andreasgemeinde.org
Ev.-Luth. Andreaskirchgemeinde Leipzig

 

Miteinander für Europa

Ein europaweites Ja zu Jesus und christlichen Werten

Gottes Liebe führt zusammen, schafft Verständnis und ermöglicht Einheit in der Verschiedenartigkeit. Diese Erfahrung teilten am 12. Mai rund 220 Menschen im „Pavillon der Hoffnung“ an einem Begegnungstag der Initiative „Miteinander für Europa“. Dabei entfaltete sich ein inspirierender Reichtum der Gaben: Arabische Kopten sangen ihre traditionelle Liturgie, koreanische Christen präsentierten ein Stoffbild mit Leipziger Motiven in einer Arche, afrikanische Glaubensgeschwister erfreuten mit temperamentvollen Rhythmen. Auch Bewegungen und Gemeinschaften, die ihren Alltag ganz auf Gott ausrichten, stellten sich vor. So erzählten etwa Schwestern aus dem Julius-Schniewind-Haus, einer Kommunität, die Armut, Ehelosigkeit und Gehorsam lebt, über ihre Sehnsucht nach Herzens-Ökumene in der Christenheit.

Das überkonfessionelle Treffen auf der Alten Messe war eingebunden in eine europaweite Aktion. Christen aus 144 Städten und 22 Ländern Europas beteiligten sich daran. Allein in Deutschland kamen an 30 Orten schätzungsweise 8000 Menschen zusammen. Sie alle eint der Wunsch nach einem Europa mit Gott im Mittelpunkt. Das bekräftigten auch Verantwortungsträger in der Brüsseler Hauptveranstaltung. Ihre Reden konnten am späten Nachmittag über Satellitenschaltung überall verfolgt werden.
Wie Christen in Politik und Gesellschaft das Evangelium für die Menschen konkret erfahrbar machen wollen, wurde in „sieben JA“ zum Ausdruck gebracht: JA zum Leben in all seinen Entwicklungsphasen, JA zu Ehe und Familie, JA zum Schutz von Natur und Umwelt, JA zur respektvollen Hilfe für Arme und Bedürftige, JA zu einer fairen, am Menschen orientierten Wirtschaft, JA zum Frieden und JA zu Gewaltfreiheit.

Dieses aktivierende Leitbild begeisterte auch den Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung, der in der Messehalle 14 dabei war. Er drückte seine Freude darüber aus, dass die eigene Verantwortung bejaht wird, anstatt nur Forderungen an andere zu stellen. Ein vereintes Europa könne gelingen, so Jung, wenn das Recht eines jeden Menschen auf ein würdiges Leben ebenso geachtet wird wie seine Andersartigkeit. Dazu gehöre auch, die Grenzen zu öffnen für die Ärmsten, die Asyl brauchen, oder Italien und Griechenland solidarisch beizustehen – um der Verantwortung vor Gott und den Menschen willen. Europa steht vor enormen Herausforderungen. Wir Christen wissen: Weder politischer Aktionismus noch fachkundige Wirtschaftskonzepte oder Geld allein bringen tragfähige Lösungen. Diese Abhängigkeit der Politik von Gott betonte auch der Oberbürgermeister: „Wenn darauf kein Segen liegt, dann ist alles vergebliches Tun.“

Wir danken Gott, dass unser Tun im Licht seiner Liebe niemals vergeblich sein wird. Wo Christen verschiedener Prägungen offen aufeinander zugehen, entstehen Räume der Hoffnung und Bereicherung. In solcher Einheit in Vielfalt können wir die Botschaft des Evangeliums glaubwürdig weitertragen – in der Familie, der Gemeinde, im Beruf oder auch beim Festival der Hoffnung für unsere Stadt Leipzig.  

Mehr Informationen über „Miteinander für Europa“:
www.together4europe.org und www.miteinander-wie-sonst.org

Fotos aus Leipzig: https://www.dropbox.com/sh/xah3y4boo1flban/p6Q-e0itfq


Zurück

© 2006-2017 Ev.-Luth. Andreaskirchgemeinde Leipzig. Alle Rechte vorbehalten. | Impressum | Spenden | Links