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Ev.-Luth. Andreaskirchgemeinde Leipzig

 

Wenn sich Dornröschen hinterm Sofa versteckt…

… dann ist Kinderfasching in der Andreasgemeinde. Drei tolle Tage sind es im Februar: Die Vorschüler feierten am Dienstag, die Schüler der Christenlehre am Mittwoch und der Miniclub am Donnerstag.

Zunächst also die Vorschüler. Um 16 Uhr haben sie sich im Untergeschoss des Gemeindehauses an der Scharnhorststraße 29 versammelt, aufgeregt sitzen die Elsas und Biene Maja, der FBI-Mann, die zwei Indianer, der Ritter, der Rennfahrer, ein Pirat, auch Grüffelo, eine Braut, ein Rabe und die Fußballerin auf ihren Stühlen in einem großen Kreis und sind gespannt. Der „große“ Seminarraum ist herrlich geschmückt, Papierschlangen küssen Girlanden, Luftballons schmiegen sich eng aneinander.

Auch die Gemeindepädagogin Kerstin Kluge hat sich verkleidet sowie ihre Helferin Annett Pusch, die heute als „Herzdame“ noch eine nette Überraschung in petto haben wird.

Dann geht‘s schon los. Kalt ist es trotz lang angeschalteter Heizung und so singen die Kinder mit den zwei Erzieherinnen lautstark und drehen sich und tanzen. Plötzlich klopft es und da kommen die Marktfrau mit einem Obstkorb und noch eine Biene Maja, dann eine dritte zauberhafte Elsa und das hübsche Dornröschen herein.

Und wieder wird gesungen, Kerstin Kluge gibt Takt und Melodie mit ihrer Gitarre vor, Kinder schlagen Trommel, Triangel und verschiedene Hölzer.

Die Gemeindepädagogin verwandelt anschließend eine kleine weiße Bank zu einem Laufsteg, jedes der 16 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren darf sein Kostüm wie ein Model präsentieren.

Plötzlich erscheint das Kasperle vom Puppentheater. Und nachdem die sprechende Handpuppe Kerstin daran erinnert, dass sie doch ihre Brille mitnehmen soll und sie sich bedankt, machen sich die beiden mit Kerstins Tochter Esther auf den Weg hinter das hell bezogene, mit Requisiten geschmückte Sofa. Neugierig folgen die Kinder der Geschichte um „Das verrückte Krokodil“, das das Königreich in Atem hält. Das Kasperle rettet mit seinem Mut das Königreich und wird belohnt für seinen Mut mit einem Kuss der hübschen Königstochter und einem Pfannkuchen. Und weil das Kasperle einen Pfannkuchen essen darf, dürfen das die Kinder auch. Dazu gibt’s Saft und Gummibärchen. Aber halt, erst wird gesungen: „Und für dich und für mich ist der Tisch gedeckt“. Die Kinder drängen an den großen Tisch mit den Leckereien, es schmatzt und die Kinder erzählen Neuigkeiten aus dem Kindergarten und von ihren Freunden. Eine Elsa möchte ihren hellblauen Umhang loswerden, weil sie immer drauftritt. Kerstin nimmt ihn ihr ab und scherzt dabei: „Als Frau hat man’s nicht immer leicht.“

Als alle satt sind, wird weiter gespielt, „Mein rechter, rechter Platz ist leer“ heißt es jetzt. Beim anschließenden Topfschlagen will ebenfalls jedes Kind dran sein. Dann muss die Fußballerin vor die Tür. Nein, das ist keine Strafe, sondern gehört zu einem Versteckspiel. Denn die restlichen Kinder tauschen schnell ihre Sitzplätze und Dornröschen versteckt sich - hinter dem Sofa, wo gerade noch das Kasperle die Königstochter vor dem zahnschmerzenden Krokodil gerettet hat. Die Fußballerin kommt wieder rein und soll erraten, wer sich versteckt hat. Sie sieht kurz in die Runde und nicht einmal fünf Sekunden später weiß sie: „Das Dornröschen hat sich versteckt.“ Fast alle Kinder heben die Hand, weil sie sich verstecken wollen oder weil sie raten wollen, wer sich denn versteckt hat. Meist gelingt die Auflösung. Auf einmal zieht Kerstin Kluge ein großes Tuch hervor. Denn gemeinsam sollen die Kinder jetzt versuchen, den Ball durch ein kleines Loch in der Mitte dieses riesigen Zelttuches zu bekommen. Sie schaffen es mehrmals und machen sich bewusst, wie wichtig das Miteinander bei dieser Aufgabe ist.

Bevor die Kinder und Erzieherinnen mit dem Lied „Schluss für heut‘“ den zauberhaften 90-minütigen Trubel ausklingen lassen, dürfen die Kinder bei „Herzdame“ Annett noch Schokoherzen „abpflücken“. Mit leuchtenden Augen werden sie kurz darauf von ihren Eltern in Empfang genommen und haben eine Menge zu erzählen. Kerstin Kluge und Annett Pusch konnten allen Kindern unvergesslich aufregende und schöne Stunden bescheren und dafür sind ihnen Kinder und Eltern von Herzen dankbar.


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