuge sein“. Zum anderen blockiert uns Ungehorsam. Jesus sagt: „Gehet hin und machet zu Jüngern… lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe“ (Mt.28,19-20). Befehle mögen Christen nicht, das erinnert an Einberufung und Armee. Christen wünschen sich, dass sie ermutigt und eingeladen werden. Wie es auch sei, über dem Abschnitt von Matthäus 28 steht in meiner Lutherbibel: „Der Missionsbefehl“. Darf Jesus uns befehlen, seine Liebe, die uns gerettet hat, an verlorene Menschen weiter zu geben? Darf Jesus sagen, meine Rettungstat am Kreuz ist so wertvoll, dass Ihr sie anderen Menschen nicht vorenthalten dürft? Für Petrus und Johannes wären diese Fragen abwegig. Sie bekommen vom Hohen Rat schwere Strafen angedroht, wenn sie weiter Zeugnis von Jesus geben. Sie antworten, erfüllt vom Heiligen Geist: „Urteilt selbst, ob es vor Gott recht ist, dass wir euch mehr gehorchen als Gott. Wir können´s ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben“ (Apg.4,19-20). Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist verändert alles! Auch im 21. Jahrhundert.

Ich grüße Sie herzlich zum Pfingstfest!

Pfarrer Thomas Piehler

Gottesdienste mit Hygieneregeln und Kindern

Ein Bericht von Christian Keller

Ja, es ist gewöhnungsbedürftig und doch halb so wild.

Ich war jetzt die ersten 2 Sonntage nach Wiederöffnung im Gottesdienst, mal mit 2, mal mit 3 Kindern, und ich muss sagen, dass ich die Gemeinschaft sehr genossen habe. Es war schön, vertraute Gesichter zu sehen, voneinander zu hören, wie gut oder auch schwierig sich die vergangenen Wochen gestalteten und eben gemeinsam vor unserem Gott zu stehen und ihn zu ehren und zu proklamieren, dass ER gut ist!

Die Kinder hielten den einstündigen Gottesdienst (ja, unsere Gottesdienstführenden schaffen es, sich tatsächlich zu begrenzen?) übrigens gut durch. Unsere Gottesdienstmitarbeiter geben sich große Mühe bei der Gottesdienstgestaltung, so gab es u.a. einen Raketenstart mit anschließender Hamburger-Portion zu bestaunen, eine Predigt zum Thema Gebet (Wir dürfen Gott in den Ohren liegen, sollten aber auch mal innehalten für das, was Gott möchte) zu hören oder auch ein grandioses klassisches Musikstück zu erleben.

Ich bin echt froh, dass wir uns wieder zum Gottesdienst treffen dürfen. Das ist schließlich unser Fundament IHM zu dienen. Dienen geht natürlich auch an anderen Orten und im Alltag - das soll es auch! Nichtsdestotrotz ist der Sonntag für mich wieder vollständig.
Und dieses Hochgefühl kann mir auch der lästige Mund-Nasen-Schutz nicht nehmen, den man vor jedem Gesang natürlich eilig und pflichtgemäß ins Gesicht schiebt.

Offenes Gemeindehaus

Seit zwei Wochen hat nun das Gemeindehaus in der Scharnhorststraße 29 jeden Freitag von 17.00-20.00 Uhr zum Gebet geöffnet. Um 18.00 Uhr findet ein liturgischer Kurzgottesdienst statt. Ab 19.00 Uhr trifft sich die Gemeindejugend (T4J) zum Jugendgottesdienst mit anschließendem Walk and Talk in Zweiergruppen. Zwischen 17.00 und 18.00 ist Zeit für persönliches Gebet und seelsorgerliches Gespräch.

Es scheint mir noch ein ungläubiges Abwarten zu sein, denn die 15 möglichen Plätze waren bisher noch nicht belegt. Nach den neuesten Regeln können wir nun Gottesdienst mit mehr als 15 Personen feiern, wenn wir die entsprechenden Regeln einhalten. Das ist erfreulich und bitter nötig. Natürlich sind Online-Angebote ein Segen, aber nur ein zusätzlicher. Sie können die Gemeinschaft der Heiligen nicht ersetzen. Beim Nachdenken über den Begriff Gottesdienst ist mir in letzter Zeit etwas klar geworden: "Gottesdienst" heißt neben dem Dienst an den Besuchern vor allem Dienst für Gott in Wort, Sakrament, Liturgie, Lobpreisungen. Da ist es egal, ob wir 4 Personen oder 200 sind. In mir wuchs die Ehrfurcht, vor dem Altar zu stehen und die heiligen Worte, Gebete und Gesänge unserem großen Gott zu opfern. Ich spürte dieses Wissen auch in den Besuchern.

Auch wenn gottlob jetzt bald wieder Gottesdienste in der Messehalle stattfinden werden, wird dieses Angebot bis auf Weiteres aufrechterhalten. Es soll auch Menschen dienen, die derzeit oder grundsätzlich den Weg in die Messehalle nicht schaffen. Also seid herzlich eingeladen.

Euer Markus Holtz

Stimmen aus der Gruppe der Besucher

„Ich habe mich gefreut, dass wieder ein Kontakt möglich war. Ich bin dankbar für das gemeinsame Gebet. Und ich habe trotz Abstand mit den anderen Besuchern ein paar Sätze gewechselt. Vom Singen haben wir uns trotz Mundschutz nicht abhalten lassen.“

 

„Die letzten zwei Freitage konnten wir uns als T4J endlich wiedersehen. Die Freude war natürlich riesig. Auch ohne Umarmungen und Handschlag waren diese Abende erfolgreich. Mit 1,5 m Abstand und Mundschutz konnten wir zusammen Gott loben. Markus hat ein Thema gehalten und mit Musik waren wir auch gut versorgt. Nach dem T4J Jugendgottesdienst gab es dann noch kleine lustige Aufgaben, die wir in Zweiergruppen bewältigt haben. Dabei sind superlustige Videos und Bilder entstanden. Abschließend kann ich nur sagen, auch mit den ganzen Umständen kann man gemeinsam Gott loben und Spaß haben.“

 

"Corona schränkt ein, bringt aber auch wieder neue Ideen hervor. So öffnet Markus Holtz im Mai immer freitags von 17.00 -20.00 Uhr unsere Andreaskirche in der Scharnhorststr. 29. Das ist eine wunderbare Gelegenheit, uns wieder zu sehen. Mit den gebotenen Abstandsregeln ist es schön endlich wieder Gemeinschaft zu haben. Um 18.00 Uhr läuten die Glocken aus unserem kleinen Glockenturm und anschließend folgt ein Kurzgottesdienst. Es ist einfach wunderbar, die Arbeitswoche mit Gottes Wort zu beschließen und Gottes Segen zugesprochen zu bekommen. Herzliche Einladung an alle und ein dickes Dankeschön an Markus für diese tolle Idee."  (Christiane und Manfred)

 

Auferstanden

4290 web

Liebe Schwestern und Brüder,

der Herr ist auferstanden! Das hallt noch immer in meinem Geist. Ostern endet nicht mit Ostermontag. Die Auferstehungskraft ist real. Davon zeugt das Bild „Auferstanden“ von Sr. Georgia.*

Mich begleitet dieses Bild schon vier Jahre. Ich benutzte es bei meiner Prüfungsstunde Christenlehre 2016. Dazu habe ich jetzt eine kleine Leseandacht für alle Stationen des Martinstift verfasst, die ich auch in Eurem Namen kombiniert mit einem Merci für die Mitarbeiter am Dienstag dort vorbeigebracht habe. Unsere arabischen Gemeindeglieder hatten es als Klappkarte ebenfalls in der Post.

Ich möchte dieses Bild und einige meiner Gedanken auf diesem Wege auch mit Euch teilen. Zündet doch eine Kerze an, lest eine der Auferstehungsgeschichten bei den Evangelisten und lasst beides auf Euch wirken.

Das Licht strahlt aus der Tiefe des Bildes hervor. - Jesus ist tot. Es gibt keine Hoffnung für die Jünger. Keiner erwartet noch irgendetwas Gutes. - Doch wie eine Explosion bricht ein heller Strahl aus der Finsternis. Das ist Auferstehung, Hoffnung aus Hoffnungslosigkeit. Zwischen dem Dunkel im Hintergrund und dem Hellen im Vordergrund ist es rot. Das weist auf das Leiden und Sterben Jesu hin. Es war nötig, um uns ans Licht zu führen. Ohne das Kreuz kein Licht. Das Kreuz findet sich auch im Vordergrund. Es sind gleichzeitig zum Segen ausgebreitete Arme. Es könnten auch Arme sein, die dich und mich umarmen wollen.

Macht die Augen zu und stellt Euch vor: Jesus tritt aus dem Licht und will mich umarmen.

Viel Freude beim Meditieren

Euer Markus

*(Quellenangabe Sr. Georgia Andrzejewski, Auferstanden, © ars liturgica Klosterverlag Maria Laach, Nr. 4290, www.klosterverlag-maria-laach.de)

Zeugnis Michael Jahn

Männergebet

Das war die Initialzündung: Es war am Sonntag, dem 07. April 2019: Im Veranstaltungskalender stand: Gottesdienst mit Björn Karachouli. Das war ja nicht das erste Mal, dass KV-Mitglied und Büro-Leiter Björn einen Gottesdienst leitete – und die Verkündigung übernommen hatte. Und doch sollte es ein besonderer Gottesdienst werden. Denn nach Lobpreis und kurzer Liturgie begann Björn mit einem ehrlichen und schonungslosen Bekenntnis. Und davon, dass er Erlösung brauche – und dass er umkehren müsse und umkehren will! Und dann stellte er die Frage an alle: Wo braucht Ihr – wo brauchst Du Erlösung? Und er rief dazu auf, sich die eigene Erlösungsbedürftigkeit ehrlich einzugestehen! 

Ganz konkret schlug er dazu vor: Wer von den Männern spürt, dass bei ihm Umkehr nötig ist – solle sich im Anschluss an den Gottesdienst vorn einfinden … Damit war das Männergebet geboren! Einige Männer schlossen sich spontan zu Gebetszweierschaften zusammen, andere nahmen die Einladung zum Samstag-Nachmittag-Gebet im IPR (Gebetsraum) an.
Seitdem treffen sich Männer aus der Gemeinde regelmäßig (14-tägig), um vor dem HERRN zu stehen und sein Angesicht zu suchen. In SEINEM Licht wird Sünde aufgedeckt und wir beten um Vergebung und Reinigung. Wir trösten und ermutigen einander, teilen das, was uns bewegt, was uns belastet und was uns erfreut. So gehen wir miteinander Schritte des Glaubens. Konkrete Schritte, die uns wachsen lassen. Gerade, wenn wir manchmal bekennen müssen, dass wir wieder versagt haben, werden wir ermutigt weiter zu gehen.


Darum brauche ich das zweisame und das gemeinsame Gebet!
Ich habe dadurch konkrete Veränderung erfahren! Ich durfte Dinge hinter mir lassen, die mich immer wieder niedergedrückt haben. Und ich darf erleben, wie es anderen genauso geht. Wie Gott unser gemeinsames Rufen und das "in SEIN Licht treten" beantwortet.
Manchmal sind wir nur wenige – aber das entmutigt uns nicht. Wir haben einen Schatz entdeckt – neu entdeckt. Wir werden gesegnet und verändert!
Schließlich fordert uns SEIN Wort ja unmissverständlich auf, diesen Schatz zu heben: „So will ich nun, dass die Männer beten an allen Orten, und aufheben heilige Hände, ohne Zorn und Zweifel.

Ich bin so dankbar, dass dies im Pavillon geschieht.

Michael Jahn

 >>> Nachtrag: Sobald es wieder möglich ist, geben wir den nächsten Termin bekannt!

Osterbrief des Landesbischofs Tobias Bilz

Liebe Schwestern und Brüder,

ich schreibe meinen ersten Brief an Sie in Zeiten des Ausnahmezustandes. Wir gehen auf das Osterfest zu und wissen nicht, wie wir es feiern sollen. Der Ausfall unserer Gottesdienste und Versammlungen war auch in den vergangenen Wochen schwer. Jetzt aber sind wir tief beunruhigt: Wie sollen wir am Gründonnerstag das Heilige Mahl halten? Werden wir die Passionsgeschichte allein lesen müssen? Auf welche Weise soll sich der Osterjubel ausdrücken?

Hier weiterlesen >>>

Fotowettbewerb für Kinder

Liebe Eltern und liebe Kinder!

Wieder ist eine Woche um mit Homeschooling, intensiver Familienzeit und Ausgangsbeschränkungen. Wie geht es Euch? Vielleicht könnt Ihr diese Zeit als Geschenk sehen. Endlich mal kein Termindruck, vieles wurde abgesagt. Mal so richtig viel Zeit füreinander. Vielleicht ist es aber auch der pure Stress. Alle zu Hause „auf einem Haufen“. Jedem muss man es irgendwie recht machen. Keine Zeit und kein Raum für Rückzug und Zeit für sich selbst. Sicher ist es beides.

Heute möchte ich Euch wieder ein paar Tipps geben, wie Ihr mit Euren Kindern in dieser besonderen Passionszeit ins Gespräch kommen und was Ihr gemeinsam unternehmen könnt.

Eine schöne Möglichkeit ist, einen Ostergarten zu gestalten. Dazu braucht Ihr einen kleinen Pappkarton oder eine leere Mandarinenkiste. Diese Kiste kann man mit Plakatfarbe bemalen. Dann wird auf dem Boden Folie gelegt und es kommt Erde darüber. Im Hof, Garten oder im Wald könnt Ihr danach Naturmaterial sammeln. Steine, Gräser, Moos, Zweige usw. Aus diesem Material wird in der Kiste ein „Garten“ gestaltet. Aus Zweigen und einen kleinen Faden kann man ein Kreuz basteln und aus Salzteig oder Knete eine Grabhöhle formen. Diese wird dann mit einem Stein verschlossen. Während Ihr diesen „Garten“ Stück für Stück gestaltet, könnt ihr immer einen Teil der Passionsgeschichte erzählen oder die Geschichten, die ich im Newsletter geschrieben habe, vorlesen. Am Ostersonntag wird dann der Stein von der Grabhöhle weggerollt und Ihr könnt ein Teelicht davorstellen.

Übrigens: 

Alle Kinder, die alleine oder gemeinsam mit ihren Eltern einen „Ostergarten“ gestalten, können mir bis Ostern gern ein Foto davon zuschicken. Die schönsten Fotos erscheinen dann im nächsten Newsletter nach Ostern. Jeder Teilnehmer bekommt im ersten Gottesdienst, den wir hoffentlich bald wieder gemeinsam feiern können, einen kleinen Preis.

Bitte schickt die Fotos an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ich wünsche Euch eine gute Zeit beim Gestalten Eures eigenen Ostergartens und grüße Euch von ganzem Herzen,

Eure Kerstin Kluge

 

Teil 2: Bibellesen und Gebet mit Kerstin

Letzte Woche habe ich euch erzählt, wie Jesus gefangen genommen wurde. Alle seine Jünger hatten ihn verlassen. Sogar sein Freund Petrus. Lest selbst, wie es ihm danach erging (oder lasst es Euch vorlesen)!

„Ich kenne diesen Menschen nicht“

Da steht Petrus nun. Alleine und in der Dunkelheit. „Was hab ich nur gemacht!“ denkt er. „Ich wollte doch immer bei Jesus bleiben. Wieso bin ich denn nur weggelaufen?“ Petrus ist ganz verwirrt. Er wollte Jesus doch niemals verlassen. Sogar sterben wollte Petrus mit ihm. Und nun das! Seine Angst vor den Tempelwachen war so groß, dass er einfach nur in die Dunkelheit gerannt war und sich versteckt hatte. „Ich muss wissen, was mit Jesus geschieht. Ich muss sehen, wie es ihm ergeht.“ denkt Petrus. Leise geht er durch die Dunkelheit zum Palast des Hohepriesters. Im Hof sind viele Leute. Ein großes Feuer brennt. Durch die offene Tür sieht Petrus Jesus stehen. Der Hohepriester, die Ältesten und Schriftgelehrten umringen ihn. Sie beschimpfen und verhöhnen Jesus. Was genau sie sagen, kann Petrus nicht verstehen. Plötzlich spricht Petrus eine Magd an: „Du bist doch auch einer von diesem Jesus!“ Petrus zuckt zusammen. „Nein, das bin ich nicht!“ antwortet er. Eine andere Frau sagt: „Doch! Ich habe dich mit Jesus zusammen gesehen!“ Petrus erschrickt noch viel mehr. „Nein!“ antwortet er. „Ich bin es nicht. Du verwechselst mich sicher mit jemanden.“ Da kommt einer von den Tempelwächtern und sagt: „Na klar bist du einer von Jesus. Deine Sprache verrät dich!“ Da ruft Petrus ganz verzweifelt: „Ich kenne diesen Menschen nicht!“ Plötzlich kräht der Hahn. Petrus ist wie vom Blitz getroffen. „O nein, was habe ich getan!“ denkt er. Er schaut durch die offene Tür zu Jesus. Der sieht ihn an. Da fallen Petrus die Worte ein, die Jesus ihm noch gesagt hatte: „Ehe der Hahn kräht wirst du mich dreimal verleugnet haben.“ „O Jesus,“ denkt Petrus, „Ich habe alles falsch gemacht.“ Schnell geht er aus dem Hof des Palastes in die Dunkelheit. „Alles ist aus! Ich bin ein Feigling und Verräter! Das wird mir Jesus nie verzeihen. Ich habe meinen besten Freund im Stich gelassen!“ denkt Petrus und weint bitterlich. 

Gebet

Lieber Herr Jesus, danke, dass Du mich liebst, obwohl Du mich kennst. Danke, dass ich alle Dinge, die ich falsch mache oder die mir nicht gelingen, zu Dir bringen kann. Du vergibst mir immer und schaust mich in Liebe an. Amen.

Bibelseminar mit Prof. Siegfried Zimmer

Eine Empfehlung von Manfred und Maria Hoffmann

Wir möchten jeden einladen, der die Bibel als Wort Gottes liebt, das Bibelseminar mit Prof. Siegfried Zimmer aus Ludwigsburg, zu besuchen. Er fordert dazu heraus, eigene Anschauungen zu hinterfragen und Bibeltexte sehr genau zu lesen und zu studieren, d.h. Aussagen der Texte zu erfassen (Exegese) und nicht eigene Meinungen hinein zu lesen (Eisegese).

Prof. Zimmer ist in unserem Land mit "Worthaus" bekannt geworden und mit seiner eingehenden und provokanten Art vielen ein positiver Anstoß zu intensiverem Bibelstudium geworden.

Zeit: Freitag, den 26. März 2021, 18:00 bis Samstag, den 27. März 2021, 16:00 Uhr

Ort: Raum Herzliya, Pavillon der Hoffnung, Puschstr. 9, 04103 Leipzig

Auf Grund der begrenzten analogen Teilnehmerzahl werden wir eine Teilnahme per Zoom ermöglichen.
Anmeldung unter: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Kosten: Um eine Spende wird während der Veranstaltung gebeten.

Prof. Zimmer wird über das Buch Hiob referieren und sich Zeit nehmen, auf Fragen einzugehen. In Vorbereitung des Seminars empfehle ich, Lehrvorträge von ihm im Youtube-Kanal "Worthaus" sich anzuhören und Fragen zu seinen Vorträgen zu sammeln. Darauf möchte er sehr gerne eingehen und ins Gespräch kommen.

Ich grüße mit der Beschreibung der Wirkkraft des Wortes Gottes in Hebr.4:12-13.

In Vorfreude grüßen Euch

Manfred & Maria Hoffmann
PS. Genauere Informationen folgen, wenn wir die neuen Bestimmungen kennen.

God is still speaking - eine Ermutigung

von Beatrix Bode

Durch den Gemeindebrief wurde ich angeregt, mal was zu schreiben: Zur Ermutigung für Paare, die am Verzweifeln sind, möchte ich einen gekürzten Einblick geben in den Weg, den Gott uns in den letzten Jahren geführt hat:

Wie sehr viele wissen, bin ich im Jahr 2016 in eine Depression gerutscht. Die Depression entsteht zum Teil aus genetischer Veranlagung, zum weiteren Teil aus Stressoren aus der persönlichen Kindheitsgeschichte und zum dritten Teil aus Stressoren aus dem aktuellen Leben. Den ersten Teil kann ich nicht beeinflussen, der zweite und dritte Teil hängt oft eng miteinander zusammen, da ich in meiner Kindheit bestimmte Verhaltensmechanismen eingeübt habe, die mein aktuelles Leben beeinflussen.

Das erste, was ich in der Depression lernte war: Ich kann nie tiefer fallen als in Gottes Arme! Egal was ich (nicht) zustande brachte, egal wen ich (nicht) sehen mochte, egal was ich (nicht) fühlte, und egal welche Vorwürfe ich mir darüber machte: Ich war bei ihm geborgen. Das war die wesentliche Erkenntnis für meinen gesamten langwierigen Heilungsprozess.

Dann wurde für mich im Laufe meines mehrjährigen Heilungsweges deutlich, dass es in meiner Beziehung zu meinem Mann solche Verhaltensmechanismen gab/gibt, die mich sehr gestresst haben, ohne dass ich es merkte, weil sie so gut zu meinen eigenen mitgebrachten Verhaltensmechanismen passten! Mir wurde auch deutlich: wenn alles wieder so wird wie vorher, gehe ich früher oder später unweigerlich wieder krachen. Also begann ich meine Rückfallprophylaxe: Ich suchte mir einen Psychologen am Ausbildungsinstitut der Uni und dachte, der hat mir vielleicht wesentliche Einsichten und Tipps zu geben. Es war wichtig, dass ich ihn nicht als Retter in der Not aufsuchte, da ich ja den Heilungsweg selbst mit meinem Gott gehen muss - und Jesus ist ja schon mein Retter! Mit dieser Haltung kann ich die Anregungen des Psychologen viel besser an mich ranlassen.

Ich wurde in den Sitzungen in allen meinen Entscheidungen vorsichtig hinterfragt (sogar die Entscheidung, die mich zu Gott hingeführt hatte). Das hat mir sehr gut getan, weil ich plötzlich sehen konnte, dass die Selbstverständlichkeiten in meinem Leben gar nicht selbstverständlich sind.

Und so wurde mir auch deutlich, dass so manche Kommunikation zwischen mir und meinem Mann auch nicht selbstverständlich ist: wir haben uns beide aus einer „falschen“ Motivation heraus für einander entschieden - so wie ich alle wichtigen Lebensentscheidungen (auch die für Gott) aus einer „falschen“ Motivation gefällt habe. Und 25 Ehe-Jahre lang habe ich das nicht einmal gemerkt…

Ich begann zu verstehen, was mich in der Beziehung krank macht und was ich nicht mehr dulden möchte. In der Kommunikation darüber ist natürlich unser Beziehungssystem ins Wanken geraten. Die Dinge waren nicht mehr so, wie sie immer gewesen waren. Es gab dann viel Streit, viele Tränen, oft sind wir wieder ins alte Fahrwasser gefallen oder haben überreagiert, wenn es die alten wunden Punkte betraf (das ist z. T. auch immer noch so). Aber immer habe ich darauf geachtet, meinem Mann zu verstehen zu geben, dass ich nicht ihn angreifen, sondern mich selbst schützen möchte. Das war extrem wichtig, weil er dadurch weniger in die Defensive gehen, sondern eher zum Verständnis kommen konnte.

Nun hat uns Gott im letzten Jahr vor eine Entscheidung gestellt, der wir schon viele Jahre ausgewichen sind. Es ist an der Zeit: Ziehen wir zu meiner Mutter, der es immer schlechter geht? 

Das bedeutet, dass ich meine wieder erstarkende Schaffenskraft aus allen öffentlichen und ehrenamtlichen Möglichkeiten herausziehe - wieviel ist das vor Gott wert, wenn ich nicht Seelen rette, sondern nur eine Person pflege? 

Das bedeutet auch eine relativ überschaubare Baustelle, um Platz für meine Familie bei meiner Mutter zu schaffen. So eine Baustelle mit Umzug ist immer eine „reichliche Streitquelle“! - Schaffen wir es, eine neue Streitkultur einzuüben und uns gegenseitig neu kennenzulernen und zu respektieren?

Es stellt sich heraus, dass die Beantwortung dieser Fragen gerade jetzt wesentlich für unseren Heilungsweg in der Beziehung ist! Es stellt sich auch heraus, dass, obwohl die Beziehung unter „falschen“ Voraussetzungen begonnen hat, wir eine tragfähige, intime Vertrautheit entwickeln können, die unsere Zuneigung zu einander in einer Weise kräftigt, die wir nie erlebt hätten, wenn wir unterwegs aufgegeben hätten!

Es sind noch lange, lange nicht alle Probleme und Verletzungen gelöst. Aber wie mein Therapeut doch sagte: Eine Beziehung hält nicht lange, weil es keine Auseinandersetzungen gibt, sondern weil gute Erlebnisse die schwierigen Erlebnisse aufwiegen.

Danke, lieber Gott, für die Entwicklungschancen, die ich durch diese Auseinandersetzung bekomme.

Buchvorstellung: Dietrich Bonhoeffer: Gemeinsames Leben

Eine Buchempfehlung: Dietrich Bonhoeffer: Gemeinsames Leben

Ich gebe es zu: ich bin kein besonders ausdauernder Leser. Zeitmangel aus familiären oder arbeitstechnischen Gründen wäre vorgeschoben. Tatsächlich brauche ich eine gewisse Muße dazu, mich meiner Leidenschaft für Sachbücher zu widmen. Außerdem bin ich so vielseitig interessiert, dass ich gern 5 Bücher gleichzeitig lese, leider zulasten der Ordnungsliebe meiner Frau Maria….

Seit Weihnachten hat mich das Buch "Gemeinsames Leben“ von Dietrich Bonhoeffer in Beschlag genommen. Er hat es geschrieben als eine Art Anleitung zum Leben in einer Bruderschaft. Die Inhalte, so schreibt Bonhoeffer selbst, sind jedoch übertragbar auf das Leben in der Familie, auf die Gemeinde, auf alle Gemeinschaftsformen, die sich auf die Beziehung zu Jesus Christus gründen. Und beim Lesen habe ich genau das erfahren und fühlte mich ermutigt, gestärkt, an der einen oder anderen Stelle auch ermahnt…

Ich will an dieser Stelle gar nicht viel erklären, sondern werde zunächst einige Zitate aus dem ersten Teil des Büchleins sprechen lassen, danach nur einige Aspekte kurz erläutern, die mich besonders ins Nachdenken gebracht haben.

„Jedes menschliche Wunschbild, das in die christliche Gemeinschaft mit eingebracht wird, hindert die echte Gemeinschaft und muss zerbrochen werden.“

„Christliche Bruderschaft ist nicht ein Ideal, dass wir zu verwirklichen hätten, sondern es ist eine von Gott in Christus geschaffene Wirklichkeit, an der wir teilhaben dürfen.“

„Ebenso gibt es eine „seelische“ Nächstenliebe (…). Seelische Liebe liebt den Andern um seiner selbst willen, geistliche Liebe liebt den Andern um Christi willen“

„Es ist für jedes christliche Zusammenleben eine Daseinsfrage, dass es gelingt, rechtzeitig das Unterscheidungsvermögen zutage zu fördern zwischen menschlichem Ideal und Gottes Wirklichkeit und zwischen geistlicher und christlicher Gemeinschaft.“

Nach dieser Unterscheidung von Geist und Seele beschreibt Bonhoeffer, wie ein gemeinsamer Tag in einer christlichen Gemeinschaft förderlich gestaltet sein kann. Besonders angesprochen haben mich die Erläuterungen, inwiefern tradierte Formen, wie z.B. die gemeinsame Psalmlesung, eine besondere Kraft entfalten und zum Segen der Gemeinschaft werden können. Wirklich lesenswert. Man hört und betet die Psalmen plötzlich ganz anders…

Gegen Ende des Buches findet sich schließlich ein Abschnitt zum Thema Dienst, der mir nochmal sehr nah gegangen ist, weil ich das Empfinden habe, dass vieles von dem Beschriebenen in meinem Leben und in unserer Gemeinde wirklich sichtbar und greifbar ist. Bonhoeffer beschreibt vier Dienste in der Gemeinde, zu denen alle Mitglieder der Gemeinde berufen sind und darum von allen getan werden sollten:

1. „Der erste Dienst, den einer dem andern in der Gemeinschaft schuldet, besteht darin, dass er ihn anhört“. Hier ist keine Anhörung gemeint, sondern ein Zuhören, so wie Gott es auch tut. Auch Gott leiht uns sein Ohr und so sollen auch wir, die wir in der Gemeinschaft mit anderen Menschen und mit Gott leben, mit den Ohren Gottes hören.

Ein persönlicher Gedanke: Ich finde es total schön, dass zuerst das Zuhören kommt und nicht das Tun. Das bewegt mich auch gerade für die Arbeit des Kirchenvorstands: Es gibt viele Dinge zu tun und doch brauchen wir eine Zeit des Zuhörens. Hören auf Gott, aber auch Hören untereinander. Meine Hoffnung ist, dass die neuen KV-Ausschüsse, zu denen wir auch Gemeindeglieder zur Mitarbeit berufen wollen, ein Ort werden, wo wir uns zuallererst anhören und gemeinsam schauen, was Gott auf dem Herzen liegt.

2. „Der zweite Dienst, den einer dem anderen tun soll, ist die tätige Hilfsbereitschaft“. Besonders betont Bonhoeffer, dass man sich dazu auch mal bei anderen Tätigkeiten unterbrechen lassen darf und nicht nur sein eigenes Tagwerk vollzieht.

Ein persönliches Erleben dazu: Als wir als Familie vor einem knappen Jahr in eine größere Wohnung ziehen durften, haben wir aus der Andreasgemeinde heraus solche tätige Hilfsbereitschaft erlebt – und das in einem überwältigenden Ausmaß. Ungefähr 20 Männer und Frauen aus der Gemeinde halfen beim Möbeltragen, Putzen, Mittagessenversorgen, Möbel aufbauen, Kinder betreuen und vielem mehr. Übrigens waren unter den Helfern auch einige, die ich noch gar nicht so sehr kannte. Zum Segen unserer Familie hatte ich damals den Mut viele Menschen einfach anzusprechen und um Hilfe zu bitten.

3. "Der dritte Dienst „besteht im Tragen des Andern“. Damit ist gemeint: Sowohl das Tragen des Gehörten in der Fürbitte als auch das Ertragen des Anderen in seiner Andersartigkeit.

Ein persönlicher Gedanke: Mir scheint das eine große Stärke unserer Gemeinde zu sein, dass wir so unterschiedlich und doch in Einheit sind. Das ist sicher ein Zeichen dafür, dass wir uns nicht zum Selbstzweck treffen, sondern weil Jesus unser gemeinsamer Fixpunkt ist. Ich habe schon von einigen Gästen unserer Gottesdienste gehört, die davon sehr erstaunt waren.

4. „Wo nun der Dienst des Hörens, der tätigen Hilfe, des Tragens treu getan wird, kann auch das Letzte und Höchste geschehen, der Dienst mit dem Wort Gottes“. Damit ist nicht allein die Predigt gemeint, sondern, dass wir auch das Wort von Mensch zu Mensch weitergeben, sei es zum Trost, sei es zur Ermutigung, sei es zur Ermahnung.

Ein persönliches Erleben dazu: Oft geht es mir so, dass ich Worte, die ich für Menschen empfange, lange prüfe und beiseite lege, einfach aus der Unsicherheit heraus, ob das Gehörte von Gott ist, ob es für denjenigen bestimmt ist, den ich mir denke usw. Mir hat es sehr gefallen, wie Bonhoeffer darauf eingeht und an einer Stelle sagt, dass wir ja alle Sünder sind und einer dem anderen hilft, den Weg mit Christus zu gehen. Insofern stellt Bonhoeffer fest: „Je mehr wir lernen, uns selbst das Wort vom Andern sagen zu lassen, auch Ermahnungen demütig und dankbar anzunehmen, desto freier und sachlicher werden wir zum eigenen Wort.“

Wer selbst mal nachlesen möchte, ich empfehle ausdrücklich auch die von einem Leipziger Theologen eingeführte Ausgabe vom Brunnenverlag, die man für knapp 12 Euro hier erwerben kann: https://www.scm-shop.de/gemeinsames-leben-7479190.html

Januar 2021, geschrieben von Christian Keller

 

Jahresrückblick Spenden & Dank

Ihr seid eine Ermutigung – Vielen Dank!

Liebe Freunde, liebe Gemeindeglieder, liebe Spender,

wir alle sind im Jahr 2020 durch schwierige Zeiten gegangen und müssen noch weiterhin auf unbestimmte Zeit unsichere Wege gehen. Aber wir sind sehr dankbar, euch alle an unserer Seite zu wissen. Wir sagen vielen Dank, für alles, was ihr im letzten Jahr für die Gemeinde und ihre unterschiedlichen Dienste getan und gespendet habt. Durch eure finanzielle Unterstützung wurde trotz lockdown und eingeschränkter Gottesdienste die wesentliche Arbeit in der Gemeinde weiterhin gewährleistet.  
Ihr seid ein Segen und uns eine Ermutigung.

Hier geben wir euch einen kleinen Überblick, was dank eurer Spenden möglich war:

Jugendleiter: Die Jugendleiterstelle war 2020 finanziell getragen. Es kamen Spenden von 13.267€ und 3.490€  (auf dem Jugendkonto) zusammen. Gemeinsam mit den Spenden aus dem Jahr 2019 hat die Gemeinde einen kleinen Überschuss, der eine weitere Anstellung von Markus Holtz für die nächsten Monate ermöglicht. Vielen Dank.

Armenarbeit: Für die Armenarbeit kamen 7.925€ zusammen. Außerdem erhalten wir noch die Spenden von betterplace, welche 6.000€ betragen. Einen besonderen Dank an dieser Stelle an Amazon (5.000€), den unbekannten Spender auf betterplace (5.900€) und RB Leipzig (1.400€). Dadurch konnte „Weihnachten fürs Volk 2020“ abgesichert werden. Alle Gäste erhielten neben ihren Geschenken auch ein kleines Festessen in Gläsern, welches durch einen Caterer geliefert wurde. Wir freuen uns sehr, dass wir für die nächsten Freundesgeburtstage finanziell nicht bei Null beginnen müssen, sondern einen kleinen Puffer haben.

Zweite Pfarrstelle: Hier kamen 9.770€ zusammen. Das Geld wird zurückgelegt, bis wir mit der zweiten Pfarrstelle starten können. Vielen Dank.

Kollekten: Trotz wochenlanger Verbote, Gottesdienste durchführen zu können und der darauffolgenden Einschränkungen konnten wir Kollekten in Höhe von 12.947€ verbuchen. Das Defizit war niedriger als vermutet. Für unseren Gemeindehaushalt war das ein großer Segen. Vielen Dank allen freudigen Gebern.

Kirchgeld: Das eingegangene Kirchgeld für das Jahr 2020 betrug 16.320€. Für den Gemeindehaushalt ein wahrer Segen. Vielen Dank an alle, die ihr Kirchgeld gezahlt haben.

Miete im Pavillon der Hoffnung: Wir sind unendlich dankbar für die Möglichkeit, unsere Gottesdienste im Pavillon der Hoffnung feiern zu können. Das gab und gibt uns die Möglichkeit, statt 32 (im Gemeindehaus) mit 180 Geschwistern in der Messehalle 14 unsere Gottesdienste weiterhin feiern zu können. Für die Miete kamen 44.030€ im Jahr 2020 zusammen. Nach einem Aufruf konnte das Defizit von 14.000€ auf 10.400€ verringert werden. Wir haben zwar noch ein Defizit von ca. 940€/Monat, aber wir sind sehr dankbar für jeden, der uns allen mit seiner Spende ermöglicht, gemeinsam Gottesdienst feiern zu können. Das Defizit im Jahr 2020 können wir Dank der Spenden zur freien Verfügung ausgleichen.

Spenden zur freien Verfügung: Die Spenden zur freien Verfügung sind ein ganz besonders wichtiger Grundpfeiler unserer Gemeindearbeit. Durch diese Spenden können wir Defizite an anderen Stellen wie z.B. Missionsarbeit, Bundesfreiwilligendienst, Kosten für den Gemeindebus, Mieten im Pavillon der Hoffnung u.v.m. dankbarerweise ausgleichen. Hier kamen im letzten Jahr 37.300€ zusammen. Gott sei Lob und Preis und allen Gebern vielen Dank.

Spenden für die Gemeindearbeit: Innerhalb der Gemeindearbeit gibt es vieles, was bedacht, organisiert und bezahlt werden muss. Da wären z.B. die entstehenden Nebenkosten im Gemeindehaus für Kinder- und Senioren- und sonstige Gemeindearbeit, Anschaffungen von Material für die Gemeindearbeit, Dienstreisen, Aufwandsentschädigungen für ehrenamtliche Helfer, Honorare, Veröffentlichungen, Geschenke für Ehrenamtliche u.v.m.
Diese Spenden sind neben den Kollekten und dem Kirchgeld besonders wichtig, um die Gemeindearbeit zu gewährleisten. Vielen Dank an alle Spender, die gemeinsam 6.650€ gegeben haben.

Technik: Wie wichtig die Technik für unsere Gottesdienste und andere Veranstaltungen ist, weiß man meistens erst, wenn sie nicht funktioniert. Es geht immer mal etwas kaputt oder muss neu angeschafft werden. Sei es eine Strahler- oder Beamerlampe, das Mikrofon, das Mischpult, Notenständer oder Kabel. All diese Anschaffungen sind neben Nutzungsgebühren bei Veranstaltungen durch Spender finanziert. Im Jahr 2020 waren das 1.162€. Vielen Dank.

Glaubensgrundkurs: Wie wichtig der Glaubensgrundkurs für ein Leben sein kann, davon können diejenigen berichten, die durch einen solchen Gott kennen und lieben gelernt haben. Neben dem Dank für die Haupt- und Ehrenamtlichen Helfer sagen wir Danke für diejenigen, die mit ihren Spenden den Grundkurs möglich machen. 250€ kamen dafür im Jahr 2020 zusammen.

Missionsarbeit: Für die Missionsarbeit ist anteilig Markus Holtz angestellt. Er leitet und organisiert alle missionarischen Projekte. Außerdem wird davon die Unterbringung und Versorgung von ausländischen Missionaren bezahlt, sowie Lebensmittel für die Missionsarbeit und sonstige Reisekosten (z.B. für Rüstzeiten).  Für die Missionsarbeit erhielten wir 1.162€. Vielen Dank an alle Spender. Aufgrund der vielen Kosten, die hier enthalten sind, weist dieses Konto ein Defizit auf, welches aus den Spenden zur freien Verfügung ausgeglichen werden kann.

Gemeindebus: Ohne den Gemeindebus wären viele Bereiche unserer Gemeindearbeit nicht vorstellbar. Kinder,- Jugend,- und Gemeindefreizeiten könnten nicht stattfinden. Ebenso der Transport unserer Freunde aus dem Martinstift zu den Gottesdiensten. Einkäufe für die Armenarbeit, missionarische Einsätze, der Grundkurs, die Konfirmandenfreizeit, besondere Dienstfahrten oder kleinere Transporte für die Gemeindearbeit u.v.m. wären nicht möglich. Für all diese wichtigen Aufgaben wäre die Nutzung von Mietfahrzeugen finanziell keine Alternative. Nach über 10 Jahren treuer Dienste hat unser alter Gemeindebus 2020 endgültig ausgedient. Wir freuen uns, dass wir einen anderen gebrauchten aber gut erhaltenen Gemeindebus erwerben konnten. Dieser wurde aus Rücklagen für die Gemeindearbeit finanziert. Aber ein Auto verursacht weiterhin Kosten. Versicherung und Unterhalt müssen gewährleistet sein. Deshalb sind wir diesbezüglich über jede Spende sehr dankbar. 300€ kamen dafür 2020 zusammen. Vielen Dank.

Liebe Freunde, dieser kleine Überblick ist ein Teil dessen, was durch Eure Spenden möglich war. Ihr habt damit Anteil an allem, was in unserer Gemeinde geschieht. Vielen Dank für Eure Unterstützung und Gottes Segen einem jeden von Euch für das Jahr 2021. Wir hoffen, Ihr bleibt uns treu und unterstützt uns auch weiterhin. Denn ohne Euch geht es nicht.

Du spendest noch nicht, möchtest aber gern? Hier siehst Du unsere Bankverbindung und Spendenmöglichkeiten:

Spendenkonto:

Kontoinhaber: Ev.-Luth. Kirchenbezirk Leipzig
IBAN: DE68 3506 0190 1620 4790 35
BIC: GENODE D1 DKD
Bank: Bank für Kirche und Diakonie – LKG Sachsen
(Bei der automatischen BLZ-Erkennung wird oft angezeigt:
"Bank für Kirche und Diakonie - KD-Bank Dortmund". Das ist ebenfalls richtig.)

Verwendungszweck

bitte immer "1907" angeben. Dies ist unsere Rechtsträgernummer. 

"1907 Miete Messehalle 14"
"1907 Jugendmitarbeiter"
"1907 Weihnachten fürs Volk“
"1907 Armenarbeit"
"1907 Spenden für Pfarrstelle"
"1907 Kirchenmusik"
"1907 Gemeindebus"
"1907 Missionsarbeit"
„1907 Gemeindearbeit“
„1907 Glaubensgrundkurs“
„1907 Technik“

oder "1907 Spende zur freien Verfügung"

Neues aus dem Kirchenvorstand - Newsletter 02/2021

Der Kirchenvorstand tagte im Januar gleich 2 Mal digital. Im Zentrum standen dabei die Sammlung der zu bearbeitenden Themen in der noch jungen Legislaturperiode des neuen KVs sowie Überlegungen zur künftigen Arbeitsweise des Kirchenvorstands und dem Einbinden der Gemeinde. Konkret entschieden wurde schließlich, dass es künftig 7 Ausschüsse des Kirchenvorstands gibt, in denen Gemeinde-Themen vorgedacht, vor Gott bewegt und Beschlussvorlagen für den KV erarbeitet werden. Für die einzelnen Arbeitsgruppen werden die Kirchvorsteher in den nächsten Wochen Gemeindeglieder konkret anfragen und bei entsprechender Bereitschaft in die Ausschüsse berufen.

Folgende Ausschüsse hat der Kirchenvorstand gebildet:

• AG Kinder & Jugendliche
• AG Gemeindeangebote
• AG Zusammenbleiben
• AG Theologie & Gemeindeentwicklung
• AG Lobpreis & Technik
• AG Bau & Finanzen
• AG Kommunikation und Netzwerke

Nachfolgend haben wir einige Kurzbeschreibungen der AGs und mögliche Themen zusammengefasst:

 

  • AG Kinder & Jugendliche

Hier werden die Angebote unserer Gemeinde für Kinder und Jugendliche weitergedacht. Die junge Generation verdient unser besonderes Augenmerk.

Beispielthemen:
- Christenlehre, Konfi-Arbeit
- Mitarbeiter für Kindergottesdienste
- Familiengottesdienst

KV-Mitglieder: Talida, Maya

 

  • AG Gemeindeangebote

Hier werden Themen rund um bestehende Gemeindeangebote bearbeitet, u.a. Seniorenarbeit, Martinstift, Lebenszellen, Missionsarbeit, Freunde, Kleiderkammer, etc.; im Vordergrund steht die Weiterentwicklung der bestehenden Angebote und Lösung praktischer Probleme.

Beispielthemen:
- Gestaltung Seniorennachmittage
- Kleiderkammer-Fragen
- Mitarbeiterschulungen

KV-Mitglieder: Markus, Christian

 

  • AG Zusammenbleiben

Hier möchten wir nach neuen Formen der Gemeinschaft in der Gemeinde suchen. Auch unabhängig von Corona steht die Frage im Raum, wie wir Christsein und Gemeinde im Alltag leben. Ebenso soll das Miteinander der Generationen betrachtet und gefördert werden. Der Blick darf über die bereits etablierten Formen der Gemeindearbeit hinausgehen.

Beispielthemen:
- Lebenszellen – quo vadis
- Themenabende zu Alltagsthemen
- Förderung von Mentoring

KV-Mitglieder: Maya, Veronika

 

  • AG Theologie & Geistliche Gemeindeentwicklung

Hier geht es um theologische Grundlagen der Gemeinde, unserer Gottesdienste und des Gemeindeaufbaus. Zudem wollen wir darauf schauen, welche biblischen Verheißungen und konkreten prophetischen Worte auf der Gemeinde liegen. Welche Auswirkungen haben diese auf unser Gemeindeleben?

Beispielthemen:
- Gottesdienstgestaltung & Liturgie
- Buße & Umkehr – Bedeutung für Gemeinde
- Israel-Verankerung
- Förderung des Gebets in der Gemeinde

KV-Mitglieder: Thomas, Markus

 

  • AG Lobpreis & Technik

Hier wollen wir überlegen, was es braucht, um die Teams zu festigen, Lobpreis und Anbetung über die Gottesdienste hinaus in unserer Gemeinde zu verankern. Ein weiterer Schwerpunkt wird darauf liegen, kurzfristige Technikfragen zu klären sowie mittel- und langfristige Entwicklungen zu prüfen und in ein Gesamtkonzept einfließen zu lassen.

Beispielthemen:
- Livestreams
- Masterplan Saal H14 – kurz-/mittel-/langfristig
- Gewinnung von MA im Technik-Bereich
- Förderung junger Musiker

KV-Mitglieder: Jakob, Manfred

 

  • AG Bau & Finanzen

Hier werden Bau- und Finanzthemen besprochen und Entscheidungen von größerer finanzieller Tragweite vorbereitet.

Beispielthemen:
- Gemeindehaushalt 2022
- Überblick über Spendeneingänge
- Mietverträge und Betriebskostenabrechnung

KV-Mitglieder: Harald, Jakob

 

  • AG Kommunikation und Netzwerke

Hier werden Kommunikationswege innerhalb der Gemeinde und nach außen evaluiert und professionalisiert. Öffentlichkeitsarbeit, Stadtteilarbeit und übergemeindliche Netzwerke sind weitere Themen, die hier bewegt werden sollen.

Beispielthemen:
- Gemeindebrief
- Gemeinde-Facebook / -Chat
- Planung Gemeindeversammlung
- Beziehungen zu Nachbargemeinden
- Kita-Trägerschaft

KV-Mitglieder: Silke, Veronika

Schwangere unterstützen - ungeborenes Leben schützen

Was wissen wir eigentlich über Marias Perspektive auf ihre unerwartete Schwangerschaft nach der Ankündigung durch den Engel Gabriel, so noch ganz jung, unerfahren und vor allen Dingen unverheiratet? In der Bibel steht nur wenig darüber. Sie weiß, sie trägt Gottes Sohn unter ihrem Herzen, aber sie hat es deshalb nicht leicht gehabt. Bei allem, was wir über die damalige Zeit und ihre Umstände wissen, ist davon auszugehen, dass sie und ihre Familie geächtet wurden, eben weil sie unverheiratet schwanger wurde. Die BBC-Verfilmung „Die Weihnachtsgeschichte – das größte Wunder aller Zeiten“ zeichnet Marias Weg besonders eindrücklich nach.

Maria steht unter Gottes besonderem Schutz. Der Herr bewegt Josefs Herz, weiterhin zu seiner Verlobten zu stehen und sie nicht schwanger alleine zu lassen; dieser folgt seinem Auftrag. Solches Glück haben nicht alle Frauen, die gewollt oder ungewollt schwanger werden.

Schwangerschaftsabbruch ist in Deutschland aber auch weltweit eine scheinbar naheliegende und recht einfache Lösung. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden hierzulande in den letzten Jahren durchschnittlich 101.000 Baby abgetrieben, die meisten davon von Frauen im Alter von 25 bis 35. Dem gegenüber stehen in Deutschland 778.100 lebendgeborene Babys vergangenen Jahr. Mehr als jedem zehnten Baby wird das Leben genommen. Die Zahlen sind noch wesentlich dramatischer, schaut man auf andere europäische Staaten oder in arme Länder der Welt.

Auch wenn Maria im 21. Jahrhundert gelebt hätte, hätte sie mit Sicherheit keine Sekunde daran verschwendet, von heutigen Möglichkeiten Gebrauch zu machen! Der Engel gibt ihr einen Ausblick auf die Tragweite dieser Schwangerschaft. Und wir dürfen täglich erleben, welcher Segen für die gesamte Menschheit damit einhergeht, dass sie Gott vertraut und alle Schmach aushält, Beschwerlichkeiten auf sich nimmt, ihr Kind austrägt und großzieht. Diese Perspektive haben jedoch vermutlich die wenigsten Frauen, die mit einem positiven Schwangerschaftstest in den Händen auf ihre Umstände und Aussichten blicken.

Es gibt verschiedenen Vereine, die sich diesen Frauen annehmen. "Profemina e.V./Projekt 1000plus" ist so einer. Dort wird auf liebevolle und einfühlsame Art und Weise versucht, Schwangeren in ihren mannigfaltigen Ängsten und Nöten beizustehen in Beratung per Mail oder Telefon, sie konkret zu unterstützen und mit ihnen Perspektiven mit ihrem Kind und Alternativen zu einer Abtreibung zu erarbeiten. Meist wird erst im Verlauf der Beratung der Nebel etwas gelichtet, sodass sich zeigt, dass die Perspektive mit einem (weiteren) Kind nicht so schlecht ist, wie sie noch in der völligen Notsituation scheint und dass eine Abtreibung nicht der "beste" oder "einzige" Weg ist, für den man sich entscheiden kann.

Aber natürlich ist die Beratung nur ein Teil davon, wie den Schwangeren geholfen werden kann und wie ganz viele wunderbare, einzigartige kleine Menschen doch eine Chance bekommen können, diese Welt zu einem schöneren und "liebevolleren" Ort zu machen.

Welcher Teil kommt Dir zu?

Du kannst für die Schwangeren und ihre Babys beten, Gott um seinen Schutz bitten und "Wunder" schenken, auch da, wo jemand sich vielleicht schon fest gegen das Kind entschieden hat - das ist der zweite (oder erste) Teil dieser Arbeit.

Der Verein hat eine "1000plus-Gebetsapp" kreiert, in der sich sowohl dringende als auch längerfristige Gebetsanliegen finden. Damit kannst Du konkret für Frauen und ihre Babys beten (wenn auch anonymisiert). Aber auch ohne App kannst Du im Gebet weiter an Frauen, die über eine Abtreibung nachdenken, einstehen.

Hier geht's zur App: www.1000plus.net/news/neue-1000plus-gebetsapp-hier-downloaden

Wer selbst schon mal schwanger war, weiß, was das für eine große Herausforderung sein kann, womit man sich alles auseinandersetzen muss, wer einem alles reinredet. Und das auch, wenn man sich auf das Kind freut. Der oben genannte Verein möchte dem Thema Schwangerschaft mehr Gewicht in der Öffentlichkeit zukommen lassen und hat daher allen schwangeren Frauen (diesen Heldinnen in derartig umkämpften Zeiten) einen Tag gewidmet: Am 1. Oktober am "Tag der Schwangeren", kann man allen schwangeren Frauen im Umfeld z.B. einen lieben Gruß oder eine Umarmung schenken. Auch wenn dieser Tag sich erst in knapp einem Jahr wieder jährt, kannst Du dabei helfen, ihn bekannt zu machen!

Auch dazu gibt es auch einen Link: www.1000plus.net/tagderschwangeren

Im Oktober 2020 wurde die „Genfer Konsenserklärung zum Schutz der Ungeborenen und der Familie“ von 34 Nationen unterzeichnet. Darin wird unter anderem erklärt, dass Abtreibung niemals als Mittel der Familienplanung gefördert werden soll. Außerdem wird darin der Bedarf eines besonderen Schutzes und Fürsorge für Kinder vor und nach der Geburt unterstrichen. (Punkt 4 der Genfer Konsenserklärung, www.hhs.gov/sites/default/files/geneva-consensus-declaration-english-11-10-2020.pdf). Leider hat sich bisher keines der deutschsprachigen Länder zu diesem Konsens bekannt.  

 

Unser ehemaliges Gemeindemitglied Monik Schellenberg hat uns auf das Thema und die Arbeit des Vereins Profemina e.V./Projekt 1000plus aufmerksam gemacht. Vielen Dank dafür! Diesen Artikel schrieb Beate Kortung. Teile davon stammen aber aus Moniks Feder.

Zum Segen geworden - Fernseh-Gottesdienst im ERF

Mancher mag sich beim Blick ins Gemeindeblatt gefragt haben 'Warum denn nun noch ein Fernsehgottesdienst, wo wir uns doch live treffen dürfen?' und ja, die Frage ist berechtigt. Wir haben als Gemeinde dieses Jahr ja auch den ein oder anderen Live-Stream organisiert und doch gemerkt, so ein Gottesdienst mit Teilnehmern ist schon etwas Einzigartiges!

Aber manchmal wirkt Gott doch anders als man denkt... lest selbst.

Zur Historie:
Bereits vor über 2 Jahren gab es erste Anfragen und sogar schon einen Termin für einen Fernsehgottesdienst mit dem ERF. Offenbar hatte jemand mal unsere Gemeinde besucht und uns empfohlen. Und so gab es kontinuierliches Nachfragen seitens des ERFs, wann und wie das mal möglich sein würde. Irgendwann gab es dann mal einen Beschluss des Kirchenvorstands und einen für unsere Gemeinde sehr langfristig geplanten Termin. Und dann war es plötzlich soweit: Der Predigttext musste abgegeben werden, Lieder abgestimmt und abgedruckt werden, Kabelträger wurden händeringend gesucht und dann doch gefunden, und eine ganztägige Generalprobe am Tag vor dem Gottesdienst zeigte den Beteiligten, wieviel Aufwand tatsächlich hinter so einer Fernsehproduktion steckt.

Zum Gottesdienst selbst:
Im Gegensatz zu den Livestreams im Frühjahrs-Lockdown war der Gottesdienst gut besucht, die Teilnehmer fanden sich pünktlich vor Gottesdienstbeginn auf ihren Sitzplätzen in der Halle ein. Schon vor Beginn des Gottesdienstes und des Drehs legte sich eine "heilige Ruhe" in die Halle, wie man sie sonst selten erlebt.
Während des Gottesdienstes konnte man die Begleitumstände weitestgehend ausblenden. Angeleitet vom Lobpreisduo Naemi Kowalewski und Esther Hensen konnten wir Gott anbeten und würdig Gottesdienst feiern. Die Predigt unseres Pfarrers Thomas Piehler zu den klugen und törichten Jungfrauen sprach nicht nur die Gottesdienstbesucher vor Ort an, aber dazu gleich später. Ein Highlight für die Teilnehmer vor Ort war die Wiederholung des abschließenden, meditativen und genial vorgetragenen Musikstücks, das für die Aufzeichnung aufgrund irgendeines technischen Problems nötig wurde.

Zum Nachprogramm:
Es war dann noch zu erfahren, was der ERF noch so alles macht. Einige nutzten im Nachgang auch noch die Möglichkeit der Besichtigung des Übertragungswagen. Und auch eine Broschüre mit dem ERF -Programm durfte man mit nach Hause tragen.

Zum Segen geworden:
Einige Tage und eine Ausstrahlung später gab es dann nochmal einen Nachklapp seitens des ERFs. Unsere Gemeinde, unser Lobpreisduo und unser Pfarrer erhielten zahlreiche herzerwärmende Rückmeldungen aus ganz Deutschland, die wir im Folgenden einfach für sich sprechen lassen:

"heute Morgen habe ich in BibelTV noch den Rest des Fernsehgottesdienstes von Pfarrer Thomas Piehler aus Leipzig gesehen. Es hat mich echt erquickt!! Gerne möchte ich die ganze Predigt noch einmal hören oder nachlesen. Gottes Segen für Sie und danke im Voraus."

"Die wunderbare Harmonie aus Anbetung und Wort Gottes war für mich eine große Freude, und ich bitte Sie, dies auch die Gemeinde in Leipzig wissen zu lassen"

"Der Gottesdienst hat mir sehr, sehr gut gefallen auch die Predigt. Das wollte ich einfach mal mitgeteilt haben, weil ich es sonst immer vergessen habe, es zu machen. Danke für die Weitergabe an Thomas Piehler. Tschüss."

"Vielen Dank! Ein sehenswerter Gottesdienst und wunderschöne Musik"

"Mir hat der Gottesdienst auch sehr gefallen. ?"

"Die Musik war echt toll."

"Super schöner Gottesdienst, der zum Nachdenken anregt. Tolle Musik."

"Ein sehr schöner Gottesdienst. Danke!"

"Der Gottesdienst war sehr erbaulich und aufregend. Ich gratuliere Ihnen aus Brasilien. Ich kann nicht gut Deutsch verstehen, aber ich habe trotzdem die Predigt gemäßigt und bewusst empfunden. Die Musikerin sind fantastisch. Sie haben wunderschöne Stimmen, singen ausgezeichnete Lieder und spielen ihre Musikerinstrument mit Gunst, Leichtigkeit und großer Schönheit. Könnten Sie mir sagen bitte, wie kann ich Frau Naemi Kowalewsky und Frau Esther Hensen wiedersehen? Haben sie Videos im Internet? Ich möchte sie sehr gerne, wieder hören. Vielen Dank für den gesegneten Gottesdienst."

"Lieber Thomas, Ich habe mich sehr gefreut, von dir eine Predigt zu hören, das Feuer von Jesus in deinem Herzen brennen zu spüren und dich nach so vielen Jahren zu sehen. Die Predigt hat mir aus der Seele gesprochen und ich wünsche mir sehr, dass wir zu den klugen Frauen gehören....und Jesus noch mehr Herzen entzündet."

"Ich danke Jesus für diesen wundervollen Gottesdienst. Die Predigt hat so viel Liebe Jesu uns nahe gebracht. Wie groß und herrlich ist unser Herr. Danke, danke für die Übertragung und weiterhin Gottes Segen."

"Vielen Dank für diesen ergreifenden Gottesdienst; in sich so stimmig - in Liturgie, Predigt und musikalischem Rahmen; dargeboten von 2 großartigen Musikerinnen; denen man die Innigkeit und den Bezug zu Ihrer Darbietung bis zur letzten gespielten Note abnahm!! - inklusive einer sehr guten Tonmischung - Herzlichen Dank!!"

"Liebe Mitarbeiter vom ERF, wir hören sonntags gerne Ihren Gottesdienst und würden gerne wissen, ob die Predigt von heute auch schriftlich zu erhalten ist. Natürlich gegen Zahlung der Auslagen. Wir hätten sie gerne zum Weitergeben und in der Gemeinde (brennende Lampen – Heiliger Geist)."

"Hallo liebes ERF Team, es war eine wunderschöne Predigt. Es ging um die Liebe wie Jesus fragt: Liebst Du mich? Oh ja, das tue ich. Er wohnt in meinem Herzen ganz oben und ich spüre das Licht, das dort scheint. Jedoch haben mein Partner und ich gerade Schwierigkeiten miteinander. Er ist ein wunderbarer Mensch. Viel zu gut für diese Welt. Ich liebe ihn über alles, aber Jesus noch mehr und diese Predigt sprach mir aus dem Herzen. Ich danke Ihnen sehr, dass ich die Predigt gehört habe. Danke, dass ich Ohren habe, zu hören und nicht taub bin; dass ich den Verstand habe, den ich einsetzen darf und nicht geistig behindert bin. Jesus ist groß und ich habe ein gutes Gefühl, wenn mein Partner und ich miteinander reden über die Situation, die eben passiert ist. Danke für den ERF. Danke für das tolle Programm, dass Sie haben, weil Gott es so will."

"Durch diese Predigt habe ich erkennen können das ich vielleicht zu den törichten 5 Frauen gehöre, denen das Öl ausgegangen ist."

"Liebe Geschwister, danke an Pfr. Piehler für die klare Botschaft des Evangeliums und die guten Worte, die mir nach 40 Jahren Christsein manche Aspekte nochmals anders und neu klar machten."

"Vielen Dank für den schönen Gottesdienst, den wir eben gemeinsam im Radio hören durften. In dieser Zeit, in der man ja in seiner eigenen Gemeinde nur sehr eingeschränkt zusammen kommen kann, ist er ein wirklich schönes Angebot. Bewegend fand ich die Geschichte und die Gedanken über die Kirche der brennenden Lampen."

"Liebes Team, der Gottesdienst in Leipzig war ein musikalischer Hochgenuss! Es ist herrlich, solch begabten Musikern zuzuhören. Möget ihr diese Gabe auch weiterhin zu Gottes Ehre einsetzen!"

"Liebes ERF-Team, herzlichen Dank für den wunderbaren Gottesdienst aus Leipzig. Er hat mich sehr berührt und angesprochen. Gott segne Sie und alle Beteiligten!"

"Eigentlich wollten wir gleich nach dem ERF-Gottesdienst am vergangenen Sonntag eine kleine Rückmeldung geben, nun ist es doch später geworden. Leipzig sorgte in den letzten Tagen für viele Schlagzeilen betreffs der Demo am 7.11.20. Ganz sicher sind es viele Menschen in unserem Land, die erschüttert über die dortigen Ausschreitungen sind und waren. Die Pandemie hat so vieles bewirkt!!!
Aber es geschieht nichts, was unser allmächtiger Gott nicht zulässt. Wie weit sind wir in Deutschland weggekommen von Seinen Vorstellungen mit uns Menschen. Leider machen da auch einige evangelikale Christen keine Ausnahme. - Was war der so sehr gesegnete Gottesdienst aus Leipzig für ein Gegenpol dazu. Möge der Heilige Geist vorrangig wieder ganz neu die Liebe zu Jesus und seinem Wort wirken. Das stand wunderbar im Mittelpunkt der Predigt. Eine alte Freundin sagte zu der Not, die sie im Fernsehen verfolgt: "Es ist Gnadenzeit" und wir dürfen weiter hoffen, dass Herzen sich öffnen dafür. Und der ERF ist dabei ein wichtiges Werkzeug.
Von Herzen wünschen wir Ihnen Gottes Segen. Ja, auch unsere Gesundheit an Körper und Seele dürfen wir IHM überlassen, aber auch sehr dankbar sein für die Maßnahmen, die die Regierung anordnet zu unserem Schutz. In SEINEM Sinn ist das Gebet für die Regierung dringend angesagt."

Unsere Jugend - Rückblick und Ausblick

Bewegter Sommer

Trotz aller Hindernisse im Zusammenhang mit den aktuellen Einschränkungen gab es ein Zeitfenster im Sommer, das wir auf bewegte und bewegende Art und Weise nutzten. Mit 30 Jugendlichen pilgerten wir durch Thüringen und verbrachten gesegnete Tage in Siloah. Eine Mitarbeiterin hatte den Eindruck, dass die Jugendlichen direkt in Gottes Herz pilgern würden. So war es auch. Gott zog uns an sein Herz. Jetzt im Rückblick verstehe ich erstmal, welche Gnade wir erleben durften.

Neues Kernteam

Das neue Kernteam wurde schon im Sommer angelernt. Nun sind Jakob Lenk (3. Amtszeit !), Anne Römer, Sara Tietke, Aviel Schmidt und Talida Benndorf am 15. November eingesegnet worden. Wir danken Miriam Schnieder, Chiara Sommerfeld und Jannik Benndorf für die Unterstützung in den letzten zwei Jahren. Jannik wird nun mit anderen eine neue Junge Erwachsenen Arbeit aufbauen. Theologiestudentin Julia Kuschan steht uns seit dem Jugendpilgern als seelsorgerliche und theologische Mitarbeiterin zur Verfügung. Da kann viel entstehen im neuen Jahr.

Mentoren gesucht

Junge Menschen aus unserer Gemeinde wollen sich engagieren. Sie haben eine Sehnsucht, nach Gottes Maßstäben zu leben und wollen im Glauben wachsen. Das durften wir wieder bei unserer jährlichen Jugendmitarbeiterrüstzeit in Siloah im Oktober erleben. Wir wurden durch Ehepaar Bornmann in einer ersten Schulung in die Grundlagen der Seelsorge eingeführt. Das war spannend. Im zweiten Teil des gemeinsamen Wochenendes tauschten wir uns über unsere Begabungen aus entlang der fünf Dienstgaben, die wir schon beim Leitertag behandelt hatten. Wir planen in den Bereichen der Jugendarbeit, die noch ausbaufähig sind, erste Schritte, gemäß dieser Gaben wirksam zu werden. Wir wollen uns weiterentwickeln als Seelsorger, prophetische Beter, Bibellehrer und Gründer bzw. Vernetzer. Um diese Prozesse zu begleiten und auch den eigenen Charakter formen zu lassen, wollen die Jugendlichen gerne von reiferen Christen mentoriert werden. Ich glaube, dass dies eine großartige Chance ist, die DNA unserer Gemeinde an die nächste Generation weiter zu geben, damit Gottes Reich gebaut werden kann und Menschen heil und heilig leben können.

Wenn Ihr Euch einen Mentorendienst für Jugendliche zwischen 17 und 21 vorstellen könnt, dann meldet Euch bitte bei mir unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder 01772132529. Wir planen ein Mentorenprogramm für das erste Quartal 2021.

Finanzen

Ohne eine hauptamtliche Person in der Leitung wären so viele Dinge überhaupt nicht möglich. Die 50% Jugendleiterstelle wurde im laufenden Jahr voll durch Spenden finanziert. Markus Holtz ist jetzt unbefristet angestellt. Der Puffer von einem Jahresgehalt ist nicht abgeschmolzen. Gott versorgt. Wir konnten den Jugendraum weiter neu gestalten. Wir danken Jannik und Jakob Schneider für Planung und Umsetzung. Euch, denen es möglich ist, bitten wir, auch weiter großzügig zu spenden. Das ist gut in die Zukunft unserer Gemeinde und in den Bau des Reiches Gottes angelegtes Geld. Gott segne Geber und Gaben auch weiterhin.

Spenden für die Jugend sind zielgerichtet mit dem Verwendungszweck: „1907 Jugendmitarbeiter“ hier möglich:

Bank:                   KD Bank
Kontoinhaber:   Kirchenbezirk Leipzig
IBAN:                   DE86 3506 0190 1620 35
BIC:                      GENODED1DKD

Adler oder Huhn - Leben aus der Perspektive des Vertrauens

Hören wir, was Jesus uns in Matthäus 6 sagt:

„25 Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? 26 Seht die Vögel unter dem Himmel an: Sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel kostbarer als sie? 27 Wer ist aber unter euch, der seiner Länge eine Elle zusetzen könnte, wie sehr er sich auch darum sorgt? 28 Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. 29 Ich sage euch, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. 30 Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird: Sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen? 31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? 32 Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft. 33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen. 34 Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass jeder Tag seine eigene Plage hat.

Liebe Gemeindeglieder,

zu welchem Lebensmodell lädt Jesus uns hier ein? 

Jesus weiß, dass wir alle in Gefahr stehen, eine erdverbundene Huhn-Perspektive einzunehmen. Was ist eine Huhn-Perspektive?

  • ein Huhn ist konzentriert auf den Erdboden, Kopf runter und picken
  • kein Korn verpassen, ein anderes Huhn könnte ja schneller sein…
  • ein Huhn lebt nicht aus der Perspektive des Vertrauens; es muss selber picken und picken; Kopf runter und los.

Jesus erzählt in Matthäus 6 von Menschen, die eine Huhn-Sorge-Perspektive haben: Was werde ich essen? Was werde ich anziehen? Welche Anstellung bekomme ich? Wieviel Geld muss ich auf dem Konto haben, um mich sicher zu fühlen? Was wird aus meinen Kindern in dieser unsicheren Zeit? Welchen Lebensbereich muss ich noch mit einer Versicherung abfedern? Wie alt werde ich bei meiner angeschlagenen Gesundheit?

Fragen über Fragen. Natürlich ist es auch sinnvoll, diese Fragen zu bedenken. Doch sind sie motiviert von Sorge und Angst, wird unser Leben gestresst verlaufen und einer Huhn-Perspektive gleichen: Kopf runter und picken.

Die Huhn-Sorge-Perspektive macht das Leben schwer und rastlos. Das ist die Perspektive von Menschen, die ohne Gott leben, sagt Jesus (V. 32 a). Gotteskinder dagegen bekommen eine Adler-Perspektive geschenkt. Nicht Kopf runter, sondern Adler-Flügel ausbreiten und der Sonne entgegenfliegen, sich der Thermik des Himmels anvertrauen, fliegend mit göttlicher Übersicht. Das ist ein Leben aus der Perspektive des Vertrauens, dass es da einen himmlischen Vater gibt, der sich um uns sorgt und uns Gutes tun will. Beschenkt mit einer Adler-Perspektive sehen wir das weite Land der Verheißung, das uns Gott verspricht. Ohne Angst und Sorge leben wir dann Tag für Tag und vertrauen, dass der morgige Tag für sich selbst sorgen wird (V. 34). Wer die göttliche Übersicht im Herzen hat, muss nicht mit gesenktem Kopf durch den Alltag gehen. „Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr all dessen bedürft“ (V. 32). Das ist die Perspektive des Vertrauens, zu der Jesus einlädt. Dann sagt Jesus noch einen Satz, der auch in aktuelle Fragestellungen hineinspricht. Jesus sagt: „Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern?“ (V. 27). Unser Leben wird nicht durch unser Sorgen verlängert. Das Leben der Gotteskinder ist verborgen in Gottes Herzen, er weiß allein, wann unser Leben beginnt und endet. In ihm ist unsere Lebensspanne festgelegt, sie liegt nicht in unserer Hand.

Ich habe folgenden Satz gehört: „Nur der muss sich krampfhaft ans irdische Leben ketten, dem die Ewigkeitsperspektive abhanden gekommen ist.“ Die Adler-Perspektive zeigt uns im Geist schon jetzt das Land, das wir bewohnen werden, wenn das Leben hier enden wird. Das ist Hoffnung und Leben, weit über das irdische Leben hinaus! Genau das beschreibt die Adler-Perspektive, die Jesus meint: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes, so wird euch alles andere zufallen“ (V.33). Zuerst meint wirklich zuerst. In der Gemeinschaft mit Jesus werden wir befreit zum Adler-Dasein, es ist die Perspektive des Reiches Gottes.

Leben aus der Perspektive des Vertrauens – dazu lädt Jesus uns ein.

Am Ende eine Geschichte von James Aggrey:

„Einst fand ein Mann einen jungen Adler und nahm ihn mit nach Hause auf seinen Hühnerhof. Dort lernte der Adler bald, Hühnerfutter zu fressen und sich wie ein Huhn zu verhalten. Nach einigen Jahren erhielt der Mann den Besuch eines naturkundigen Menschen. Als sie miteinander durch den Garten gingen, sagte dieser: “Der Vogel dort ist kein Huhn, er ist ein Adler!“ “Ja“, sagte der Mann, „das stimmt. Aber ich habe ihn zu einem Huhn erzogen. Er ist kein Adler mehr, sondern ein Huhn, auch wenn seine Flügel drei Meter breit sind.“ „Nein“, sagte der Andere. „Er ist immer noch ein Adler, denn er hat das Herz eines Adlers. Und das wird ihn hoch hinauf fliegen lassen in die Lüfte.“ „Nein, nein“, sagte der Mann, „er ist jetzt ein richtiges Huhn und wird niemals wie ein Adler fliegen.“ Die beiden Männer kamen überein, diese Sache näher zu ergründen. Behutsam nahm der naturkundigen Mensch den Adler in die Höhe und sagte: „Du gehörst den Lüften, nicht der Erde. Breite Deine Flügel aus und fliege.“ Doch der Adler war verwirrt; er wusste nicht, wer er war und als er sah, wie die Hühner Körner pickten, sprang er hinab, um wieder zu ihnen zu gehören. Unverzagt nahm ihn der naturkundige Mensch am nächsten Tag mit auf das Dach des Hauses und drängte ihn wieder: „Du bist ein Adler. Breite Deine Flügel aus und fliege.“ Doch der Adler fürchtete sich vor seinem unbekannten Selbst und sprang wieder hinunter zu dem Hühnerfutter. Am dritten Tag machte sich der naturkundige Mensch früh auf und nahm den Adler mit auf einen hohen Berg. Dort hielt er den König der Vögel hoch in die Luft und ermunterte ihn wieder zu fliegen. Der Adler schaute sich um, sah zurück zum Hühnerhof und hinauf in den Himmel. Noch immer flog er nicht. Da hielt der Mensch ihn direkt gegen die Sonne, und da geschah es: Der Adler begann zu zittern und breitete langsam seine Flügel aus. Dann endlich schwang er sich mit einem triumphierenden Schrei gen Himmel. Er war ein Adler - König der Lüfte - obwohl er wie ein Huhn gehalten und gezähmt worden war“.

Mit herzlichen Grüßen

Pfarrer Thomas Piehler

Nachruf Dr. Christoph Häselbarth

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Nachruf auf Dr. Christoph Häselbarth

Am 19. Juni 2020 ist Christoph Häselbarth im Alter von 83 Jahren heimgegangen.

Er ist bekannt geworden durch zahlreiche Bücher, die im Gottfried Bernard Verlag erschienen sind. Christoph, gemeinsam mit seiner Frau Utta, haben in unserem Senfkorn-Verein Leipzig zahlreiche Seminare gehalten und dann auch oft im Andreas-Gottesdienst gepredigt. Christoph war ein wunderbarer Lehrer, der Glauben und Hoffnung vermitteln konnte. Seine Verkündigung traf die Herzen. Ich kenne niemanden, der so einleuchtend und überzeugend über das Thema „Heilung“ sprechen konnte wie Christoph. Unvergessen auch seine vielen Beispiele für Heilungen, die er im Gebet für andere erlebt hat.

Für mich persönlich war Christoph ein geistlicher Vater und Mentor, der maßgeblich meinen geistlichen Weg begleitet hat, mir oft mit Rat und Tat zur Seite stand. Ich schaue mit großer Dankbarkeit auf seine Ermutigung und sein Mentoring zurück. Über die Jahre habe ich viele andere Leiter deutschlandweit kennengelernt, die auch von Häselbarths geprägt und gesegnet worden sind. Christoph Häselbarth hatte immer das ganze Land im Blick, er war Mitinitiator der großen „Vater-Land“-Konferenz, die 2003 auf der Alten Messe (Halle 7) mit 2000 Teilnehmern stattfand. Gemeinsam mit David Demian machte er Mut, dass Deutschland trotz der schuldhaften Vergangenheit seine Berufung, eine Vater-Nation zu sein, niemals verloren hat. Seine Vision war bis zuletzt, dass die Hälfte der Einwohner Deutschlands zu Jesus finden möge. Er wusste, nur durch gelebte Einheit zwischen geistlichen Leitern in Deutschland kann die Herrlichkeit Gottes unser Land verändern. So gründete er den „Elia-Kreis“, der regelmäßig geistliche Leiter in Einheit versammelte. Manches, was dort gebetet wurde, konnte man später in Berichten in der Presse wiederfinden.

Christoph war ein Mann des Glaubens und der großen Reich-Gottes Perspektive. Jetzt darf er im Himmel sehen, was er geglaubt hat. Auch war er ein großer Freund des jüdischen Volkes. Seine Verkündigungen über die Bedeutung Israels bleiben unvergesslich. Über den Philippus-Dienst hat er immer Spenden für messianische Gemeinden und andere Projekte eingesammelt, um ganz praktisch Menschen in Israel unterstützen zu können.

Mit Christoph Häselbarth verliert unser Land einen gesalbten geistlichen Lehrer und Leiter. Alle, die ihn kannten, werden seine glaubensvolle Ermutigung vermissen.

Zuletzt möchte ich Christoph noch selbst zu Wort kommen lassen:

„Wir wachsen in der Gnade, indem wir darauf bedacht sind, mehr in Jesus zu sein, denn aus ihm fließen Gnade und Wahrheit zu uns (nach Joh. 1,17). Wir bitten Jesus um ein Herz, dass wie sein Herz ohne Angst und ohne Druck schlägt. Jesus sagt zu dir: Ich beschenke dich mit dem Gnadengeschenk meiner Liebe und Annahme. Das befreit dich von deinem eigenen Bemühen, vor Menschen gut dastehen zu wollen. Du bist gut, einfach weil meine Güte dich erfüllt“ (aus dem Booklet „Aus Gnade leben“, Seite 70).

Thomas Piehler

Erweiterter Leitertag am 26.09.2020

Am Samstag, den 26. September, trafen sich die Leiter unserer Gemeinde zum 2. Leitertag in diesem Jahr. Nicht nur beim letzten Treffen in diesem Kreis Ende Januar war der Wunsch groß, Gemeinschaft zu suchen und die Dinge der Kirchgemeinde miteinander zu bewegen. Natürlich stand auch dieser Tag unter dem Eindruck der corona-bedingten Einschränkungen, so hatten wir sogar einen Teilnehmer in Quarantäne per Videokonferenz dabei.

Der inhaltliche Fokus des Leitertags lag auf den uns vom Heiligen Geist gegebenen Gaben und welche Bedeutung diese für uns heute persönlich und für die Gemeinde haben. Begleitet von biblischen Impulsen von Helmut Sass, Thomas Piehler und Markus Holtz machten wir uns auf Entdeckungsreise, welche Gaben des 5-fältigen Dienstes (1. Kor. 12: Apostel, Prophet, Lehrer, Hirte, Evangelist) in jedem Einzelnen schlummern.

Bemerkenswert war wieder einmal, mit welcher Vielfalt an Gaben unsere Gemeinde beschenkt ist. Bei der Zusammenschau der individuellen Gaben (jeder durfte sich eine große Muschel für eine am stärksten ausgeprägte Begabung sowie eine kleine Muschel für eine weitere vorhandene Begabung auswählen) konnten wir feststellen, dass der Gabentisch unserer Gemeinde reich gefüllt ist (siehe Bild).

Daran anknüpfend bewegten wir dann u.a. die Fragen, wie diese Gaben in unserer Gemeinde praktisch werden, was es an der einen oder anderen Stelle organisatorisch noch braucht, aber auch dass es verbindlicher Herzensbeziehungen bedarf, um Gemeinde zu sein.

Natürlich wurde viel geredet, bewegt, gebetet, Gott gelobt und vieles mehr. Ähnlich wie bei den Gottesdiensten, wo wir als Gemeinde zusammenkommen, wurde wieder einmal deutlich, welche Salbung auf der Gemeinschaft der Kinder Gottes liegt, wenn sie das Angesicht des Herrn suchen. So waren für mich besonders die gemeinsamen Anbetungs- und Segnungszeiten die Highlights dieses Leitertages, durch die ich erfrischt nach Hause gehen konnte.

Bericht von Christian Keller

Offener Brief des Kirchenvorstands zur aktuellen Corona-Situation und den geltenden Einschränkungen

Die aktuellen gesellschaftlichen Diskussionen rund um die pandemiebedingten Einschränkungen machen auch vor unserer Gemeinde nicht halt. Gemeindeglieder mit dezidiert kritischer Position (vor allem zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz im Gottesdienst) treffen auf Gemeindemitglieder, die Abweichungen von den geltenden Hygieneregeln sehr kritisch sehen. Neben dem Für und Wider von Gesichtsmasken und Abstandsgeboten gibt es auch zahlreiche nachdenkliche Stimmen, die fragen, wie Gemeindeleben und Gemeinschaftserleben auch unter erschwerten Bedingungen möglich wird.

Grundsätzliche Einigkeit besteht bei vielen unter uns zumindest in der Tatsache, dass viele Maßnahmen in höchstem Maße inkonsistent und wenig nachvollziehbar erscheinen. So hat wohl schon manchen Gottesdienstbesucher verwundert, dass der Pfarrer beim Lobpreis keine Maske trägt (was jedoch genau so seitens der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsen in dem Sinne vorgesehen ist, dass liturgisch handelnde Personen von der Maskenpflicht ausgenommen sind).

In den letzten Wochen erreichten uns einige Zuschriften und Rückmeldungen von Gemeindegliedern, die genau diese Konflikte offenbaren: Einerseits berechtigte Sorgen vor Verharmlosung der Pandemie, andererseits der Schmerz über Lobpreis mit Mund-Nasen-Schutz. Wir sind uns bewusst, dass für die Einen ein Aufweichen der Maskenpflicht ein künftiges Fernbleiben vom Gottesdienst provozieren würde, wie auch ein Beibehalten oder Verschärfen der Regeln die Fortsetzung des Fernbleibens mancher Gemeindeglieder wahrscheinlich macht. Die Vielfalt an Positionen zur aktuellen Lage und zur Maskenpflicht bildet sich auch im aktuellen Kirchenvorstand ab.

Zugleich handeln wir als Kirchgemeinde in einem rechtlichen Rahmen, der uns durch die Landeskirche sowie gesetzliche Bestimmungen gegeben ist. Das im Mai vom Kirchenvorstand verabschiedete Hygieneschutzkonzept für unsere Gottesdienste (mit Maskenpflicht ausschließlich beim Singen, keine generelle Maskenpflicht) ist ein Ergebnis dessen. In der KV- Sitzung am 07.09.2020 hat der Kirchenvorstand diese Regeln noch einmal bestätigt.

Wir respektieren die Entscheidung jedes einzelnen Gemeindeglieds zum Gottesdienstbesuch. Dennoch bitten wir jeden und jede noch einmal neu zu prüfen, ob und in welcher Form er oder sie Anschluss an die Gemeinschaft in der Gemeinde finden möchte. Als KV haben wir uns in den letzten Wochen und Monaten viele Gedanken gemacht. Neue Formen wie der Freitagabendgottesdienst im Gemeindehaus wurden ins Leben gerufen. Das gemeinsame Abendmahl feiern wir wieder mindestens einmal im Monat. Glücklicherweise sind in unserer Gemeinde die Lebenszellen fest etabliert, die genau solches Gemeinschaftserleben ermöglichen, wie es uns in Apg 2 berichtet wird. Jedoch hat auch der Gottesdienst als Versammlung der Gemeinde einen besonderen Stellenwert. Wir möchten zu dessen Besuch ausdrücklich ermutigen.

Eine Diskussion über die Verhältnismäßigkeit von grundrechtseinschränkenden Corona-Beschränkungen ist legitim und an manchen Stellen geradezu notwendig. Als Kirche haben wir selbst nicht immer angemessen reagiert, man denke an die Einsamkeit der Alten in den Pflegeheimen oder die Verbliebenen, die der Bestattung ihrer Angehörigen nicht beiwohnen durften. Haben wir nicht allzu obrigkeitshörig und angstvoll alle auferlegten Beschränkungen einfach hingenommen und die Zuwendung zum Nächsten versäumt?

Mit großem Bedauern nehmen wir jedoch die zunehmende Unerbittlichkeit der Diskussionen dazu in unserer Gesellschaft und in der Gemeinde wahr. Auch die stellenweise Vereinnahmung berechtigter Corona-Kritik durch rechtsextreme Netzwerke muss uns als Bürger unseres Landes und als Christen betroffen machen. Hier gilt es sich klar zu distanzieren!

Es mag Themen geben, bei denen wir aufgefordert sind, laut, klar und eindeutig als Christen Stellung zu beziehen (z.B. für das ungeborene Leben). Zu einigen aktuellen Fragen, etwa der Entwicklung eines Impfstoffes oder dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutz, gibt es sehr unterschiedliche, auch widerstreitende Positionen, die für sich genommen hier wie da nachvollziehbar sind. Leider gibt uns die Heilige Schrift hierzu keine Auskunft.

Was uns die Schrift jedoch lehrt ist, dass wir uns vom Heiligen Geist füllen lassen dürfen, und zwar mit Liebe, Geduld, Freundlichkeit, Güte und Sanftmut anstelle von Feindseligkeit, Streit und Spaltung (Galater 5). In diesem Sinne beten wir für alle Gemeindemitglieder, Gottesdienstbesucher und Freunde der Andreasgemeinde Leipzig, dass der Geist der Kraft und der Besonnenheit auf uns bleibe in diesen besonderen Zeiten. Und er schenke uns die Gnade trotz unterschiedlicher Meinungen in der Liebe beieinander zu bleiben.


Der Kirchenvorstand der Andreaskirchgemeinde Leipzig

September 2020

Baumaßnahmen in der Veranstaltungshalle

In wenigen Tagen ist es soweit!
Wer heute in die Halle schaut, sieht schon einige Veränderungen. Nach und nach werden bereits Dinge weggestellt, damit am 14.09. mit den Umbauarbeiten begonnen werden kann. Die letzte Veranstaltung findet am 12.09.2020 statt .... und nach dem Gottesdienst am 13.09.2020 müssen wir die gesamte Halle beräumen.

Hier werden vor allem kräftige Männer gesucht, die beim Bühnen- und Technikabbau behilflich sind.

Wie geht es dann weiter? Am Wochenende 19./20.09. wird die Induktive Höranlage eingebaut. Wahrscheinlich können wir hier schon bereits mit Säuberungsarbeiten - Fenster putzen, groben Staub entfernen usw. beginnen. Die größte Herausforderung erwartet uns dann am Samstag, 26.09.2020. Wenn planmäßig alles gut verläuft, dann kann am Samstag mit dem Einbau der Technik wieder begonnen werden. Vorher kann bereits ein Teil der Bühne wieder aufgebaut werden.

Also wenn Ihr es auf dem Herzen habt, den Pavillon hierbei zu unterstützen, dann meldet Euch bitte zentral im Büro bei Katrin - gerne mit Stichwort: Technikhilfe/Putzhilfe/Räumhilfe. Dann erfahrt Ihr auch den konkreten Stand der Dinge.

Das große Ziel ist: Der Pavillon gibt die Halle für den Gottesdienst am 27.09.2020 wieder frei. Und dafür braucht es Eure Unterstützung in Mithilfe und Gebet.

Vielen herzlichen Dank.

Termine für alle Kinder und ihre Eltern

Liebe Kinder und liebe Eltern!

Ganz herzlich lade ich euch nach den großen Ferien wieder zur Christenlehre und meine Kleinen (ab 3 Jahre) zum Vorschulkreis ein. Hier die Termine für euch:

Wir treffen uns wieder im Christenlehrezimmer im Gemeindehaus. Start ist in der zweiten Schulwoche nach dem Familiengottesdienst zum Schulanfang am 8./9. September.

Dienstag

15.30-16.30 Uhr Vorschulkreis

16.30-17.30 Uhr Christenlehre 1./2. Klasse

Mittwoch

15.30-16.30 Uhr Christenlehre 3./4. Klasse
16.30-17.30 Uhr Christenlehre 5./6. Klasse

Termine bis zum Jahresende:

6.9. um 10.30 Uhr Famigo zum Schulanfang
4.10. um 15.00 Uhr Famigo zum Erntedankfest
17.-19.10. Christenlehrerüstzeit in Reibitz (2. - 6. Klasse)
10.11. Martinsfest gemeinsam mit dem Martinstift
29.11. um 10.30 Uhr Famigo zum 1. Advent
9.12. Weihnachtsfeier für Mütter
15.12. um 16.00 Uhr Adventsbasteln
24.12. um 15.00 Uhr Krippenspiel der Christenlehrekinder

Natürlich gibt es wieder jeden Dienstag für alle Eltern parallel zum Vorschulkreis und Christenlehre die Möglichkeit gemütlich bei Kaffee und Kuchen zu plaudern. Sollte es durch das Coronavirus zu irgendwelchen Änderungen kommen, sage ich euch noch Bescheid.

Ich freue mich schon auf euch!!!

Eure Kerstin Kluge

Neues aus dem Kirchenvorstand - Newsletter 08/2020

Am 07. Juli tagten wieder unsere Kirchvorsteher und besprachen u.a. Themen wie die Ersatzanschaffung eines Gemeindebusses, Feedbacks zu den aktuellen Gottesdiensten und dem Wiederaufleben von Abendmahlsfeiern in unserer Gemeinde.

Hier die Themen aus der letzten KV-Sitzung am 07.07.2020:

Gottesdienste mit Live-Video
Ende Juni/Anfang Juli wurden einige Gottesdienste wieder live als Video aufgenommen und anschließend auf youtube veröffentlicht (anzuschauen unter https://www.youtube.com/channel/UCKmNVitfDncVr4YL8Dxx7Ug). Motivation dahinter ist, ein Ersatzangebot für Gemeindeglieder und Freunde der Gemeinde zu schaffen, die z.B. aus gesundheitlichen Gründen unsere Gottesdienste nicht besuchen können.
Dem KV ist es nochmal wichtig darauf hinzuweisen, dass das aktuell eine Testphase ist und über eine langfristige Fortführung auf Grundlage eines zu erstellenden Konzepts noch zu entscheiden ist. Auch deswegen sind wir sehr dankbar, dass einige Gemeindeglieder uns zu den Video-Gottesdiensten Feedback gegeben haben. Der nächste Test für einen Live-Videomitschnitt wird am 2. Advent stattfinden.

Kindergottesdienste
Inzwischen ist wieder eine Durchführung von Kindergottesdiensten möglich. Bei den vergangenen Gottesdiensten klappte das schon sehr gut, vielleicht auch, weil die Zahl der Kinder in den nun zwei Gruppen (3-6 Jahre und Schulkinder) noch relativ klein war. Trotzdem fanden die Kinder es toll auch wieder Gemeinde zu erleben, Freunde zu treffen und gemeinsam biblischen Geschichten zu lauschen. Danke auch an alle KiGo-Mitarbeiter, die das nun wieder möglich machen!

Abendmahl
Auch wenn die Landeskirche bisher noch den Verzicht auf Abendmahlsfeiern empfiehlt, hat sich der KV einstimmig dafür entschieden, an jedem letzten Sonntag im Monat wieder eine Abendmahlsfeier im Gottesdienst abzuhalten.
Einige Schutzvorkehrungen müssen natürlich sein, so müssen Liturg und Austeiler Mund-Nasen-Schutz und Einweghandschuhe tragen, zudem werden Einmalkelche benutzt. Dennoch freut sich der KV, dass damit die freude- wie trostspendende Abendmahlsgemeinschaft wieder möglich ist.

Gemeindebus
Unser aktueller Gemeindebus ist in die Jahre gekommen, mittlerweile sind es 23 Jahre und 300.000km, die da zusammengekommen sind. Dies macht sich nun in zunehmenden Reparaturarbeiten etc. bemerkbar, weswegen der KV entschieden hat, dass hier eine Ersatzanschaffung eines Busses nötig ist, damit wichtige Aufgaben und Dienste in unserer Gemeinde weiter so stattfinden können wie bisher.

 

 

 

SOLA 2020

Nach Beratungen und Austausch mit Ministerien und Ämtern und langem Warten konnten wir vergangenen Freitag beschließen, dass das Sommerlager Leipzig 2020, getragen von der EFG Leipzig Jacobstraße, stattfindet.

Die Anmeldungen laufen nun wieder an. Dabei sehen wir die vielen Ausfälle von Sommerplänen als eine Chance, uns mit neuen Gemeinden und Werken zu vernetzen. Darum bitten wir Sie, wenn es dafür Raum gibt, folgendes Werbevideo in Ihren Gottesdiensten abzuspielen oder in Ihren Netzwerken zu verbreiten: https://www.youtube.com/watch?v=e5j2Eq2Df_k. 

Die ersten 1:44 Minuten wird unser aktueller Imagefilm gezeigt. In den weiteren knapp 3 Minuten werden anschaulich das SOLA, die Teilnahme- und Einsatzmöglichkeiten erklärt.
Uns liegt wirklich viel daran, mit Ihrer Gemeinde vernetzt zu sein, weil unsere SOLA-Vision den Leipziger Gemeinden und der Entwicklung des einzelnen Gläubigen gilt.

Wer Interesse oder noch Fragen hat, hier der Kontakt:

Alex Penner
Kinder- und Jugendreferent
EFG Jacobstraße
Jacobstraße 17+19
04105 Leipzig
Tel: 0341 58155525
Mobil: 0151 22279885

Eine Lebenszelle stellt sich vor - Teil 8

Eine Lebenszelle für jede Lebensphase

Unsere Lebenszelle wurde 2009 gegründet von damals noch sehr jungen Erwachsenen, die ihr Studium bzw. Ausbildung hier in Leipzig anfingen und ihre Heimatgemeinde in der Andreasgemeinde gefunden hatten.

In den ersten Jahren war die Lebenszelle ein klassischer Studentenhauskreis, der oft erst nach Mitternacht endete und mit einem vom Gastgeber organisierten Abendessen begann. Mit dem Start der meisten Mitglieder ins Berufsleben ist auch der wöchentliche Abendablauf etwas übersichtlicher geworden. Auch innerhalb der Mitgliederzahlen gab es verschiedene Phasen, in denen es Wachstum gab, welches dann zur Gründung von zwei eigenständigen Lebenszellen führte, aber auch Abschnitte von größerer Regelmäßigkeit.

Trotz aller Lebensveränderungen ihrer Mitglieder hat sich die Lebenszelle einige Konstanten bewahrt, die sich als tragfähig erwiesen haben: Beginn mit Abendbrot, Austauschrunde, Lobpreis, Bibeltext mit Austausch darüber und Abschluss mit einer Gebetszeit füreinander, aus der jedes Mitglied einen Zettel mit den Anliegen eines anderen mit in die kommende Woche nimmt und so ein anhaltendes Gebet füreinander entstehen kann.

Unsere Treffen finden momentan immer donnerstags ab 18:30 Uhr in Stötteritz statt.

Christian Opitz

Ökumenepreis 2020

"Ursprünglich war dieser Gottesdienst als Leipziger Stadtfestgottesdienst geplant. Auch wenn das Stadtfest aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen abgesagt werden musste, haben wir uns entschieden, trotzdem diesen stadtweiten, ökumenischen Gottesdienst zu feiern."

Mit diesen Worten begann der Ökumenische Stadtfestgottesdienst am Sonntag, 07. Juni 2020, 18.00 Uhr in der Erlöserkirche Thonberg. Von vielen Kameras und Technik umgeben, warteten Nici und ich backstage geduldig, bis auch wir in den Gottesdienstraum durften. Im 20. Jahr des Bestehens des Pavillon der Hoffnung in Leipzig e.V. war es uns eine große Ehre, den Ökumenepreis 2020 für den Pavillon der Hoffnung entgegenzunehmen. In der Laudatio von Andre Krause wurde auf die Vielfältigkeit des ökumenischen Förderzentrums hingewiesen, angefangen von den Freundesgeburtstagen, Kleiderkammer, Cafe International bis hin zu dem sicherlich noch allen bekannten "Markt der Hoffnung".

Mit diesem Preis ist ein großes Dankeschön und auch Anerkennung Eurer vielfältigen ehrenamtlichen Arbeit verbunden. Wie sagte doch Andre Krause: "Der Pavillon der Hoffnung ist aus der Allianz in Leipzig nicht mehr wegzudenken." Dieser Preis ist nicht nur Anerkennung und Wertschätzung, nein, er ist sicherlich auch ein Grundstein für neue Projekte und neues Denken, welches auch mit der Corona-Krise hier im Pavillon der Hoffnung einhergeht.

Der Ökumenepreis ist vor allem eine große Anerkennung und Würdigung für die Arbeit von Nici, die sich in den vergangenen Jahren sehr stark in der Ökumene für den Pavillon der Hoffnung engagiert hat.

 

 

 

 

 

Neues aus dem Kirchenvorstand - Newsletter 06/2020

Die letzte virtuelle KV-Sitzung am 19.05. stand ganz im Zeichen der zu erstellenden Hygienekonzepte für alle Räume, die die Gemeinde so nutzt: Gemeindehaus, Bibelstundenzimmer, Kleiderkammer, Jugendraum usw. (siehe auch Beitrag zu den aktuellen Bestimmungen für unsere Gottesdienste). Dazu sind die staatlichen Schutzverordnungen selbst, die Richtlinien der Landeskirche und die Gegebenheiten vor Ort zu studieren, zu interpretieren und in ein stimmiges Gesamtkonzept zu bringen, das der KV letzte Woche verabschiedete.

Besonders die hauptamtlichen Mitarbeiter und ehrenamtlichen Leiter tragen nun bei der Einhaltung der Regeln eine besondere Verantwortung. Bitte unterstützt sie dabei! Manche der Regeln fühlen sich vielleicht auferlegt und anstrengend an, nichtsdestotrotz wollen wir uns daran halten und neben dem Schutz unserer Mitmenschen einen neuerlichen Shutdown mit Verbot von Gemeindeaktivitäten vermeiden. Sowohl als Institution als auch als Mieter im Pavillon der Hoffnung handeln wir verantwortlich und dürfen uns gleichzeitig freuen, dass die aktuellen Infektionszahlen niedriger sind als befürchtet und weitere Lockerungen in Zukunft möglich werden.

In diesem Sinne hat der KV auch beschlossen, dass wir zunächst bis Ende Juni unsere Gottesdienste mit den entsprechenden Auflagen vor Ort im Pavillon feiern möchten und auf Livestreams verzichten. Darum lädt der KV herzlich ein, wieder unsere Gottesdienste zu besuchen. Bei den ersten zwei Sonntagen hätten noch mehr Menschen in die Halle gepasst. Beachtet aber bitte unbedingt, dass eine Anmeldung  zwingend erforderlich ist (siehe Newsletter Beitrag). Entsprechend der Anmeldungen werden dann am Freitag die Stühle gestellt. Bitte unterstützt das Ordnerteam, indem Ihr Euch einfach kurz bis Donnerstag anmeldet. Danke schön!

Porsche for kids

Liebe Kinder, liebe Eltern!

Die Porsche GmbH unterstützt uns seit einigen Jahren. Nach einem Sommerfußballcamp in diesem Jahr sieht es nicht aus, auch die Fußballsaison wird wohl ohne Zuschauer zu Ende gehen. Dennoch erreichte uns folgendes Angebot, welches Ihr gerne nutzten könnt. Lasst Euch von Euren Eltern helfen und habt viel Spaß dabei:

"In den vergangenen Wochen hat sich auch der Alltag vieler Kinder ziemlich verändert. Kindertagesstätten und Schulen haben geschlossen, Berufstätige meistern den Spagat zwischen Arbeit und Betreuung, das Homeoffice eröffnet neue Chancen und birgt enorme Herausforderungen. Porsche bietet Familien nun eine willkommene Abwechslung zum Alltag: mit Porsche 4Kids, einem kostenfreien Angebot für Zuhause.

Auf der Internetseite www.porsche4kids.com warten viele Spiele und Aktivitäten auf die jungen Besucher. Dort finden Mädchen und Jungen beispielsweise Ausmalbilder, Bastelanleitungen, Buchstabensalate, Memory-Pärchen, Puzzlespiele und Suchbilder. Die Kinder werden beim Spielen, Entdecken und Mitmachen von den Porsche-Maskottchen Tom Targa und Tina Turbo unterstützt, je nach Bedarf auf Deutsch oder Englisch. „Wir wollen Kindern den Zugang zur Mobilität von heute und morgen und zu gesellschaftlich relevanten Themen wie Nachhaltigkeit und Sicherheit im Straßenverkehr ermöglichen. Die Kleinen möchten wir zum Erkunden, Entdecken, Lachen und Spaß haben motivieren“, sagt Oliver Eidam, Leiter Markenpartnerschaften und Sponsoring."

Katrin Sattler

Impuls der Woche - Thomas Piehler - KW 17

Wege zum Leben

Liebe Gemeindeglieder,

ein kleiner Junge, der zu Besuch bei seinem Großvater war, fand eine kleine Landschildkröte und ging gleich daran sie zu untersuchen. Im gleichen Moment zog sich die Schildkröte in ihren Panzer zurück und der Junge versuchte vergebens, sie mit einem Stöckchen herauszuholen. Der Großvater hatte ihm zugesehen und hinderte ihn daran, das Tier weiter zu quälen. "Das ist falsch", sagte er, "komm', ich zeig' dir, wie man das macht." Er nahm die Schildkröte mit ins Haus und setzte sie auf den warmen Kachelofen. In wenigen Minuten wurde das Tier warm, steckte seinen Kopf und seine Füße heraus und kroch auf den Jungen zu. "Menschen sind manchmal wie Schildkröten", sagte der Mann. "Versuche niemals jemanden zu zwingen. Wärme ihn nur mit etwas Güte auf und er wird seinen Panzer verlassen können."

Jesus sagt in Johannes 14,6 : „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich“. Jesus hat nie in seinem Dienst auf Menschen Druck ausgeübt oder versucht, sie zu manipulieren. Er ist ihnen mit Güte und Annahme begegnet.

Der Zöllner Zachäus hat das erlebt. Obwohl er ein raffinierter Geldeintreiber und dabei reich geworden war, wollte Jesus in sein Haus einkehren. Damals war das ein großes Zeichen von Annahme und Wertschätzung, wenn man die Tischgemeinschaft zu einem anderen Menschen suchte. Die religiöse Elite von damals, Pharisäer und Schriftgelehrte, hätten das niemals gemacht. Sie zeigten damit, dass sie die Zöllner zutiefst ablehnten. Jesus geht anders mit Menschen um. Er ist immer der Einladende, der mit Liebe manchen „Panzer erwärmt“ und Menschen tiefer berührt als mit Kritik und moralischen Forderungen. Erstaunlicherweise öffnet sich der Herzens-Panzer bei Zachäus und es kommt zu einer Veränderung, die wohl keiner erwartet hätte. „Zachäus aber trat vor den Herrn und sprach: Siehe, Herr, die Hälfte von meinem Besitz gebe ich den Armen, und wenn ich jemanden betrogen habe, so gebe ich es vierfach zurück“ (Lukas 19,8). Güte und Liebe erwärmt das Herz und verändert das Leben von Zachäus grundlegend. Auch ohne viele Worte findet Zachäus einen Weg zur Umkehr. Er wird von der Wahrheit überzeugt, die ihn freimacht. Er findet durch Jesus zu einem neuen Leben.

Auch wir können erstaunliche Dinge erleben, wenn wir Jesus in unser Lebenshaus einladen. Gewiss empfangen auch wir die liebende Annahme von Jesus. Veränderungen sind möglich, wenn wir mit Jesus in einen persönlichen Kontakt treten. Er hat auch für uns einen Weg, der zum Leben führt. Das kann uns persönlich Mut machen, Jesus im Gebet zu suchen, auch wenn die Welt die Corona-Krise bewältigen muss.

Mit herzlichen Grüßen

Pfarrer Thomas Piehler

Öffnung Gemeindehaus

Markus Holtz hat die aktuelle Lage wie folgt kommentiert:

„Ich glaube an die Gemeinschaft der Heiligen“
 
Es reicht langsam. Auch wenn Online-Angebote ein Segen sind, fehlt etwas. Die Gemeinschaft der Heiligen. Der Bruder, die Schwestern, in denen mir Christus entgegenkommt. Gestern tagte der KV online und wir wollten nach den gegebenen Möglichkeiten die sakralen Räume wieder öffnen für persönliche Andacht in „durchbeteten“ Räumen. Dazu haben wir festgelegt, dass das Gemeindehaus in der Scharnhorststraße 21 immer freitags von 17.00 – 20.00 Uhr geöffnet wird. Ein Seelsorger wird vor Ort sein. Es werden Gesangbücher, Texte, Gebetsformulierungen ausliegen. Auch für Desinfektionsmöglichkeiten wollen wir sorgen. Die Stühle werden zwei Meter Abstand haben.
 
Das war eigentlich nur für persönliches Gebet geplant. Nun kam am Freitag 14 Uhr bei der Pressekonferenz des sächsischen Ministerpräsidenten heraus, dass ab Montag Gottesdienste bis 15 Personen erlaubt sein sollen. Das ist großartig. Deshalb wird es am 24. April eine 30 minütige Andacht jeweils um 18 und um 19 Uhr geben. Dazu wird dann die entsprechende Personenanzahl Platz nehmen dürfen. Um 19 Uhr wäre es eine Jugendandacht. In der restlichen Zeit darf gebetet, gelobt, geklagt und gepriesen werden. Wir dürfen einander einen Segensgruß spenden, wenn wir uns beim Kommen und Gehen begegnen (natürlich mit Mindestabstand). Und wer danach noch zu zweit im Stadtteil mit dem Freund/ der Freundin unterwegs ist, um sich sein Erleben der letzten Tage der Isolation zu teilen, macht auch nichts falsch.

Ich freu mich auf Euch und seid bitte nicht böse, wenn Ihr warten müsst. Achtet auf die allgemeinen Regeln auch weiterhin und bleibt behütet.
 
Euer Markus Holtz

Fotowettbewerb-Kinderecke-KW 16

Ferien der ganz anderen Art... 

Liebe Eltern und liebe Kinder!

Eigentlich wollten wir in den Ferien irgendwo auf einem Zeltplatz stehen, vielleicht ein Boot ausleihen und ausgedehnte Wasserwanderungen unternehmen.

Leider sind unsere und sicher auch Eure Ferienpläne „ins Wasser gefallen“. Was nun? Langweilen? Auf keinen Fall!!! Zum Glück ist gerade wunderschönes Wetter. Vielleicht habt Ihr ja die Möglichkeit, im Hof oder Garten gemeinsam ein kleines Beet anzulegen. Dazu muss natürlich erst einmal ein Stück Erde umgegraben und vom Unkraut befreit werden. In den großen Supermärkten gibt es Blumen- und Gemüsesamen zu kaufen. Sucht gemeinsam einige Tütchen aus, die Ihr gerne auf Euer neues Beet säen wollt. Wichtig ist, die Samenkörner nicht zu eng zu säen, damit die kleinen Pflänzchen Platz haben zu gedeihen. Das Gießen können die Kinder übernehmen. Schon bald könnt Ihr beobachten, wie die Samenkörner aufgehen und wachsen.

In der Bibel gibt es einige Geschichten, wo es um das Aussäen von Samenkörnern und um die Erde geht, auf die die Körner gestreut werden. Vielleicht habt Ihr Lust diese Geschichte einmal zu lesen, oder Euch vorlesen zu lassen. Viel Freude dabei!!!

Die Geschichte vom Sämann Mt. 13,1-23

Jesus ist von vielen Menschen umringt. Er möchte ihnen eine Geschichte erzählen. Damit ihn alle gut hören können, steigt er in ein Boot und lässt sich ein Stück auf den See Genezareth hinaus rudern.

Er erzählt: „Es war einmal ein Bauer. Der ging über sein Feld und warf immer wieder eine Handvoll Samen auf die Erde. Als er säte, fiel auch Samen auf den harten Weg. Da kamen die Vögel und pickten alle Körner auf. Auch fielen Körner auf Stellen, wo Steine unter der Erdoberfläche lagen. An den Stellen ging der Same zwar auf, aber nach kurzer Zeit verwelkten die Pflänzchen wieder, weil sie keine tiefen Wurzeln bilden konnten. Andere Körner fielen zwischen Unkraut. Das wuchs und wuchs und nahm den guten Pflanzen Licht und Wasser weg. So konnten sie nicht weiterwachsen. Ein Teil des Samens fiel auf gutes Land. Diese Pflanzen wurden groß und stark und bekamen vielfältige Frucht.“

Die Menschen lauschen der Geschichte und wundern sich darüber. „Das wissen wir doch!“ sagen einige. „Wir sind doch Bauern“.

Jesus weiß, dass sie nicht verstehen, was er ihnen damit sagen möchte. Darum erklärt er es ihnen: „Der Samen ist das Wort Gottes, das in der Bibel steht. Manche Menschen möchten aber davon nichts wissen. Sie sind wie der harte Weg, auf den die Körner gefallen sind. Die Vögel kommen und fressen alles auf. Es bleibt vom Wort Gottes nichts zurück. Andere Menschen hören auf das, was Gott sagt. Sie möchten eigentlich mit ihm leben. Aber nach einiger Zeit vergessen sie ihn wieder. Sie haben keine Lust mehr, in der Bibel zu lesen. Andere Dinge sind viel wichtiger. Sie sind mit den Körnern gemeint, die auf steiniges Land fallen. Dann gibt es diejenigen, die zwischen das Unkraut geraten. Damit sind die Menschen gemeint, die Dinge machen, die Gott nicht gefallen. Diese Dinge überwuchern das Herz und ersticken den Glauben an Gott. Doch es gibt auch die Menschen, die Gott wirklich liebhaben. Sie sind wie der Same, der auf guten Boden fällt. Dort kann er wachsen und gute Früchte bringen.“

Gebet

Lieber Herr Jesus, danke, dass du mich liebst. Ich möchte wie das Feld sein, auf dem die Samenkörner wachsen und gedeihen können. Bitte hilf mir dabei. Schenk mir eine Freude in der Bibel zu lesen.

Amen

Liebe Grüße und Gottes Segen, Eure Kerstin Kluge

Ostergrüße für die Kinder

Liebe Eltern! 

Vielleicht fragt Ihr Euch, ob diese Themen von Sterben, Tod und Auferstehung nicht zu schwierig für Kinder sind. Muten wir ihnen damit zu viel zu? Sicher ist es gut, sensibel und kindgemäß damit umzugehen. Doch die Kinder beschäftigen sich mit solchen Fragen wie: Was passiert, wenn ein Tier oder Mensch stirbt? Was ist danach? Habt Mut, diese Fragen Eurer Kinder zuzulassen und miteinander zu bereden.

Die Ostergeschichte ist eine Hoffnungsgeschichte, die uns Trost spendet. Gott wird Mensch in Jesus, um die zerbrochene Beziehung zu uns Menschen wiederherzustellen und damit dem Tod die Macht zu nehmen. Jesus stirbt nicht, weil es zu einer Verurteilung kommt, sondern weil es Gottes Heilsplan für uns war.

Liebe Kinder! 

Im letzten Newsletter habe ich Euch von Jesus erzählt, der vom Hohepriester und den Schriftgelehrten verhöhnt und angeklagt wurde. Am nächsten Tag brachte man ihn zu Pilatus dem römischen Statthalter von Judäa. Der verurteilte Jesus zum Tod am Kreuz. Lest selbst, was dann geschah (oder lasst es Euch vorlesen)!

Jesus lebt! Jesus lebt! 

Jesus starb auf dem Hügel Golgatha am Kreuz. Viele Menschen hatten das beobachtet. Auch einige Frauen, die ihm nachgefolgt waren, hatten sein Sterben von ferne gesehen. Noch vor Anbruch des Shabbat wird der Leib Jesu vom Kreuz genommen und in ein neues Felsengrab gelegt. Vor den Eingang hat man einen schweren Stein gewälzt.

Am Morgen des ersten Wochentages gehen Maria und Maria von Magdala zum Grab. Es ist noch ganz früh. Die ersten Vögel singen ihr Lied und die Sonne geht gerade auf. Sie tragen ein Gefäß bei sich, welches mit wohlriechenden Ölen gefüllt ist. Damit wollen sie den Leib von Jesus einbalsamieren. „Hoffentlich können wir den schweren Stein vom Eingang des Grabes wälzen“, sagt Maria von Magdala. Als sie um die nächste Wegbiegung kommen, können sie das Grab sehen. Doch was ist das! Der schwere Stein liegt auf dem Boden vor dem Grab. Es sieht so aus, als hätte ihn jemand mit großer Kraft weggeschleudert. „Was ist da passiert?“, fragt Maria. Vorsichtig nähern sich die beiden Frauen dem Grab. Vor dem Eingang bleiben sie stehen. Sollen sie es wagen hineinzugehen? Langsam und mit zitternden Knien schauen sie in das Grab. Leer! „Er ist fort! Schau, nur noch die Tücher sind da, mit denen Jesus umwickelt war“, sagt Maria. „Wo ist er denn hin? Hat jemand seinen toten Leib gestohlen?“, ruft Maria von Magdala. „Fürchtet euch nicht!“, sagt plötzlich eine Stimme hinter ihnen. Die beiden Frauen bekommen einen fürchterlichen Schreck. Wer ist da? Wer spricht mit ihnen? Ein junger Mann ist es. Er hat weiße Kleider an. „Ich weiß, dass ihr Jesus den Gekreuzigten sucht. Er ist nicht mehr hier. Er ist auferstanden, er lebt“, sagt der junge Mann. Fassungslos starren die beiden Frauen ihn an. Wer ist das? Etwa ein Engel, ein Bote Gottes? „Geht und sagt es seinen Jüngern.“

Wie der Wind rennen die beiden Frauen zurück zu den Freunden von Jesus, die traurig beieinandersitzen. Sie stürzen zur Türe hinein und schreien: „Er lebt! Er lebt!“ Entgeistert starren die Jünger die beiden Frauen an. „Was, wer lebt?“, fragen sie. „Na Jesus. Ein Engel hat uns gesagt, dass Jesus auferstanden ist. Seht selbst! Das Grab ist leer.“ „Nein, niemals!“ rufen die Jünger. „Wir haben ihn doch selber mit ins Grab gelegt.“ Als sie sich vom ersten Schock erholt haben, springen Petrus und Johannes auf. Das müssen sie mit eigenen Augen sehen. Tatsächlich! Das Grab ist leer. Verwirrt kehren sie zurück.

Gebet

Jesus, danke, dass Du für uns gestorben bist. Danke, dass Du alles, was uns belastet, was uns Angst macht und alle Krankheit auf Dich genommen hast. Das ist schwer zu verstehen.

Jesus ich freue mich, dass du auferstanden bist und lebst! Jesus, ich glaube an dich. Amen

Der Herr ist auferstanden! Er ist wahrhaftig auferstanden!

Mit diesem uralten Ruf der ersten Christen grüße ich Euch und wünsche Euch allen ein gesegnetes Osterfest.

Eure Kerstin Kluge

Hauskreis einmal anders?

ein Bericht von Matthias Bornmann

Keinen Hauskreis in Corona-Zeiten? Das geht nicht!

"Sie trafen sich täglich und brachen das Brot hin und her in den Häusern" so wird es in der Apostelgeschichte über die erste Gemeinde in Jerusalem gesagt. Wie kann das in der aktuellen Situation in der Andreasgemeinde möglich sein? Wir haben in unserem Hauskreis ein Treffen über unsere Smartphones bzw. Tablets mithilfe der "Jitsi Meet"-App vorbereitet und am letzten Donnerstag, unserem regulären Hauskreisabend, erfolgreich gestaltet.

Wir waren alle sehr gespannt, ob diese ungewohnte Art der Kommunikation wirklich klappt. Es gab ein fröhliches "Hallo", wenn einer nach dem anderen auf dem Bildschirm erschien. So haben wir uns gesehen und herzlich-distanziert begrüßt. Jeder hatte eine begrenzte Zeit den anderen mitzuteilen, wie es ihm gerade geht und wie er seinen Alltag momentan erlebt. Nach dem Austausch haben wir den Psalm 22 gelesen, der uns an das Leiden und Sterben Jesu erinnert. So haben auch ein gemeinsames Lied und eine Runde der Fürbitte den Abend für uns bereichert. Als wir uns zum Abschied einer nach dem anderen aus der Gruppe verabschiedeten, wussten wir, dass es eine durchaus praktikable Möglichkeit ist, in 'Corona-Zeiten' die Gemeinschaft im Hauskreis zu erleben.

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